Freitag, 04.12.2020
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Fast 30 Verletzte wegen Reizgas - massiver Polizeieinsatz nach Widerstand - Faschingsveranstaltung beendet

Würzburg-Lengfeld.
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Ein Großaufgebot der Würzburger Polizei war in der Nacht zum Sonntag im Würzburger Stadtteil Lengfeld erforderlich, um am Rande einer Faschingsveranstaltung etwa 100 zumeist betrunkene Jugendliche unter Kontrolle zu bringen. Nicht wenige von ihnen waren äußerst gewalttätig gegen die Einsatzkräfte vorgegangen.
Zuvor hatte ein Unbekannter Reizgas versprüht, wodurch ca. 30 Personen leichtere Augenverletzungen davontrugen. Acht von ihnen wurden in Krankenhäusern behandelt. Durch einen Fußtritt wurde eine Polizeibeamtin an der Hand verletzt. Bei ihren Ermittlungen hofft die Polizeiinspektion Würzburg-Ost jetzt auch auf Zeugenhinweise.

Gegen 1.40 Uhr war die Polizei verständigt worden, nachdem jemand auf der "Copacabana-Veranstaltung" mit einem Pfefferspray herumgesprüht hatte. Dies hatte zur Folge, dass von den noch etwa 1.000 anwesenden Besuchern viele aus der Kürnachtalhalle flüchteten. Das Reizgas hatte dazu geführt, dass annähernd 30 Besucher Augenverletzungen erlitten hatten. Drei Männer und fünf Frauen im Alter von 17 - 25 Jahren wurden vom Rettungsdienst zur weiteren Behandlung in Würzburger Kliniken gebracht. Die übrigen Verletzten wurden vor Ort medizinisch betreut.

Da sich unter den fast 150 Personen vor der Halle ständig Schlägereien anbahnten, forderten die ersten Streifenbesatzungen der Polizei sofort Verstärkung an. Gleichzeitig traf dann auch ein Löschzug der Würzburger Feuerwehr ein, nachdem ein Unbekannter einen Feueralarm ausgelöst hatte. Als es dann trotz der Polizeipräsenz zu einer größeren Schlägerei kam, gingen die Beamten dazwischen, um die Akteure zu trennen. Einen 19-Jährigen, der zuvor auf eine am Boden liegende Personen eingetreten hatte, überwältigten die Einsatzkräfte. Daraufhin versuchten zahlreiche offensichtlich betrunkene Jugendliche, auf die Polizei loszugehen. Nur durch Einsatz des Schlagstocks und mit Unterstützung des Sicherheitsdienstes konnten diese Attacken abgewehrt werden.

Eine Polizistin hatte allerdings von dem Mann, der zuvor von dem 19-Jährigen getreten worden war, einen Fußtritt abbekommen. Die Beamtin erlitt dabei eine Verletzung an der Hand, die noch in der Nacht im Krankenhaus behandelt wurde. Die 27-Jährige musste ihren Nachtdienst danach abbrechen. Dem Täter war es gelungen, in der Menge unterzutauchen. Nach den massiven Widerstandshandlungen forderte der Einsatzleiter der Polizei weitere Unterstützungskräfte an, so dass letztendlich etwa 30 Polizeibeamte im Einsatz waren, um die Situation außerhalb der Kürnachtalhalle wieder unter Kontrolle zu bringen. In Absprache mit dem Veranstalter, der sich im Übrigen sehr kooperativ zeigte, wurde die Faschingsveranstaltung beendet und die Halle geräumt. Die weiteren Ermittlungen führt die Polizeiinspektion Würzburg-Ost.

Bei der Identifizierung von Personen, die sich äußerst gewaltbereit an den Widerstandshandlungen gegen die Polizei beteiligten, und des Unbekannten, der eine Beamtin durch einen Fußtritt verletzte, hofft der Sachbearbeiter jetzt auch darauf, dass sich Zeugen melden. Diejenigen, die irgendwelche Beobachtungen gemacht haben, die die Ermittler bei ihrer Arbeit weiterbringen könnten, werden gebeten, sich unter Tel. 0931/457-2230 zu melden.

Ungeprüfte Polizeimeldung 

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