Freitag, 14.05.2021

Porzellantransporter kurz vorm Bruch aus dem Verkehr gezogen

Verkehrspolizei Aschaffenburg
Kommentieren
4 Min.

Sie müssen sich anmelden um diese Funktionalität nutzen zu können.

Einen türkischen Sattelzug zogen Beamte der Autobahnpolizei am Dienstagabend an der A 3 auf der Rastanlage Spessart aus dem Verkehr. Wie die Beamten bei der Kontrolle gegen 18.30 Uhr bereits optisch feststellen konnten, war die Ladung auf dem Planenzug verrutscht und drückte den Aufbau des Aufliegers nach außen.

 

Geschwindigkeit falsch eingeschätzt - mit Wucht aufgefahren

Mainaschaff, Kreis Aschaffenburg. Am frühen Mittwochmorgen kam es auf der A 3 bei Mainaschaff in Fahrtrichtung Frankfurt zu einem Auffahrunfall zwischen zwei Pkw. Gegen 05.00 Uhr verschätzte sich der 64-jährige Fahrer eines Audi aus dem Hochtaunuskreis in der Geschwindigkeit eines auf dem mittleren Fahrstreifen vorausfahrenden Pkw aus Dortmund und fuhr diesem mit Wucht ins Heck. Anschließend kam der Audi auf dem mittleren Fahrstreifen zum Stehen. Der 39-jährige Fahrer des Dortmunder Pkw konnte sein Fahrzeug auf dem Standstreifen anhalten. Der Audi war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden. Der Unfallgegner konnte die Fahrt fortsetzen. Die Schadenssumme beläuft sich auf rund 9.000 Euro. Durch den auf dem mittleren von drei Fahrstreifen stehenden Audi kam es an der Unfallstelle kurzzeitig zu Behinderungen. Nachdem es gelang, den Audi etwa 15 Minuten nach dem Unfall ebenfalls auf den Standstreifen zu verbringen, hielten sich die weiteren Verkehrsbehinderungen in Grenzen.    
 
 
Pannen-Lkw verursacht Ölspur - A 3 halbseitig gesperrt - Stau in Richtung Würzburg

Weibersbrunn, Kreis Aschaffenburg. Ein polnischer Sattelzug sorgte am frühen Mittwochmorgen auf der A 3 bei Rohrbrunn in Fahrtrichtung Würzburg für einen Stau von mehreren Kilometern Länge. Der Zug blieb kurz vor 06.00 Uhr beim Auffahren auf die Autobahn an der Rastanlage Spessart-Süd auf dem Beschleunigungsstreifen mit einer Panne liegen. Die Ursache der Panne war ein Defekt am Dieselfilter bzw. der Dieselleitung. Dabei trat Dieselkraftstoff aus und ergoss sich auf den Beschleunigungsstreifen. Durch die Querneigung der Fahrbahn und den herrschenden Regen floss der Kraftstoff  - in Fahrtrichtung gesehen - nach links auf die Hauptfahrbahn und verteilte sich über mehrere Quadratmeter auf dem rechten Fahrstreifen. Dieser musste daraufhin wegen Schleudergefahr gesperrt werden. Kräfte der alarmierten Feuerwehren aus Weibersbrunn und Waldaschaff konnten das Leck am Zug abdichten und den ausgelaufenen Kraftstoff abbinden. Ferner sicherten sie die Einsatzstelle ab. Unterstützt wurden sie dabei auch von Kräften der Autobahnmeisterei. Einem Abschleppunternehmen für den Schwerverkehr gelang es im Anschluss, den havarierten Zug soweit wieder rollfähig zu machen, dass er rückwärts auf die Rastanlage Spessart-Süd bugsiert werden konnte.
 
Bis dahin waren der rechte Fahrstreifen der Hauptfahrbahn und die Auffahrt in Richtung Würzburg für etwa 2 ½ Stunden gesperrt. Auf der Autobahn kam es dabei zu einem Rückstau von etwa drei Kilometern Länge. Auch auf der Rastanlage staute sich der Verkehr, weil die Auffahrt in Richtung Würzburg nicht möglich war. Insbesondere Lkw-Fahrer mussten sich hier gedulden oder auf die Staatsstraße 2312 nach Marktheidenfeld ausweichen. Mit der Aufhebung der Sperre lösten sich die Stauungen wieder relativ schnell auf.
 
 
 
Zwei kleinere Drogenaufgriffe - einen bekifften Lkw-Fahrer aus dem Verkehr gezogen
Hösbach/Weibersbrunn, Kreis Aschaffenburg. Am Dienstag waren Autobahnfahnder wieder in zwei Fällen bei der Bekämpfung von Drogendelikten erfolgreich.
 
