Samstag, 15.05.2021

Geisterfahrer: Mit 180 km/h über die Autobahn

A71, Kreis Bad Kissingen
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Mit 180 Stundenkilometern ist ein Geisterfahrer auf der Autobahn 71 nahe Bad Kissingen in Unterfranken unterwegs gewesen. Der 30-Jährige aus Jena wurde schließlich nach einer Großfahndung im südthüringischen Suhl gefasst.

Nur die Geistesgegenwart anderer Verkehrsteilnehmer hatte Unfälle auf der 20 Kilometer langen Strecke verhindert. Wie die Polizei Würzburg am Freitag mitteilte, hatte der Autofahrer Drogen genommen.

Der rasende Kleinwagen war am Donnerstagmittag von anderen Autofahrern in der Nähe von Münnerstadt (Landkreis Bad Kissingen) bemerkt worden. Die meiste Zeit fuhr der Geisterfahrer mit bis zu 180 km/h auf dem Überholstreifen. Als plötzlich ein Lkw und ein Pkw während eines Überholvorgangs entgegen kamen, wich der Opelfahrer kurzerhand auf den Standstreifen aus. Kurze Zeit später kam es erneut zu einer gefährlichen Begegnung, als sich dem Geisterfahrer zwei Pkw nebeneinander näherten. Erneut war es der Standstreifen, auf den der 30-Jährige mit weiterhin hoher Geschwindigkeit auswich.

Einem 24-Jährigen, der auf der A71 mit Tempo 160 unterwegs war, jagte der Geisterfahrer einen besonders großen Schrecken ein: Als er mit seinem VW bei Rödelmaier in Richtung Thüringen aufgefahren und nach wenigen Minuten mit etwa 160 km/h auf dem Überholstreifen unterwegs war, traute er seinen Augen nicht. Er wurde nämlich von einem Opel Corsa überholt, der als Geisterfahrer jenseits der Betontrennwand auf der Richtungsfahrbahn Schweinfurt unterwegs war.

Bis zur Ausfahrt Mellrichstadt kam es danach immer wieder zu äußerst gefährlichen Situationen mit entgegenkommenden Lastern und Autos. Erst in einer Baustelle ging der aus Jena stammende 30-Jährige vom Gas und verließ die Autobahn. An einer Tankstelle in Suhl war der Albtraum zu Ende. Der 30-Jährige wurde von einer Streifenbesatzung vorläufig festgenommen. Gegen ihn läuft jetzt ein Ermittlungsverfahren. dpa/Polizei Unterfranken

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