Nach Überfall auf Hösbacher Tankstelle: Zweiter Versuch - Verdächtiger nun in Haft

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Hösbach
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Ein 46 Jahre alter Mann aus den Kreis Aschaffenburg ist binnen kurzer Zeit zum zweiten Mal einem Ermittlungsrichter vorgeführt worden. Während der Richter Ende Juli einen Haftbefehl abgelehnt hatte, war er nun überzeugt davon, dass der Mann am 27. Juli die Shell-Tankstelle in der Hösbacher Industriestraße überfallen haben könnte.

Die Aschaffenburger Staatsanwaltschaft geht wie schon kurz nach dem Raubüberfall davon aus, dass die Polizei den richtigen Verdächtigen gefunden hat. In einer Mitteilung heißt es: »Die Kriminalpolizei und die Staatsanwaltschaft Aschaffenburg haben (...) umfangreiche Nachermittlungen angestellt und den Tatverdacht gegen den 46-Jährigen noch weiter erhärten können.« Konkreter wurden die Ermittler nicht: Was genau den Tatverdacht gegenüber dem Ermittlungsrichter nun »noch weiter erhärten konnte«, darüber machen sie keine Angaben. Jedenfalls werfen sie dem 46-Jährigen »schweren Raub« vor. 
Diesen Vorwurf sieht der Verteidiger des Verdächtigen nicht. Er legte Beschwerde gegen den Untersuchungshaftbefehl ein. Über diese ist noch nicht entschieden.

Nach Angaben der Polizei jedenfalls hatte am 27. Juli ein Mann die Shell-Tankstelle gegen 20.45 Uhr betreten. Mit einem Messer in der Hand bedrohte er eine 26 Jahre alte Angestellte sowie ihre 19 Jahre alte Kollegin. Er forderte von ihnen das Bargeld aus der Kasse. Mit wenigen hundert Euro flüchtete er anschließend zu Fuß in Richtung Siemensstraße. Im Rahmen einer Fahndung nahmen Polizisten in der Nacht zum Donnerstag den nun in Untersuchungshaft sitzenden Verdächtigen fest.

Einige Stunden später führte ihn die Staatsanwaltschaft dem Ermittlungsrichter vor und beantragte Haftbefehl. Anders als die Staatsanwaltschaft sah der Ermittlungsrichter damals jedoch »keinen dringenden Tatverdacht« und lehnte den Antrag ab. Der Mann kam wieder in Freiheit.

mai

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