Kleinmenge Rauschgift  sichergestellt
Kurz vor 12.00 Uhr förderten sie bei der Kontrolle eines Münchner VW auf der A 3 bei Weibersbrunn beim Beifahrer eine Kleinmenge Haschisch zu Tage. Das Rauschgift im Grammbereich wurde sichergestellt. Der 41-Jährige hatte es in seiner Umhängetasche versteckt. Auf ihn kommt ein Strafverfahren zu. Der Mann aus Dortmund war dem Pkw-Fahrer durch die Vermittlung einer Mitfahrzentrale zugeteilt worden. Nach der Anzeigenaufnahme durfte die vierköpfige Reisegruppe die Fahrt in Richtung Süden fortsetzen.
 
Lkw-Fahrer unter Drogeneinfluss - Beifahrer hat Kleinmenge Marihuana dabei
Bei der Kontrolle eines tschechischen Lkw stellten Beamte der Autobahnpolizei gegen 18.00 Uhr auf der A 3 bei Hösbach fest, dass der 23-jährige Mann am Steuer drogentypische körperliche Auffälligkeiten zeigte. Nachdem ein Drogenvortest positiv ausfiel, war bei dem Tschechen eine Blutprobe fällig. Anschließend wurde die Weiterfahrt bis zum körperlichen Abbau der Drogenwirkstoffe untersagt. Im Führerhaus des Lkw fanden die Beamten ferner eine Kleinmenge Marihuana, das dem 21-jährigen Beifahrer zugeordnet werden konnte. Er ist ebenfalls tschechischer Staatsbürger. Das Gift hatte er - so seine Einlassung - in seiner Heimat erworben und mit nach Deutschland gebracht. Auch diese Kleinmenge wurde sichergestellt. Auf die beiden Lkw-Insassen kommen Anzeigen wegen Verdachts des Fahrens unter Drogeneinfluss bzw. Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz zu. Nach Abschluss der Anzeigenaufnahme wurden sie wieder auf freien Fuß gesetzt.  
 
 
Porzellantransporter kurz vorm Bruch aus dem Verkehr gezogen
Weibersbrunn, Kreis Aschaffenburg. Einen türkischen Sattelzug zogen Beamte der Autobahnpolizei am Dienstagabend an der A 3 auf der Rastanlage Spessart aus dem Verkehr. Wie die Beamten bei der Kontrolle gegen 18.30 Uhr bereits optisch feststellen konnten, war die Ladung auf dem Planenzug verrutscht und drückte den Aufbau des Aufliegers nach außen. Nach dem Öffnen der Plane bestätigte sich der bereits vorhandene Verdacht, dass die Ladung ohne jegliche Sicherung auf der Ladefläche stand. Durch das Verrutschen der Ladung waren bereits Teile der Eisenhalterungen der Bordwand aus der Verankerung gerissen und einige Holzspriegel durchgebrochen.
 
Im Fall des Herunterfallens vom Zug hätte es sicherlich ordentlich gescheppert und zahlreichen Bruch gegeben. Die Ladung bestand nämlich aus 2.300 Kartons  deutschen Porzellans (Tafelgeschirr, Gewicht 24,1 Tonnen), das für den Export in die Türkei bestimmt war. Die Weiterfahrt des Zuges wurde aufgrund der Schieflage untersagt und das Gefährt zum Betriebshof einer hiesigen Spedition begleitet. Dort wartete der 56-jährige türkische Lkw-Fahrer bis heute auf das Eintreffen eines weiteren Zuges, um die Ladung zu übernehmen. Als der Ersatzzug eintraf, folgte prompt eine weitere Ernüchterung: Auch der zweite Zug war wegen fehlender Sicherungsmittel nicht geeignet, diese Art von Ladung zu übernehmen. Die Fahrer müssen sich nun erst entsprechende Gitterboxen o. ä. besorgen, damit die Ladung ordnungsgemäß verstaut und gesichert werden kann. Es zeichnet sich bereits ab, dass sich das anstehende Umladen für die Lkw-Fahrer als schweißtreibende Angelegenheit erweisen wird: Da die Kartons alle einzeln verladen wurden und nicht auf Paletten stehen, ist beim Umladen der Einsatz eines Gabelstaplers nicht möglich. Sämtliche Pakete müssen daher von Hand ab- und neu aufgeladen werden. Der Zwangsaufenthalt im Spessart wird sich daher sicherlich noch einige Zeit hinziehen.
 
Während das Umladen noch einige Zeit andauern wird, wurde bereits vorab die „bußgeldtechnische Angelegenheit“ geregelt: Der Fahrer musste für das anstehende Verfahren wegen unterlassener Ladungssicherung eine Sicherheitsleistung hinterlegen.  
 
Kommentare

laden


Die Diskussion wurde geschlossen..

Artikel einbinden
Sie möchten diesen Artikel in Ihre eigene Webseite integrieren?
Mit diesem Modul haben Sie die Möglichkeit dazu – ganz einfach und kostenlos!