Sonntag, 25.10.2020
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Betrugsmasche mit Gewinnversprechen - Zweimal gescheitert

Polizei Unterfranken
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Betrüger haben am Montag in Gochsheim und Würzburg mit unterschiedlicher Masche versucht, an die Ersparnisse argloser Personen zu gelangen. Zum einen gab sich ein Anrufer als Staatsanwalt aus und stellte eine große Gewinnsumme in Aussicht.

Betrugsmasche mit Gewinnversprechen - Zweimal gescheitert

BEREICH UNTERFRANKEN. Betrüger haben am Montag in Gochsheim und Würzburg mit unterschiedlicher Masche versucht, an die Ersparnisse argloser Personen zu gelangen. Zum einen gab sich ein Anrufer als Staatsanwalt aus und stellte eine große Gewinnsumme in Aussicht. Zum anderen wollte ein falscher Kommissar telefonisch eine Rentnerin vor eben solchen Anrufen von Werbefirmen mit Gewinnversprechen schützen. Die Polizei warnt vor dieser Masche im Zusammenhang mit Gewinnspielen.

Schockanrufe, Enkeltrick, Wechselfallenbetrug, Gewinnversprechen, die Liste ließe sich beinahe endlos fortführen, mit dem tagtäglich Betrüger versuchen, an das Geld ihrer unschuldigen Opfer zu gelangen. Und zumeist suchen sie sich dabei ältere Mitbürger aus.

So auch wieder am Montagvormittag, als bei einem ahnungslosen 67-Jährigen in Gochsheim das Telefon klingelte. Am Ende der anderen Leitung war ein hochdeutsch sprechender Mann mittleren Alters. Er trat sehr überzeugend und bestimmt auf. Um seinem Auftritt auch den gehörigen Rahmen zu geben, stellte er sich als Staatsanwalt vor. Nun teilte er seinem vermeintlichen Opfer mit, dass er bei einem Gewinnspiel 600 000 Euro gewonnen habe. Um an den Gewinn zu kommen, müsse er jedoch unverzüglich 2200 Euro an Gebühren vorstrecken und per Western Union in die Türkei überweisen. Durch die Teilnahme am Gewinnspiel sei er verpflichtet, die Gebühren zu zahlen.

Der Gochsheimer hatte zwar nie an einen Gewinnspiel teilgenommen, war jedoch durch das "amtliche" Auftreten des Anrufers eingeschüchtert und suchte unverzüglich seine Bank auf. Der Angestellte des Geldinstitutes, der sofort den Betrug witterte, konnte den Kunden davon abhalten und verwies ihn richtigerweise darauf, sofort den Vorfall bei der Polizei zu melden.

Am Montagmittag erhielt eine 76-Jährige in Würzburg-Oberdürrbach den Anruf eines Herrn, der sich als Kommissar vorstellte und die Überweisung von 3800 Euro ebenfalls über Western Union in die Türkei verlangte. Um seiner Forderung Nachdruck zu verleihen, gab er an, dass eine Richterin dies bestätigt hätte. Der dreiste Anrufer wollte die Rentnerin vor regelmäßigen Anrufen von Werbefirmen mit Gewinnversprechen schützen. Auch hier konnte die Überweisung vereitelt werden.

Wie sich später herausstellte hatte die ältere Dame bereits mehrfach Überweisungen von insgesamt ca. 500 Euro nach Gewinnversprechen getätigt.

In diesem Zusammenhang weist die Polizei erneut eindringlich daraufhin, bei solchen Anrufen sofort aufzulegen und sich nicht auf ein Gespräch einzulassen. Die Betrüger sind zumeist "geschult" und schaffen es immer wieder, ihre Opfer dermaßen einzuschüchtern, um an ihr Geld zu kommen.

Deshalb der Rat von der Polizei:
Wer an keinem Gewinnspiel teilgenommen hat, kann auch keinen Gewinn erwarten!
Roland Volpert, Polizei Unterfranken

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