Freitag, 27.11.2020
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Rund 90 Gefahrguttransporter kontrolliert – Mehrere Anzeigen

Polizei Unterfranken
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In einer gemeinsamen Kontrollaktion der drei unterfränkischen Verkehrspolizeien haben Beamte am Dienstag mehrere Lastwagen auf der A3 bei Kitzingen aus dem Verkehr gezogen. Das Hauptaugenmerk lag dabei auf sogenannten Gefahrguttransporten. Bei der etwa fünfstündigen Kontrolle überprüften die Ordnungshüter insgesamt 93 Lkw und mehrere Anzeigen waren fällig.
51 inländische Fahrzeuge, der Rest aus dem europäischen Ausland, waren von uniformierten Streifenwagen aus dem fließenden Verkehr aufgenommen und in die Rastanlage Haidt-Süd (Fahrtrichtung Nürnberg) gelotst worden. Insgesamt verlief die Aktion absolut planmäßig und störungsfrei. Was die Beanstandungen anbelangt, schlugen insgesamt zehn Verstöße gegen die geltenden Sozialvorschriften zu Buche. So war beispielsweise zweimal das erforderliche Kontrollgerät nicht eingebaut, fünfmal hatten die Fahrer ihre Ruhezeiten bzw. Lenkpausen nicht eingehalten und dreimal war das Kontrollgerät nicht ordnungsgemäß betrieben worden.
 
Zwei Überschreitungen der Höchstgeschwindigkeit wurden geahndet, ferner ein Ladungssicherungsverstoß und eine Zuwiderhandlung gegen das Güterkraftverkehrsgesetz. Neben der Ladungssicherung ist für Gefahrguttransporte besonders wichtig, dass die entsprechenden Vorschriften über das Gefahrgutbeförderungsgesetz eingehalten werden. Hierbei wurden vier Mängel bezüglich der erforderlichen mitzuführenden Ausrüstung registriert.
 
Im gravierendsten Fall musste die Weiterfahrt eines Lkw untersagt werden. Seine Sicherung der transportierten Gefahrgutladung wies schwerwiegende Mängel auf. Der Fahrer wurde von einer Streife zu einer Fachspedition in der Nähe gelotst. Diese kümmert sich jetzt um die polizeilich angeordnete Wiederherstellung der Verkehrssicherheit.
 
Neben den drei unterfränkischen Verkehrspolizeidienststellen, die insbesondere speziell geschulte und fachkundige Schwerlastexperten abgestellt hatten, war auch das Bundesamt für Güterverkehr und der Zoll vor Ort und führte entsprechende Kontrollen durch.
 
Für die unterfränkische Polizei ist die Kontrolle alles in allem zufriedenstellend verlaufen, wenngleich gerade im so gefährlichen und sensiblen Bereich der Gefahrguttransporte jeder Verstoß einen zu viel darstellt. Ferner sieht die Polizei in der gemeinsamen Kontrollaktion auch einen gewissen Fortbildungseffekt. Nachdem alle unterfränkischen Spezialisten vor Ort waren, wurde auch einiges an Fachwissen, neuesten Erkenntnissen und Erfahrungen ausgetauscht.

Michael Zimmer, Polizei Unterfranken
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