Samstag, 15.05.2021

Großeinsatz der Polizei - Schüsse und Schreie im Wald gemeldet

Mömlingen
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Schüsse und Schreie, die aus dem Wald kamen, haben in der Nacht zum Freitag einen Großeinsatz der Polizei am bayerischen Untermain ausgelöst. Nach einer ersten Mitteilung aus der Bevölkerung nahmen auch die Streifenbesatzungen weitere Schüsse wahr...

Vermeintlicher Überfall auf Zeltlager - Großeinsatz der Polizei wegen Schüssen und Schreien

MÖMLINGEN, LKR. MILTENBERG. Schüsse und Schreie, die aus dem Wald kamen, haben in der Nacht zum Freitag einen Großeinsatz der Polizei am bayerischen Untermain ausgelöst. Nach einer ersten Mitteilung aus der Bevölkerung nahmen auch die Streifenbesatzungen weitere Schüsse wahr, bevor das Rätsel dann gelöst wurde. Es handelte sich nämlich um einen inszenierten "Überfall" auf ein Zeltlager.

Es war wenige Minuten nach Mitternacht, als sich ein Bewohner von Mömlingen bei der Polizei gemeldet hatte. Der Mann berichtete von Schüssen, lauten Schreien und Hilferufen einer Frau. Kurz danach war auch noch eine äußerst bedrohlich klingende Männerstimme zu hören. All dies kam laut Mitteilung des Mannes aus einem Waldgebiet bei Mömlingen in Richtung Pflaumheim.

Sofort machten sich daraufhin Streifenbesatzungen der Obernburger Polizei auf den Weg. Auch die Beamten nahmen dann noch Schüsse vor Ort wahr, die allerdings zunächst nicht genau zu lokalisieren waren. Das ganze Szenario ließ den Schluss zu, dass sich in dem Waldgebiet möglicherweise etwas Schlimmes abgespielt hatte. In der Folge wurde sogar die hessische Polizei informiert.
Vermeintlicher Überfall löst Polizeieinsatz aus
Quelle: Karl-Heinz Schmitt (Polizei Unterfranken)


Es dauerte dann einige Zeit, bis die Einsatzkräfte vor Ort das Rätsel gelöst hatten und Entwarnung gegeben werden konnte. Wie sich herausstellte, hatte ein Sportverein aus der Region in dem Erlebnis - Königswald ein Zeltlager für Kinder durchgeführt. Dazu gehörte es offenbar auch, dass ein "Überfall" nicht fehlen durfte. Um Mitternacht waren dann neun Mann des "Überfallkommandos" angerückt, die auch noch Feuerwerkskörper gezündet hatten, was sich aus der Entfernung wie echte Schüsse anhörte.

Dies alles führte dann letztendlich zu dem Großaufgebot an Streifenbesatzungen der Polizei. Verwundert nahmen die Beamten zur Kenntnis, dass solche "Überfälle" in diesem Bereich nicht zum ersten Mal stattfanden. Allerdings hatte die Obernburger Polizei davon bislang noch keine Kenntnis erlangt, so dass in der Nacht zum Freitag zunächst von einem ernsten Hintergrund ausgegangen werden musste.

Ziel der Obernburger Polizei ist es jetzt, in den kommenden Tagen in verschiedenen Gesprächen mit den Verantwortlichen festzulegen, dass solche Zeltlager vorher auch der Polizei bekannt gegeben werden, damit sich solche Großeinsätze wie in der Nacht zum Freitag nicht wiederholen.

Text und Audiobeitrag: Karl-Heinz Schmitt, Polizei Unterfranken
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