Dienstag, 19.01.2021
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"Love Scamming": Falscher Liebhaber betrügt Aschaffenburgerin

Polizei warnt

Aschaff
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Collage Romance Scamming
Foto: Illustration: Freepik/ME-Collage: Julia Oberle
In Aschaffenburg ist erneut eine Dame auf das sogenannte „Love Scamming“ hereingefallen und hat einem Betrüger, der ihr Liebe und eine Beziehung vorgetäuscht hat, immer wieder Geldbeträge überwiesen.

Wenn der Liebste aus dem Internet sich plötzlich als Betrüger herausstellt, ist das für die Geschädigten doppelt schlimm.  Die unterfränkische Polizei warnt vor der fiesen Masche der Betrüger, gerade jetzt in der Corona-Zeit.  

Seit Anfang November hatte eine Frau aus dem Raum Aschaffenburg Kontakt mit einem angeblichen deutschen Soldaten, der sich in Syrien aufhalten sollte. Der Mann hatte sie über einen Messenger angeschrieben und ihr Vertrauen gewonnen. Das nutzte der Betrüger schließlich schamlos aus und bat die Dame immer wieder um Geldbeträge, beispielsweise zur Auslösung eines für sie bestimmten Paketes oder zur Abwendung einer Verhaftung. Erst als die geforderten Geldbeträge immer höher wurden, schöpfte sie Verdacht und ging am Mittwoch zur Aschaffenburger Polizei. Insgesamt überwies die Frau dem Mann rund 10.000 Euro. 

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen gegen den Betrüger übernommen und warnt eindringlich vor falscher Liebe im Internet. Gerade in der aktuellen Zeit, in der die Menschen viel Zeit zu Hause und auch online verbringen, haben die Täter leichtes Spiel. Sie überschütten die Geschädigten mit Aufmerksamkeit und Zuneigung und fordern dann zur Abwendung von Verhaftungen, für Flugtickets oder gar angebliche medizinische Behandlungen wie Operationen Geldbeträge, die sie natürlich nicht wie versprochen zurückzahlen werden.

Wenn Sie sich unsicher sind, ob ihre Bekanntschaft aus dem Internet es auf die Liebe oder nur auf ihre Ersparnisse abgesehen hat ist eines ganz besonders wichtig: Sprechen Sie bevor Sie einer Internetbekanntschaft Geldbeträge überweisen unbedingt mit einer Person ihres Vertrauens und nehmen Sie jederzeit Kontakt mit Ihrer Polizei auf. Weitere Informationen zu diesem und anderen Themen bieten die Seiten der Polizeilichen Kriminalprävention unter www.polizei-beratung.de

Meldung der Polizei Unterfranken

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