Dienstag, 01.12.2020
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Entlaufene Hunde greifen Männer an - Polizei erschießt Tier

Aschaffenburg
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Zwei entlaufene Hunde haben am Samstag zwei Männer in Aschaffenburg-Strietwald angegriffen und verletzt.
Der Polizei gelang es laut eigenen Angaben, einen der türkischen Hirtenhunde der Rasse Kangal einzufangen, der zweite Hund wurde bei dem Einsatz erschossen. Zuvor hatten die beiden einen Spaziergänger angesprungen, bis er zu Boden stürzte, und seinen Golden Retriever mehrfach gebissen. Auch einen Anwohner hatten sie in Aschaffenburg angefallen.

Mehrere Polizeistreifen samt Diensthundeführer rückten an, mit Pfefferspray hielten sie sich das aggressive Paar vom Leib. Den Besitzer ermittelte die Polizei, aber wie die Tiere entweichen konnten, war zunächst nicht bekannt. Der eingefangene Hund kam in ein Tierheim. Erst vor wenigen Tagen hatte ein Kangal eine 72 Jahre alte Frau in Baden-Württemberg angegriffen und getötet. dpa

Die Originalmeldung der Polizei Unterfranken:

Zwei entlaufene Hunde haben am Samstagvormittag im Stadtteil Strietwald mehrere Fußgänger angegriffen. 
Nachdem die beiden einen Hundehalter und seinen Golden Retriever angriffen und verletzt hatten, verständigte dieser die Polizei. Die Ordnungshüter taten in der Folge alles, um die beiden aggressiven Kangale einzufangen. Letztlich gelang dies aber nur bei einem.
 
Gegen 08.45 Uhr meldete sich ein Spaziergänger über Notruf mitten aus dem dortigen Wohngebiet. Er war mit seinem angeleinten Golden Retriever in der Strietwaldstraße unterwegs, als er und sein Vierbeiner von zwei freilaufenden und sich aggressiv verhaltenden Kangalen (Türkische Hirtenhunde) angegriffen wurden. Der Spaziergänger wurde angesprungen, stürzte und zog sich Schürfwunden zu. Sein Retriever wurde mehrfach gebissen und kam in tierärztliche Behandlung.
 
Weiterhin wurde ein 36-jähriger Anwohner der Dorfstraße von dem Kangal-Rüden gebissen, als er die beiden Hunde in seinem Hof erblickte. Dabei erlitt er eine Bisswunde und Hämatome am rechten Oberschenkel. Der Geschädigte wurde im Klinikum Aschaffenburg behandelt.
 
Die Aschaffenburger Polizei rückte mit mehreren Streifenwagen an, außerdem kam ein speziell auch für derartige Einsätze ausgebildeter und sachverständiger Diensthundeführer vor Ort. Alle sich anschließenden Bemühungen die Tiere zu beruhigen und einzufangen schlugen zunächst fehl. Vielmehr griffen die beiden Vierbeiner auch die Beamten an, welche unter Einsatz von mehreren Pfeffersprays die Tiere auf Distanz halten mussten. Mit Bissschutz ausgestattet gelang es dem Diensthundeführer einen der beiden Hunde, die Hündin, im Bereich der Lohmühlstraße einzufangen und zu bändigen. Das Tier wird bis auf weiteres im Tierheim untergebracht.
 
Nachdem der Diensthundeführer von dem zweiten Tier, einen Rüden, ebenfalls mehrfach attackiert wurde und sämtliche Möglichkeiten das Tier einzufangen ausgeschöpft waren und nicht zum Erfolg geführt hatten, mussten die Ordnungshüter als letztes Mittel von der Schusswaffe Gebrauch machen. Dies war erforderlich und unausweichlich, um Anwohner, weitere Spaziergänger und auch die Einsatzkräfte selbst vor dem Tier zu schützen.
 
Die Beamten ermitteln nun u.a. wie es zum Entweichen der Tiere kommen konnte. Dabei wird in der kommenden Woche aus das zuständige Ordnungsamt eingeschaltet. Polizei Unterfranken/Aschaffenburg
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