Freitag, 14.08.2020
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Die irre Fahrt eines 23-Jährigen durch Aschaffenburg

Vater rammt Polizeibeamtem Faust in den Bauch

Aschaffenburg
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 Am Samstagnachmittag konnte die Irrfahrt eines 23-Jährigen durch Aschaffenburg von Polizeibeamten, die sich in Freizeit befanden, beendet werden.

Der Mann wurde festgenommen. Gegen Familienmitglieder des Aschaffenburgers wird unter anderem wegen versuchter Gefangenenbefreiung ermittelt.

Irre Fahrt mit dem SUV

Gegen 14.30 Uhr startete ein 23-Jähriger in Aschaffenburg einen Mitsubishi Outlander in der Straße "Am Obstkeller" und fuhr damit in die Savignystraße. Dort rammte der alkoholisierte Aschaffenburger eine Begrenzungsmauer und einen geparkten Wagen. Im verkehrsberuhigten Bereich "Am Tiegel" gab der SUV-Fahrer Gas. Eine 52-Jährige Fußgängerin konnte sich nach eigenen Angaben nur noch mit Mühe in Sicherheit bringen, um nicht überfahren zu werden. Ein Polizeibeamter, der sich in Freizeit befand, beobachtete das Geschehen "Am Obstkeller", stieg in seinen Wagen und nahm die Verfolgung auf. Die Fahrt des 23-Jährigen führte im Anschluss weiter über die Amirastraße zurück zum "Obstkeller". Dort gelang es dem Verfolger, den SUV auszubremsen und zu stoppen. 

Zwei weitere Polizeibeamte, die sich zufällig ebenfalls außer Dienst vor Ort befanden und von dem Lärm auf die Situation aufmerksam wurden, eilten ihrem Kollegen zu Hilfe .  Die drei Beamten gaben sich als Polizisten zu erkennen und nahmen den jungen Mann vorläufig fest. Da sie frei hatten, hatten sie allerdings weder einen Streifenwagen noch Handschellen dabei. Einer der Beamten hielt den jungen Mann daher fest.

 
Vater schlägt  Polizeibeamtem die Faust in den Bauch

Familienangehörige des 23-Jährigen versuchten diesen zu befreien und in die elterliche Wohnung zu bringen. Der Vater des Beschuldigten schlug einem der Polizisten dabei mit der Faust in den Bauch. Dadurch lockerte der Beamte 
seinen Griff und der 23-Jährige versuchte zu fliehen.  Die beiden 
anderen Polizisten brachten den Mann zu Boden und fixierten ihn. Dabei zogen sich die Beamten leichte Verletzungen zu. Denn der Mann wehrte sich massiv. Er schlug einem Beamten mit der Faust ins Gesicht  und trat einer Polizistin in den Bauch. Erst mit der Hilfe hinzugerufener Streifen gelang es schließlich, den 23-Jährigen zu 
fesseln und alle Beteiligten zu beruhigen.
 

Keine Fahrerlaubnis, drei Promille und vermutlich auch Drogen

Der 23-Jährige, der nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis ist,  hatte zum Tatzeitpunkt  drei Promille im Blut. Außerdem stand er mutmaßlich unter dem Einfluss weiterer berauschender Mittel. Er muss sich nun in einem Ermittlungsverfahren unter anderem wegen des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung, Straßenverkehrsgefährdung, unerlaubtem Entfernen vom Unfallort und Fahren ohne Fahrerlaubnis verantworten. Gegen weitere Familienmitglieder des jungen Mannes wird wegen des tätlichen Angriffs auf Polizeibeamte, Körperverletzung und versuchter Gefangenenbefreiung ermittelt. 

Zeugen gesucht

Die Polizeiinspektion Aschaffenburg bittet nun Personen, die Zeugen des Vorfalls wurden, durch den Beschuldigten gefährdet oder geschädigt wurden oder sonst sachdienliche Hinweise zu den Ermittlungen geben können, sich unter 06021/857-2200 zu melden.

 

 

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