Donnerstag, 03.12.2020
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Polizei stoppt ekelhafte Fracht in Hanau

Polizei Südosthessen

Hanau
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Einen Transport offensichtlich frisch geschlachteter Tiere hat die Hanauer Polizei am Sonntagmorgen bei einer Routinekontrolle beendet. Die Fracht war nicht gekühlt, der Wagen nicht verkehrssicher und der Fahrer besaß keinen Führerschein.

Kurz vor 10 Uhr am Sonntag stoppten die Beamten in der Leipziger Straße einen Citroen, in dem ein Ehepaar und deren Sohn aus Erlensee unterwegs war. Im gänzlich ungekühlten Kofferraum der Limousine waren in Mülltüten drei Lämmer und ein Schaf eingepackt, welche augenscheinlich erst kurz zuvor getötet worden waren.

Gegen die Fahrzeuginsassen wurde eine Anzeige nach dem Tierschutzgesetz erstattet, da die Tiere vermutlich nicht fachgerecht geschlachtet und transportiert wurden. Unklar ist noch, wohin genau der Fleischtransport gehen sollte. Nach Rücksprache mit dem zuständigen Veterinäramt mussten die Verdächtigen die Müllsäcke samt Inhalt gegen Nachweis fachgerecht entsorgen. Doch nicht nur die Ladung, sondern auch der Mann am Steuer und der Wagen selbst fielen den Beamten auf.

Da der 21-jährige Erlenseer ganz offensichtlich keinen Führerschein mehr besitzt, hätte er sich gar nicht erst ans Lenkrad des Wagens setzen dürfen. Und auch der Citroen gilt bei der Polizei als verkehrsunsicher. Neben einem völlig abgefahrenen Reifen und einem weiteren 18 Jahre alten Pneu hatte der Fahrer statt eines Tankdeckels einfach eine Plastiktüte in die Öffnung gesteckt. Insofern erwarten den 21-Jährigen weitere Anzeigen.

Weitere Anrufe falscher Polizisten im Main-Kinzig-Kreis

Erneut haben sich am Wochenende falsche Polizisten meist bei älteren Mitbürgern telefonisch gemeldet und versucht, an deren Wertsachen zu gelangen. Soweit bislang bekannt, ist der Schwindel aber in keinem Fall geglückt. Bereits in der vergangenen Woche häuften sich im Bereich Maintal, Hanau und Mühlheim die Meldungen über derlei Anrufe. Dieses Mal gingen Meldungen auch aus Gründau, Hasselroth und Linsengericht ein. Nach Erkenntnissen der Hanauer Kriminalpolizei "grasen" die Trickdiebe oftmals ganze Regionen ab und suchen sich ihre Opfer anhand älter klingenden Vornamen meist aus Telefonbüchern heraus. Nach ein bis zwei Wochen ebbt die Zahl der Anrufe dann wieder ab. Auch wenn immer weniger Menschen auf die Masche hereinfallen, warnen die Ermittler gleichwohl vor den Anrufen, die wohl auch in den kommenden Tagen zu erwarten sind. Wenn also ein Kommissar Meyer oder Müller anruft und etwas von einem Einbruch in der Nachbarschaft erzählt, ist stets Vorsicht geboten. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, einen Betrüger an der Strippe zu haben.

Kleinwagen in Maintal zerkratzt, Garagentor zugeklebt

Wegen Sachbeschädigung in einem aktuellen Fall ermittelt die Maintaler Polizei im Stadtteil Dörnigheim. Ein bislang Unbekannter hatte von Donnerstag auf Freitag letzter Woche den Kleinwagen einer Anwohnerin in der Eichendorffstraße ohne ersichtlichen Grund zerkratzt und das Schloss ihres Garagentors zugeklebt. Der Schaden wird auf mindestens 1.500 Euro geschätzt. Zeugen, die zwischen 17 und 15 Uhr entsprechende Beobachtungen gemacht haben, werden um Anruf bei der Polizei unter der Rufnummer 06181 43020 gebeten.

 Smart-Fahrerin auf B45 bei Nidderau schwer verletzt

Mit schweren inneren Verletzungen musste am Sonntagnachmittag eine 45 Jahre alte Frau nach einem Verkehrsunfall bei Nidderau-Windecken in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei fuhr die Hanauerin von Windecken aus gegen 14 Uhr den Zubringer zur Bundesstraße 45 in Richtung Eichen. Vermutlich wollte sie jedoch nach Hause und hatte sich hierzu falsch eingeordnet, jedenfalls soll sie dann verbotener Weise links in Richtung Hanau abgebogen sein. Dieses Fahrverhalten dürfte für einen 52 Jahre alten Mann aus Nidderau wohl nicht vorhersehbar gewesen sein, der mit seinem Audi Q5 in Richtung Eichen unterwegs war und dann in die Fahrerseite des Kleinwagens prallte. Der Anstoß war so heftig, dass der SUV bis zur Frontscheibe eingedrückt wurde. Auch der Smart wurde erheblich beschädigt. Die Polizei geht davon aus, dass beide Fahrzeuge nur noch Schrottwert besitzen und schätzt den Schaden auf mindestens 25.000 Euro.

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