Donnerstag, 06.05.2021

Corona-Betrüger bringen Rentner um Erspartes in Offenbach

Polizei Südosthessen

Offenbach
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Die Polizei warnt vor einer neuen Betrugsmasche, bei der die Täter über Telefonanrufe angeben, Geld für die Corona-Behandlung eines Angehörigen zu brauchen. Das ist am Freitag in Offenbach so passiert.

Die Angst vor dem Coronavirus nutzen Betrüger derzeit immer wieder gezielt, um andere um ihr Erspartes zu bringen. Dabei haben es die Betrüger vor allem auf ältere Menschen abgesehen. Die Maschen der Betrüger sind zwar nichts Neues, aber dennoch sehr vielfältig - die Geschädigten werden dabei von Unbekannten angerufen, welche sich als Ärzte, Mitarbeiter von Impfzentren oder auch als Verwandte ausgeben. Eine momentan häufig vorkommende Masche der Betrüger sind sogenannte "Corona-Schockanrufe". Den Opfern wird dabei am Telefon mitgeteilt, dass sich ein naher Angehöriger an Corona angesteckt habe und zu dessen Behandlung nun dringend Geld benötigt werde. Die Betrüger fordern in dem Zusammenhang häufig fünfstellige Beträge.

So ergangen ist es am Freitag einem 77 Jahre alten Mann aus Offenbach, der in der Zeit von 11 bis 12 Uhr von seinem angeblichen Sohn angerufen wurde. Der "Sohn" äußerte, dass er mit Corona im Krankenhaus liege und er nur mit einer teuren Spritze aus Amerika gerettet werden könne. Der konsternierte Senior übergab daraufhin in der Bettinastraße/Ecke Lilistraße mehrere tausend Euro in einer schwarzen Tasche an eine unbekannte Frau, die sich als Mitarbeiterin der Klinik ausgab. Die etwa 30 Jahre alte und zirka 1, 60 Meter große Abholerin flüchtete anschließend zu Fuß
in Richtung Goethestraße. Sie wird weiter beschrieben mit dunklen gelockten Haaren und einem dunklen Mantel, eine dunkle Strickmütze sowie einen medizinischen Mundschutz. Die Kripo Offenbach hat hierzu bereits die Ermittlungen aufgenommen und bittet um Zeugenhinweise unter der Rufnummer 069 8098-1234.

Fälle von Trickbetrug am Telefon kommen immer wieder vor. Die Täter sind geschult und gehen äußerst geschickt vor. Immer wieder entstehen dabei massive, zum Teil existenzbedrohende Schäden.

Die Polizei rät vor diesem Hintergrund:

   -    Machen Sie sich bereits im Vorfeld mit dem Gedanken vertraut, einen betrügerischen Telefonanruf zu erhalten. Sprechen Sie mit Verwandten, Freunden oder Nachbarn über die Möglichkeit solcher Anrufe und wie man darauf reagieren sollte

   -    Ein gesundes Misstrauen ist keine Unhöflichkeit! Seien Sie durchaus skeptisch, wenn sich Personen als Verwandte ausgeben. Fragen Sie Dinge, die nur der richtige Verwandte wissen kann und raten Sie nicht, wer anruft, sondern fordern Sie Anrufer auf, ihren Namen selbst zu nennen

   -    Wenn ein Anrufer Geld oder andere Wertsachen von Ihnen fordert: Besprechen Sie dies mit Familienangehörigen oder Ihnen nahestehende Personen

   -    Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen

   -    Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Nehmen Sie sich Zeit, um die Angaben des Anrufers zu überprüfen

   -    Auch bei kleinsten Verdachtsmomenten: Wählen Sie den Polizei-Notruf 110 oder wenden sie sich an Ihre örtliche Polizeidienststelle

   -    Hinweise und Tipps zu solchen Betrugstaten finden sich auch auf der Homepage des Programms Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK)

Vermisste 17-Jährige ist zurück

Hanau. Die 17-Jährige aus Hanau, die seit Dienstag letzter Woche vermisst wurde, ist wohlbehalten wieder da. Die junge Frau ist am Samstagabend bei der Polizeistation Großauheim erschienen. Sie wurde in die Obhut ihrer Mutter übergeben.

22-Jähriger mit überhöhter Geschwindigkeit gefahren

Seligenstadt. Einer Verkehrskontrolle hat sich am Freitagmittag ein 22-jähriger Audi-Fahrer entziehen wollen. Er soll die Anhaltezeichen einer Polizeistreife nicht beachtet haben und dann mit seinem Audi RS 3 durch die Innenstadt "gerast" sein. Im Bereich Breslauer Straße/Berliner Straße sei er unter anderem
entgegengesetzt der Einbahnstraße gefahren. An der Ecke Steinheimer Straße/Jahnstraße soll er auch verbotswidrig überholt haben. Später habe er den Pkw in der Querstraße abgestellt und war zu Fuß geflüchtet. Dort nahm ihn die Polizei nach Anwohnerhinweisen schließlich vorläufig fest. Wie sich herausstellte, war der Seligenstädter nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis. Diese war ihm gerichtlich bis August 2021 entzogen worden. Ebenso lag ein Vollstreckungshaftbefehl, der zurzeit ausgesetzt ist, vor. Weiterhin wurden bei ihm 1,8 Gramm Marihuana aufgefunden. Den Seligenstädter erwarten nun unter anderem Strafverfahren wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis, wegen des Verdachts des illegalen Drogenbesitzes und wegen des Verdachts des Fahrens unter Drogeneinfluss, weshalb auch eine Blutentnahme durchgeführt wurde. Die Polizei bittet nun Zeugen, denen der weiße Audi mit Aachener Kennzeichen am Freitag aufgefallen ist, sich auf der Wache (06182 8930-0) zu melden. Ebenso mögen sich
Zeugen melden, die beobachtet haben, wie der 22-Jährige, der eine auffallende neonfarbene Oberbekleidung trug, aus dem Audi stieg und dann zu Fuß flüchtete.

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