Sonntag, 18.04.2021
75 Jahre Main-echo Main-Echo Startseite

Klinikum Aschaffenburg-Alzenau warnt vor betrügerischen Anrufen

Anrufer gibt sich als „Professor Weber“ aus

Aschaffenburg
Kommentieren
< 1 Min.

Sie müssen sich anmelden um diese Funktionalität nutzen zu können.

Wenn ein Arzt anruft, der Geld für Medikamente oder gar Corona-Impfstoffe fordert, dann sollten Angerufene aufhorchen: Es handelt sich wohl um die Falsche-Ärzte-Masche, vor der am Dienstag auch das Klinikum Aschaffenburg-Alzenau gewarnt hat.

Laut der Pressemitteilung gingen an diesem Tag mehrere Anrufe von besorgten Bürgern bei dem Krankenhaus ein. Diese waren zuvor von einem Betrüger angerufen worden, der sich als »Professor Weber« vorstellte und angab, dass ein Angehöriger einen Unfall gehabt hätte und eingeliefert worden wäre. »Das Klinikum weist darauf hin, dass es sich hierbei nicht um Anrufe von Mitarbeitern des Klinikums handelt«, schreibt Sprecherin Annika Hollmann.

Auf Nachfrage bei der Polizei Unterfranken wurde der Redaktion bestätigt, dass es am Dienstag »einige« Anrufe im Raum Untermain gegeben habe, bei denen die Falsche-Ärzte-Masche angewendet wurde. Die Behörde warnt eindringlich vor solchen Anrufen: »Die Masche ist besonders dreist, da sich die Täter die aktuelle Corona-Situation zunutze machen und sie ihre Opfer in Sorge um ihre Familienangehörigen versetzen«, heißt es in einer Mitteilung zum Thema.

Die Polizei rät in diesem Zusammenhang, aufzulegen, falls ein Anruf verdächtig ist, denn die im Display angezeigte Telefonnummer kann durch entsprechende Technik gefälscht sein. Polizeisprecher Björn Schmitt erläutert zudem: »Ärzte werden Sie nie am Telefon dazu auffordern, für Behandlungskosten Ihrer Angehörigen aufzukommen.« Daher sollte auch nie Geld an Fremde übergeben werden. Da sich die Betrüger insbesondere an ältere Menschen wenden, lautet die Bitte der Polizei, mit Freunden, Nachbarn und Verwandten über die Falsche-Ärzte-Masche zu sprechen.

Foto: ME-Grafik

Mehr zu Telefonbetrugsmaschen lesen Sie in unserem Dossier: Aber sicher!

Kommentare

laden


Die Diskussion wurde geschlossen..

Artikel einbinden
Sie möchten diesen Artikel in Ihre eigene Webseite integrieren?
Mit diesem Modul haben Sie die Möglichkeit dazu – ganz einfach und kostenlos!