Freitag, 23.10.2020
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Beschädigter Schneidbrennerschlauch verursacht Explosion in Gusswerk

Polizei Unterfranken
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Nachdem es vor knapp zwei Wochen in einem Gusswerk zu einer Explosion gekommen war, haben die Ermittler die Kriminalpolizei Würzburg nun den Grund für die Explosion ermittelt.

Explosion in Gusswerk - Ursache geklärt

Kitzingen-Etwashausen Nachdem es vor knapp zwei Wochen in einem Gusswerk zu einer Explosion gekommen war, haben die Ermittler die Kriminalpolizei Würzburg nun den Grund für die Explosion ermittelt. Ursächlich war ein beschädigter Schneidbrennerschlauch, welcher an einer Acetylenflasche angeschlossen war und sich entzündete.

Wie bereits berichtet, war es zu dem Vorfall am frühen Morgen des 21. August gekommen. Gegen 03:30 Uhr waren zwei Arbeiter einer auswärtigen Firma damit beschäftigt, die Entstaubungsanlage des Betriebes zu erneuern. Als die Männer im Alter von 23 und 32 Jahren während ihren Arbeiten fast zeitgleich ein Zischen hörten, stellten sie fest, dass im Bereich einer Flaschenbatterie mit mehreren Acetylen- und Sauerstoffflaschen ein Brand ausgebrochen war. Die Männer rannten sofort zu einem etwa 150 Meter entfernten Pförtnerhaus, wo schließlich der Notruf abgesetzt wurde. In diesem Moment war ein lauter Explosionsknall zu hören.

Die Löschmannschaften aus Kitzingen und der Werksfeuerwehr hatten das Feuer schnell unter Kontrolle und die Beamten der Kriminalpolizei Würzburg nahmen noch in der Nacht die Ermittlungen hinsichtlich der Brandursache auf. Mittlerweile steht fest, dass ein beschädigter Schneidbrennerschlauch brandursächlich war. Dieser war an einer Acetylenflasche angeschlossen und hatte sich entzündet. Die dadurch entstandene Flamme erhitzte eine Sauerstoffflasche so stark, dass diese dann explodierte.

Nach den jetzt vorliegenden Erkenntnissen kamen bei dem Vorfall keine Personen zu Schaden. Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf rund 15.000 Euro.

Außerdem ergaben die Ermittlungen, dass zum Explosionszeitpunkt von den 13 Gasflaschen in der Flaschenbatterie insgesamt sechs angeschlossen und aufgedreht waren. Die Arbeiter hätten für ihre Tätigkeit jedoch lediglich eine Acetylen- und eine Sauerstoffflasche benötigt. Da der Verdacht nahe liegt, dass die geltenden Sicherheitsvorschriften nicht eingehalten wurden, wird gegen den 23-jährigen Arbeiter und seinem sieben Jahre älteren Bauleiter nun wegen Fahrlässiger Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion ermittelt.

red/Polizei Unterfranken

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