Donnerstag, 03.12.2020
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Nach Schüssen auf Autoreifen – 40-Jähriger in Untersuchungshaft

Sollte ein Einbruch vertuscht werden?
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Nachdem Polizeibeamte am frühen Sonntagmorgen nach Schüssen auf Autoreifen einen Mann gestoppt haben, hatte der Festgenommene im Laufe des Montags auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Würzburg einen Termin beim Ermittlungsrichter. Dabei erging gegen den 40-Jährigen Haftbefehl. Der Mann sitzt jetzt in Untersuchungshaft.
Nach Schüssen auf Autoreifen – 40-Jähriger in Untersuchungshaft
 
Würzburg. Nachdem Polizeibeamte am frühen Sonntagmorgen nach Schüssen auf Autoreifen einen Mann gestoppt haben, hatte der Festgenommene im Laufe des Montags auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Würzburg einen Termin beim Ermittlungsrichter. Dabei erging gegen den 40-Jährigen Haftbefehl. Der Mann sitzt jetzt in Untersuchungshaft.
 
Wie bereits berichtet, waren einem Busfahrer auf dem Gelände der Omnibusgesellschaft in der Delpstraße zwei verdächtige Männer aufgefallen. Eine Zivilstreife der Würzburger Polizei war dann kurze Zeit später auf ein polnisches Auto aufmerksam geworden, das in einigen hundert Metern Entfernung abgestellt war. Die Zivilfahnder gingen dann auf den Pkw zu und wiesen sich als Polizeibeamte aus. Der Fahrer gab jedoch plötzlich Gas und fuhr mit leicht quietschenden Reifen auf einen Polizeibeamten zu, der sich nur durch einen Sprung zur Seite in Sicherheit bringen konnte.
 
Daraufhin wurden Schüsse auf die Reifen abgegeben, die letztendlich dazu führten, dass die Luft entwich und der Pkw einige Zeit später auf der Heuchelhofstraße/Höhe Prager Ring endgültig gestoppt werden konnte. Bei seiner Festnahme leistete der 40-Jährige am Steuer massiven Widerstand, wobei vier Beamte leichtere Verletzungen davon trugen. Drei der Polizisten wurden vorsorglich zur ambulanten Behandlung in eine Klinik gebracht. Auch der Beschuldigte musste wegen einer Kopfplatzwunde in einer Klinik behandelt werden, was natürlich unter polizeilicher Bewachung erfolgte.
 
Die Nacht zum Montag verbrachte der Beschuldigte in einer Arrestzelle der Würzburger Polizei. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Würzburg wurde der Mann am Montagnachmittag dem Ermittlungsrichter vorgeführt und nach Erlass eines Haftbefehls wegen Gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.
 
Wie sich herausgestellt hatte, war auf dem Gelände der Omnibusgesellschaft in der Delpstraße ein Einbruch verübt worden. Eine Tür war aufgebrochen und im Innern alles durchsucht. Beute hatten die Einbrecher allerdings noch nicht gemacht. Ob der Festgenommene letztendlich auch an dem Einbruch beteiligt war, ist Gegenstand weiterer Ermittlungen.
 
Auch im Landkreis Schweinfurt hatten am vergangenen Wochenende drei Busunternehmen unliebsamen Besuch von Einbrechern. Dabei erbeuteten Unbekannte in Schwebheim, Grettstadt und Schleerieth mehrere tausend Euro Bargeld sowie zwei Tresore. In diesen Fällen hat die Kriminalpolizei Schweinfurt die weiteren Ermittlungen übernommen (siehe Pressemeldung des PP Unterfranken vom 22.10.2012).
 
Ob hier ein Zusammenhang mit dem Fall in Würzburg besteht, ist momentan noch nicht mit letzter Sicherheit geklärt. Bei ihren Ermittlungen gehen die Sachbearbeiter  der Polizei in Würzburg und Schweinfurt natürlich auch dieser Frage nach. Weitere Hinweise erhoffen sich die Ermittler von der Auswertung der an den verschiedenen Tatorten sichergestellten Spuren.
 
 
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