Samstag, 05.12.2020
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Im Alkohol- und Drogenrausch Unfall verursacht und geflüchtet

A3 bei Waldaschaff
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Der Baustellenbereich auf der A3 zwischen der Kauppenbrücke und Hösbach war am Sonntagabend der Schauplatz eines Alkohol- und Drogenunfalls. Gegen 19.50 Uhr fuhr ein 27-jähriger aus dem Kreis Ansbach mit seinem Volvo in Richtung Frankfurt. Im Baustellenbereich drängelte er sich bei dichtem Verkehr durch die Fahrzeugschlangen durch und fuhr mit hoher Wucht auf einen vorausfahrenden Opel aus dem Kreis Siegburg auf.

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Unfall in der A3-Baustelle
Foto: Ralf Hettler |  12 Bilder

Bilderserie: Ralf Hettler

Dabei wurde der Opel herumgeschleudert und krachte gegen die Mittelabtrennung der Baustellenverkehrsführung. Von dort wurde er wieder abgewiesen und stieß rückwärts gegen die rechte Außenleitplanke. Schräg zur Fahrtrichtung kam der Opel anschließend im Baustellenbereich mit Totalschaden zum Stehen.

Der Unfallverursacher fuhr trotz eines hohen Schadens an seinem Fahrzeug zunächst ohne anzuhalten weiter. Er kam allerdings nur noch bis zur nahen Ausfahrt Bessenbach-Waldaschaff. Dort stellte er sein Fahrzeug ab und flüchtete zu Fuß. Während des Unfallgeschehens kam es noch zu einem weiteren Schaden an einem Citroen aus Aschaffenburg. Dessen Fahrer überfuhr auf der Fahrbahn liegende Teile des unfallverursachenden Volvos. Die Gesamtschadenshöhe beträgt etwa 14.000 Euro.

Das Fahrzeug des Unfallverursachers und der geschädigte Opel waren nicht mehr fahrbereit. Sie wurden abgeschleppt. Im Siegburger Opel wurde die Beifahrerin leicht verletzt. Eine notärztliche Versorgung vor Ort war nicht erforderlich. Der Opel aus Siegburg blockierte nach dem Unfall die Richtungsfahrbahn Frankfurt. Durch die verschobene Betongleitwand in der Mitte der Fahrbahnen war auch der Verkehrsfluss auf der Richtungsfahrbahn Würzburg beeinträchtigt.

Während des Einsatzes der Feuerwehr - sie war von einem Autofahrer alarmiert worden - und dem Richten der verschobenen Betonwand musste die Autobahn in beiden Richtungen voll gesperrt werden. Die Sperre der Richtungsfahrbahn Würzburg dauerte etwa eine Stunde, die der Gegenrichtung etwa 90 Minuten. Es bildete sich auf beiden Seiten ein Rückstau von etwa 10 Kilometern Länge (mit Blockabfertigung an der Einhausung in Richtung Würzburg).

Der zu Fuß flüchtige Unfallverursacher konnte im Ortsbereich von Bessenbach-Keilberg festgenommen werden. Er stand deutlich merkbar unter Alkoholeinfluss. Ein Atemalkoholtest erbrachte einen Wert von knapp über zwei Promille. Hinzu kam noch, dass er körperliche Anzeichen für eine Drogenbeeinflussung zeigte. Er musste sich einer Blutprobe unterziehen. Sein Führerschein konnte vorerst noch nicht sichergestellt werden. Auf den Mann kommt ein Strafverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs durch Alkohol- und Drogeneinwirkung, wegen fahrlässiger Körperverletzung und Unfallflucht zu. VPI Hösbach

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