Donnerstag, 25.02.2021
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Protest am Würzburger Hauptbahnhof

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Ein 24-Jähriger, eine 23-Jährige und eine zwei Jahre jüngere Frau sind auf das Gebäude des Würzburger Hauptbahnhofes geklettertund haben dort ein Transparent mit der Aufschrift "Den sexistischen Normalzustand bekämpfen" aufgehängt. Letztlich seilten sich die Aktivisten selbst ab. Die Bundespolizei hat ein Ermittlungsverfahren wegen Hausfriedensbruch eingeleitet.

In der nähe der Kletterer hat die Organisation Ausnahmslos (www.ausnahmlos.org) einen angemeldeten Stand. Die beiden Kletterer, so war am Infostand zu hören, verträten dieselbe Sache, gehörten jedoch nicht zu den Leuten vom Infostand. Wie aus den Flugblättern von Ausnahmslos hervorgeht, fordert die Gruppe unter anderem  eine zügige Aufklärung der Straftaten von Köln in der Silvesternacht sowie die Schließung der "Schutzlücken im Straftatbestand der sexuellen Nötigung/Vergewaltigung". Das geht auch aus der Webseite der Organisation ausnahmslos.org hervor.

Ausnahmslos definiert sich als Gruppe vom Feministinnen, die sich für Gerechtigkeit zwischen den Geschlechtern und eine offene Gesellschaft einsetzen. dc/rr

Originalmeldung der Polizei Unterfranken

Demonstration gegen Sexismus am Hauptbahnhof - Aktion auf dem Bahnhofsgebäude - friedlicher Verlauf

WÜRZBURG / INNENSTADT. Neben einer ordnungsgemäß angemeldeten Demonstration am Hauptbahnhof ist es am Samstagvormittag zu einer Aktion gekommen, bei der drei Personen das Bahnhofsgebäude erklommen haben. Die Versammlung und die Aktion auf dem Gebäude verliefen unabhängig von einander friedlich.

Zwischen 13.00 und 16.00 Uhr fand am Bahnhofsvorplatz eine im Vorfeld ordnungsgemäß bei den Sicherheitsbehörden angemeldete stationäre Kundgebung zum Thema "Gegen Sexismus und Rassismus" statt. Im Rahmen der Veranstaltung war ein Informations-Stand aufgebaut, um den sich etwa 30 Teilnehmer versammelt hatten. Die Versammlung verlief friedlich und ohne Vorkommnisse.

Parallel lief an derselben Örtlichkeit eine Aktion auf dem Bahnhofsgebäude ab. Hierbei waren gegen 12.30 Uhr ein 24-Jähriger, eine 23-Jährige und eine zwei Jahre jüngere Frau auf das Gebäude des Würzburger Hauptbahnhofes geklettert. Die drei Personen hatten sich professionell auf dem Dach gesichert und dann ein Transparent gegen Sexismus entrollt. Die Aktion wurde gegen 16:30 Uhr durch die Bundespolizei mit Unterstützung der Würzburger Polizei und der Feuerwehr beendet.

Die drei Personen müssen mit einem Strafverfahren wegen Hausfriedensbruch rechnen, die zuständigkeitshalber von der Bundespolizei bearbeitet wird. Ob es sich bei der Aktion auf dem Dach um eine separate Spontandemonstration gehandelt hatte, unterliegt nun der versammlungsrechtlichen Prüfung der Würzburger Polizei.

 

Protest am Würzburger Hauptbahnhof
Quelle: Rainer Reichert
Originalmeldung der Bundespolizei Würzburg

Aktivisten erklettern Bahnhofsfassade in Würzburg

Würzburg. Heute Mittag haben zwei Demonstranten die Fassade des Würzburger Hauptbahnhofes erklettert und dort ein Transparent entrollt. Da von der Aktion keinerlei Gefahr ausging, verzichtete die Einsatzleitung von Landes- und Bundespolizei darauf, die Demonstranten gegen ihren Willen herunterzuholen. Letztlich seilten sich die Aktivisten selbst ab. Die Bundespolizei hat ein Ermittlungsverfahren wegen Hausfriedensbruch eingeleitet.
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Demonstration am Würzburger Bahnhof
Foto: Rainer reichert |  6 Bilder


Gegen 12:30 Uhr erkletterten heute Mittag ein 24-Jähriger und eine 23-Jährige das Vordach des Würzburger Hauptbahnhofes. Ausgestattet mit professioneller Ausrüstung, erklommen sie von dort zwei Säulen der Dachkonstruktion und entrollten ein Transparent gegen Sexismus.

Mit Hilfe einer Drehleiter der Berufsfeuerwehr nahmen Beamte der Bundespolizei Kontakt mit den Aktivisten auf, die jedoch zu verstehen gaben, vorerst nicht freiwillig ihre Aktion beenden zu wollen. Den gesetzlichen Vorgaben entsprechend, löste die Einsatzleitung von Landes- und Bundespolizei diese Spontankundgebung per Verfügung auf. Da von der Kletter-Aktion keinerlei Gefahren für Unbeteiligte ausgingen und der Eingang der Bahnhofshalle frei zugänglich blieb, verzichtete der Einsatzleiter der Bundespolizei, die Aktivisten gegen ihren Willen herunterholen zu lassen.

Gegen 16:15 Uhr brachen die in Würzburg und in Rheinland-Pfalz lebenden deutschen Staatsangehörigen ihre Aktion freiwillig ab. Die Deutsche Bahn, als Hausherr des Hauptbahnhofes, hatte zuvor die beiden Personen erfolglos aufgefordert die Aktion zu beenden. Aus diesem Grund erwartet die beiden Aktivisten nun ein Ermittlungsverfahren wegen Hausfriedensbruch.
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