Sonntag, 16.05.2021

Mehrere Unfälle – Ein Schwerverletzter – Lange Staus

A3 zwischen Marktheidenfeld und Aschaffenburg
Kommentieren
4 Min.

Sie müssen sich anmelden um diese Funktionalität nutzen zu können.

Bei einem Auffahrunfall zweier Lastwagen auf der Autobahn am Marktheidenfelder Berg ist am Montagvormittag ein 29-jähriger Fahrer schwer verletzt worden.
Foto: Benedict Rottmann
Einen so unfallreichen Wochenauftakt hat es auf der A3 zwischen Marktheidenfeld und Aschaffenburg schon lange nicht mehr gegeben. Fünf Mal rückten Rettungshelfer aus, ein Mann wurde schwer verletzt. Durch die Unfälle staute sich der Verkehr in Richtung Frankfurt immer wieder auf etliche Kilometer Länge. Auch in der Gegenrichtung musste die Polizei die Autobahn einmal voll sperren.

A3, Richtung Frankfurt

6.50 Uhr, bei Stockstadt: Gegen 6.50 Uhr kam es auf der Nebenfahrbahn der A3 zwischen Kleinostheim und Stockstadt in Fahrtrichtung Frankfurt zu einem Auffahrunfall zwischen vier AUtos aus dem Kreis Aschaffenburg. Der Fahrer eines Volvo musste auf dem linken Fahrstreifen der Nebenfahrbahn verkehrsbedingt bremsen. Seine Hinterleute am Steuer eines Alfa Romeo und eines BMW taten es ebenso. Der wiederum nachfolgende Fahrer eines Ford Transit erkannte das Bremsmanöver zu spät. Er fuhr mit Wucht auf den BMW auf und schob die drei Fahrzeuge aufeinander. Der Fahrer des BMW kam leicht verletzt ins Aschaffenburger Klinikum. Der BMW musste abgeschleppt werden. Die Schadenshöhe beläuft sich auf rund 25.000 Euro. An der Unfallstelle staute sich der Verkehr über den Main bis in den Bereich Mainaschaff/Aschaffenburg zurück. Am Stauende kam es dann später zu einem weiteren Unfall. Noch während die Unfallaufnahme auf der Nebenfahrbahn gerade angelaufen war, passierte bei Waldaschaff der nächste Unfall.

+ weitere Bilder
Auffahrunfall führt zu Stau auf A3
Foto: Ralf Hettler |  Bilder

Verkehrspolizei Aschaffenburg-Hösbach


7 Uhr, bei Waldaschaff: Gegen 7 Uhr kam es auf der A3 bei Waldaschaff in Fahrtrichtung Frankfurt zu einem Auffahrunfall zwischen einem tschechischen Sattelzug und einem Mercedes aus dem Landkreis Aschaffenburg. Der Mercedesfahrer hatte im Berufsverkehr auf dem rechten Fahrstreifen verkehrsbedingt abbremsen müssen. Der Fahrer des Sattelzuges fuhr ihm auf. Die Schadenshöhe beläuft sich auf rund 2.500 Euro. Beide Fahrzeuge blieben fahrbereit, so dass die Unfallbeteiligten die Unfallstelle räumen und den Standstreifen ansteuern konnten.

+ weitere Bilder
Motor platzt - Stau auf A3
Foto: Ralf Hettler |  Bilder

Verkehrspolizei Aschaffenburg-Hösbach



Bilder von der Unfallstelle: Ralf Hettler

7.45 Uhr, bei Mainaschaff: Nachdem die Staulage von dem Unfall auf der Nebenfahrbahn bei Stockstadt bis in den Bereich vor der Ausfahrt Aschaffenburg zurückreichte, kam es dort gegen 7.45 Uhr zu einem weiteren Auffahrunfall. Dieser hatte für die Verkehrslage weitreichende Folgen. Der Fahrer eines Mercedes aus Dillingen musste auf dem rechten Fahrstreifen fahrend wegen des Staus abbremsen. Sein Hintermann am Steuer eines Volvo aus Münster war durch sein Navigationsgerät abgelenkt und fuhr mit Wucht auf den Vordermann auf. Anschließend schleuderte es den Mercedes herum und er kam quer teilweise auf dem rechten Fahrstreifen zum Stehen. Der Volvofahrer stoppte sein Fahrzeug nach etwa 250 Metern auf dem linken Fahrstreifen. In dieser Konstellation war die A3 nahezu komplett blockiert.

Wegen des Trümmerfelds wurde neben der Autobahnmeisterei auch die Feuerwehr zur Fahrbahnreinigung alarmiert. Da zusätzlich Betriebsstoffe ausgelaufen waren, kam zur Reinigung des Flüsterasphalts eine Spezialmaschine zum Einsatz. Die Vollsperrung aus diesem Anlass dauerte etwa 30 Minuten. Erst gegen 9.30 Uhr war die Unfallstelle geräumt. Der Verkehr staute sich dabei auf etwa 12 Kilometer zurück und reichte durch die Einhausung bei Goldbach/Hösbach hindurch. Aus diesem Grund war zeitweise die sogenannte Blockabfertigung in Betrieb.Verletzt wurde bei diesem Unfall niemand. Die Schadenssumme beläuft sich auf etwa 45.000 Euro. Beide Pkw mussten abgeschleppt werden.

