Dienstag, 27.10.2020
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Chemikalien laufen aus Lkw - Vollsperrung auf der A3

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Chemikalien auf der A3 - Vollsperrung
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Foto: Ralf Hettler
Chemikalien auf der A3 - Vollsperrung
Foto: Ralf Hettler
Ein Sattelzug, der mit 18.000 Litern flüssigem Latex in Containern beladen war, sorgte am Dienstagabend auf der A 3 bei Rohrbrunn für ein Verkehrschaos.
Container undicht - flüssiges Latex ausgelaufen - A 3 3 ½ Stunden gesperrt

Weibersbrunn-Rohrbrunn, Kreis Aschaffenburg. Ein  Sattelzug, der mit 18.000 Litern flüssigem Latex in Containern beladen war, sorgte am Dienstagabend auf der A 3 bei Rohrbrunn für ein Verkehrschaos. Gegen 16.40 Uhr bemerkte der 30-jährige Fahrer des Zuges während der Fahrt in Richtung Würzburg, dass von der Ladefläche eine Flüssigkeit heruntertropfte. Er hielt den Zug deshalb kurz nach der Rastanlage Spessart auf dem Standstreifen an. Gleichzeitig alarmierten andere Verkehrsteilnehmer Feuerwehr und Polizei.

Nach dem Eintreffen der Hilfskräfte konnte festgestellt werden, dass einer der 18 geladenen sogenannten „IBC-Container“ wegen mangelhafter Ladungssicherung auf der Ladefläche verrutscht und dabei leckgeschlagen war. Dadurch waren etwa 800 Liter des flüssigen Latex ausgelaufen. Bei der Flüssigkeit handelt es sich nicht um Gefahrgut im Sinne der Gefahrgutvorschriften. Nach hiesigem Kenntnisstand kommt es u. a. bei der Produktion von „Yoghurtbechern“ zum Einsatz. Nach Einschätzung von Fachbehörden bestand durch die ausgelaufene Flüssigkeit keine Umweltgefahr.
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Leck in Container: Latex auf A3 bei Rohrbrunn
Foto: Ralf Hettler |  19 Bilder


Die Kräfte der alarmierten Feuerwehren sicherten die Einsatzstelle, banden die ausgelaufene Flüssigkeit ab und pumpten die Restflüssigkeit aus dem Container in einen anderen Behälter um. Während der Reinigungs- und Aufräumarbeiten, die insgesamt rund 3 ½ Stunden andauerten, war die Vollsperrung der Richtungsfahrbahn Würzburg erforderlich. Der Verkehr wurde an der Ausfahrt Rohrbrunn durch Kräfte der Autobahnmeisterei und Feuerwehr abgeleitet und auf die Umleitungsstrecke gelotst.

Da die originäre Umleitungsstrecke, die über die Staatsstraße 2312 direkt zur Anschlussstelle Marktheidenfeld führt, derzeit wegen Fahrbahnsanierungsarbeiten voll gesperrt ist, musste sich die Blechlawine über die Ersatzumleitung über die Staatsstraße 2316 nach Schollbrunn und Hasloch und von dort aus über Kreuzwertheim zur Anschlussstelle Marktheidenfeld quälen. Auf der A 3 entstand bis zur Aufhebung der Sperrung gegen 20.15 Uhr ein Rückstau von etwa 15 Kilometern Länge. Dieser reichte bis in den Bereich von Waldaschaff zurück. Auf den Lkw-Fahrer kommt ein Bußgeldverfahren wegen mangelhafter Ladungssicherung zu. Der Sattelzug wurde nach den Reinigungsarbeiten in den nächstgelegenen Parkplatz verbracht, wo der Fahrer die Ladung erst ordnungsgemäß sichern musste. Polizei
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