Freitag, 04.12.2020
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Kontrollen auf A3 und A7 - Polizei findet Drogen und Waffen - sechs Festnahmen

Polizei Unterfranken
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Durchaus erfolgreich ist eine dreitägige unterfrankenweite Fahndungskontrollaktion am Mittwoch zu Ende gegangen. Seit Montagmittag hatten rund 400 Fahrzeuge und etwa 750 Personen die Kontrollstellen an den Autobahnen A3 und A7 passiert und wurden von den Beamten überprüft.

Neben der Sicherstellung von Rauschgift und Waffen, wurden auch einige Autofahrer unter Drogeneinfluss und ohne Fahrerlaubnis gestoppt. Insbesondere die A 3 stellt eine der wichtigsten innerdeutschen Hauptverkehrsadern zwischen Nord und Süd dar. Zudem ist sie eine der im europäischen Streckennetz meist genutzten Transitrouten und die unterfränkische Polizei wird rund um die Uhr mit einem breitem Spektrum an Aufgaben konfrontiert. Dies beginnt mit der Bewältigung des Verkehrsunfallgeschehens, das gerade auf der Autobahn eine besondere Herausforderung darstellt und mit zahlreichen Gefahren für Autofahrer und Polizeibeamte verbunden ist. Die Beamten gewährleisten darüber hinaus mit ihren tagtäglichen Kontrollen der verschiedensten Kraftfahrzeuge die Sicherheit bezüglich der Verkehrstüchtigkeit der Fahrzeuge und der Fahrtüchtigkeit ihrer Führer. Daneben zeigen die jährlichen Statistiken wie wichtig die sogenannte "Schleierfahndung" nach dem Wegfall der Grenzkontrollen für die Bekämpfung der grenzüberschreitenden Kriminalität geworden ist. Gerade diese Tatsache hat das Polizeipräsidium Unterfranken zum Anlass genommen in einer dreitägigen Kontrollaktion auf der A3 und A7 ein besonderes Augenmerk auf die internationale Kfz-Verschiebung sowie gefälschte Dokumente und Ausweise zu legen.

Nahezu alle Multiplikatoren und Fachleute der unterfränkischen Polizei und auch Kollegen anderer Polizeipräsidien sowie des Bayerischen Landeskriminalamtes waren eingebunden, denn auch der Erfahrungsaustausch und die Weitervermittlung von Fachwissen an andere Kollegen standen mit im Vordergrund. Bereits zum Auftakt am Montag waren unter Federführung der Verkehrspolizeiinspektion Würzburg-Biebelried auf der Rastanlage Haidt-Süd an der A3 insgesamt 171 Fahrzeuge angehalten und 293 Personen kontrolliert worden. Dabei fielen den Ermittlern neben geringen Mengen an Rauschgift auch zwei nach dem Waffengesetz verbotene Gegenstände - ein Schlagring und ein Butterflymesser - in die Hände. Sechs Personen wurden vorläufig festgenommen, zwei Autofahrer standen unter Drogeneinfluss und drei Mal mussten die Kontrolleure wegen Verstößen gegen die Sozialvorschriften (Lenkzeitüberschreitungen) gegen Lastwagenfahrer entsprechende Verfahren einleiten.

Weitere zwei Pkw-Lenker müssen sich wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis verantworten. Am Dienstagnachmittag setzten die Spezialisten ihre Überprüfungen an der A 7, Rastanlage Riedener Wald, fort. In den 152 kontrollierten Fahrzeuge saßen 305 Insassen, die von den Beamten zum Teil genauer ins Visier genommen werden mussten. In einem Fall hatte ein Autofahrer eine geringe Menge Cannabis an Bord und stand zudem unter dem Einfluss der Droge. Dies hatte eine Blutprobe zur Folge. Drei Fahrzeuglenker saßen ohne die erforderliche Fahrerlaubnis am Steuer ihrer Wagen. Gegen den Fahrer eines Kleintransporters aus Polen wurde ein Verfahren wegen nicht genehmigtem Linienverkehr eingeleitet. Der Mann hatte Fahrgäste an Bord, die er nach Deutschland brachte. Die hierfür erforderliche behördliche Erlaubnis konnte er nicht vorweisen.

Der letzte Tag der dreitägigen Kontrollaktion führte die Beamten an den Bayerischen Untermain. Auf dem Parkplatz Strietwald-Süd, der im Stadtgebiet von Aschaffenburg direkt an der A 3 liegt, stoppten die Fahnder zwischen 13.00 Uhr und 18.00 Uhr rund 80 Fahrzeuge. Etwa 130 Personen wurden polizeilich überprüft. Davon standen zwei Autofahrer unter dem Einfluss von Drogen, zwei weitere hatten eine geringe Menge Cannabis im Gepäck und ein Autofahrer lenkte seinen Pkw ohne die erforderliche Fahrerlaubnis. Wegen eines mitgeführten verbotenen Teleskopschlagstocks und eines als Gürtelschnalle getarnten Messers müssen sich zwei Kontrollierte jetzt verantworten.

Fazit

Die Ergebnisse der drei Kontrolltage machen deutlich, wie wichtig solche Großkontrollen sind. Die unterfränkische Polizei sieht sich deshalb in ihrer Auffassung bestätigt, auch in Zukunft durch derartige Aktionen nicht nur im täglichen Dienst, sondern auch mit Großkontrollen für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger Sorge zu tragen. Nicht zu unterschätzen ist auch der Multiplikatoreneffekt bei solchen Aktionen. Verschiedene Fachleute tauschen sich aus, qualifizieren und bilden sich in ihren jeweiligen Bereichen fort.

Besonders positiv ist auch die Erkenntnis, dass die meisten der kontrollierten Verkehrsteilnehmer für die polizeilichen Maßnahmen das entsprechende Verständnis aufgebracht haben.

Ungeprüfte Originalmeldung der Polizei Unterfranken

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