Verkehrspolizei Aschaffenburg-Hösbach


9.30 Uhr, bei Aschaffenburg: Obwohl der Verkehr an der Unfallstelle bei Aschaffenburg/Mainaschaff gegen 9.30 Uhr wieder freigegeben wurde, konnte er nicht ungehindert anrollen. Im Rückstau vor der Unfallstelle stand auf dem mittleren Fahrstreifen VW aus Aschaffenburg, der sich nicht mehr starten ließ. Während der Verkehr immer schneller werdend links und rechts am VW vorbeifloss, ließ sich der VW wegen blockierter Bremsen keinen Meter mehr bewegen. Erst nachdem ein Abschleppdienst, der sich durch den Stau zu dem Havaristen vorarbeiten musste, dem Pkw Starthilfe gegeben hatte, wurde das Hindernis beseitigt. Bis dahin blockierte er für etwa 30 Minuten den mittleren Fahrstreifen und sorgte weiterhin für eine angespannte Verkehrslage. Es dauerte schließlich bis gegen 10.30 Uhr,  bis sich im Großraum Aschaffenburg der Verkehr auf der A 3 wieder einigermaßen normalisiert hatte.

Verkehrspolizei Aschaffenburg-Hösbach


9.30 Uhr, bei Marktheidenfeld: Bei einem Auffahrunfall zweier Lastwagen auf der A3 bei Marktheidenfeld ist am Montagvormittag ein 29-jähriger Kraftfahrer schwer verletzt worden. Am sogenannten Marktheidenfelder Berg war er aus bislang unklaren Gründen gegen das Heck eines vorausfahrenden Sattelzuges geprallt. Die Bergungs- und Aufräumarbeiten werden sich noch bis in den frühen Nachmittag hinziehen.

Gegen 09.30 Uhr fuhren die beiden Lastwagen zwischen den Anschlussstellen Marktheidenfeld und Rohrbrunn in Fahrtrichtung Frankfurt die Steigung am Kohlsberg hinauf. Aus bislang unklarer Ursache prallte dann der 29-jährige Slowene mit seinem Lastwagen mit Anhänger gegen das Heck eines vorausfahrenden rumänischen Sattelzuges. Das Führerhaus des Slowenen wurde erheblich eingedrückt. Der Schwerverletzte konnte sich dennoch selbst befreien und wurde nach Erstversorgung vor Ort in ein Krankenhaus eingeliefert. Der Fahrer des Sattelzuges blieb unverletzt.

Im Zuge der Unfallaufnahme und der Aufräumarbeiten war die A3 in Fahrtrichtung Frankfurt kurzzeitig komplett gesperrt. Die Bergung des slowenischen Lasters, der cirka neun Tonnen Autoteile geladen hat und des rumänischen Lkw mit gut fünf Tonnen Kartonagen, wird sich noch bis in die frühen Nachmittagsstunden hinziehen. Der linke Fahrstreifen ist zwischenzeitlich wieder frei befahrbar. Neben dem Abschleppen der Unfallfahrzeuge, ist derzeit insbesondere die Feuerwehr mit dem Abbinden ausgelaufener Betriebsstoffe beschäftigt. Der insgesamt entstandene Sachschaden beläuft sich auf mehrere Zehntausend Euro. Der Verkehr staute sich etliche Kilometer.

Polizei Unterfranken

A3, Richtung Würzburg

14 Uhr, A3-Kaupenbrücke:  Auf der A3-Kaupenbrücke in Richtung Würzburg ist einem Laster der Motor geplatzt. Anschließend floss auf mehreren hundert Metern Öl aus dem 40-Tonner auf die Fahrbahn. Wegen der Reinigung sperrte die Polizei die Autobahn für einige Zeit komplett.


Bilderserie: Ralf Hettler

Gegen 14 Uhr bemerkte die Laster-Fahrerin dichten Qualm aus dem Motorraum. Ihr Versuch, das Fahrzeug auf einen Parkplatz zu steuern, misslang. Nicht mehr fahrbereit blieb der mit Lebensmitteln beladene Brummi auf der rechten Spur der Fahrbahn stehen.

Während der Fahrt vom Motorplatzer bis zum Zwangsstopp floss auf mehreren hundert Metern Länge Öl aus dem Motor auf die Straße. Während eine Spezialfirma die Fahrbahn reinigte, sperrte die Polizei die Autobahn in Richtung Würzburg für einige Zeit. Anschließend leitete sie die Autos auf zwei Spuren an der Öl-Stelle vorbei.

Die Reinigungsarbeiten zogen sich bis in den späten Nachmittag, Die Autos stauten sich auf mehreren Kilometern länge. Waldaschaffer Feuerwehrleute sicherte die Unfallstelle ab.

rah

Kommentare

laden


Die Diskussion wurde geschlossen..

Artikel einbinden
Sie möchten diesen Artikel in Ihre eigene Webseite integrieren?
Mit diesem Modul haben Sie die Möglichkeit dazu – ganz einfach und kostenlos!