Montag, 30.11.2020
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Mutmaßlicher Betrüger stößt Ermittlungen gegen sich unfreiwillig selber an

Polizei durchsucht drei Wohnugen im Kreis Miltenberg
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Ein 45 Jahre alter Mann aus dem Landkreis Miltenberg steht im Verdacht, durch Immobilienbetrug und nichtbezahlte Rechnungen einen Schaden im sechsstelligen Bereich verursacht zu haben. Die Polizei durchsuchte am Donnerstag die Wohnungen des Verdächtigen, seiner Frau und seines Bruders. Unfreiwillig hatte der Verdächtige die Ermittlungen gegen sich angstoßen. (Mit Audio-Bericht der Polizei)

Wegen mehrerer Betrugs- und Bankrottdelikte, die sich über die letzten vier Jahre hinziehen, haben am Donnerstagmorgen zahlreiche Kriminalbeamte aus Aschaffenburg drei Wohnungen im Landkreis Miltenberg durchsucht. Dabei wurde einiges an Beweismaterial sichergestellt. Geführt werden die gemeinsamen Ermittlungen der Kripo und Staatsanwaltschaft Aschaffenburg gegen zwei Männer und eine Frau.

Interessanterweise hatte der mutmaßliche Haupttäter die Recherchen im Herbst des vergangenen Jahres selbst ins Rollen gebracht. Der 45-Jährige hatte im Zusammenhang mit dem Erwerb einer Immobilie wegen angeblicher Unregelmäßigkeiten bei der Kaufabwicklung Anzeige gegen die Verkäufer erstattet. Im Rahmen der dann eingeleiteten Ermittlungen kam nach und nach ans Tageslicht, dass der Beschuldigte trotz seiner Privatinsolvenz vor einigen Jahren mehrere Betriebe auf den Namen seiner Frau und den des Bruders gekauft hatte. Außerdem ließ er Renovierungsarbeiten mit einem Auftragsvolumen in fünfstelliger Höhe ausführen. Bezahlt hat der Mann in der Folge allerdings nicht.

Betrugsverdacht - Polzei durchsucht Wohnungen
Quelle: Karl-Heinz Schmitt (Polizei Unterfranken)

Auch Kredite im sechsstelligen Bereich wurden nach den jetzt vorliegenden Erkenntnissen nicht bedient. Der Mann steht weiterhin im dringenden Verdacht, während seiner Privatinsolvenz Einnahmen im fünfstelligen Bereich verbucht, diese aber gegenüber dem Insolvenzverwalter verschwiegen zu haben. Insgesamt dürfte ein Schaden im sechsstelligen Bereich entstanden sein.

Nachdem sich im Rahmen der Recherchen durch die Kriminalpolizei Aschaffenburg das ganze Ausmaß des Schadens herausgestellt hatte, wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg vom Amtsgericht Aschaffenburg ein Durchsuchungsbeschluss für die Wohnung des Haupttäters, die der Frau und des jüngeren Bruders erlassen.

Kripobeamte aus Aschaffenburg standen am Donnerstagmorgen mit Unterstützung von Kollegen der Verkehrspolizei vor den Häusern der Beschuldigten. Auch ein Staatsanwalt aus Aschaffenburg war vor Ort. Die Durchsuchungsmaßnahmen führten dazu, dass zahlreiche Beweismittel sichergestellt wurden. Diese Unterlagen müssen jetzt noch ausgewertet werden. Die gemeinsamen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg und der Kriminalpolizei Aschaffenburg dauern an.

Originalmeldung der Polizei Unterfranken

 

Audio-Bericht der Polizei Unterfranken, Karl Heinz Schmitt:

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