Freitag, 27.11.2020
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Autobahnfrust mal umgekehrt: Skoda-Fahrer bremst Schwerverkehr auf A3 mit Tempo 60 aus

Auto schafft Anstieg mit Ford im Huckepack nicht
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Am Dienstagnachmittag "quälte" sich ein Skoda mit einem Ausfuhrkennzeichen aus dem Main-Taunus-Kreis und mit einem rumänischen Anhänger auf der A 3 mit Tempo 60 den Kauppenaufstieg bei Weibersbrunn hoch.
Hinter ihm staute sich bereits der Lkw-Verkehr auf dem rechten Fahrstreifen. Auf dem Anhänger transportierte der 24-jährige Gespannfahrer einen Ford. Beide Pkw sollten nach Rumänien ausgeführt werden.

Das zu ziehende Gewicht setzte dem Skoda derart zu, dass er bergauf nicht schneller fahren konnte. Wie eine anschließende Wiegung ergab, war die Anhängelast des Zugfahrzeugs um über 580 Kilogramm überschritten. Sie war damit fast doppelt so hoch, wie bauartbedingt erlaubt. Für den Fahrer aus Rumänien bedeutete dies, dass er den Anhänger abstellen und für die Weiterfahrt ein stärkeres Zugfahrzeug organisieren musste. Angesichts des anstehenden Bußgeldverfahrens zahlte er zusätzlich noch eine Sicherheitsleistung ein.

Lkw-Kontrollen: zu lang, zu breit, zu schwer

Kreis Aschaffenburg und Kreis Main-Spessart. Bei Lkw-Kontrollen mussten die Männer und Frauen der Autobahnpolizei am Dienstag gleich drei Sattelzüge aus dem Verkehr ziehen. Gegen 8.15 Uhr traf es auf der A 3 bei Aschaffenburg einen niederländischen Schwertransporter, der einen 26 Tonnen schweren Radlader geladen hatte. Der Transporter brachte es auf ein tatsächliches Gesamtgewicht von über 45 Tonnen. Erlaubt waren laut einer vorgelegten Ausnahmegenehmigung der Straßenverkehrsbehörde nur 41 Tonnen. Aufgrund der Überladung wurde die Weiterfahrt bis zum Vorliegen einer neuen Ausnahmegenehmigung unterbunden. Auf Fahrer und Unternehmer kommen Bußgeldverfahren zu.

Abgestellt wurde auch ein ungarischer Sattelzug, der gegen 11.45 Uhr auf der A 3 bei Hösbach kontrolliert wurde. Er hatte landwirtschaftliche Maschinen und einen Bagger geladen und war um 1,35 Meter zu lang. Hierfür konnte der Fahrer keine Ausnahmegenehmigung vorlegen. Bevor der Transport weiterfahren durfte, musste der ungarische Fahrer eine kürzere Zugmaschine organisieren, so dass der Zug die zulässige Länge von 15,50 Metern nicht mehr überschritt. Auch in diesem Fall werden Bußgeldanzeigen gegen den Fahrer und den Unternehmer erstellt.

Mit einer Breite von 3,02 Metern bei erlaubten 2,50 Metern musste ein russischer Fahrer seinen in Minsk zugelassenen Transporter in der vergangenen Nacht gegen 23.30 Uhr auf der A 3 bei Bischbrunn abstellen. Er hatte einen Mähdrescher und weitere landwirtschaftliche Geräte geladen. Auch in diesem Fall wäre wegen Überschreitens der zulässigen Maße eine Ausnahmegenehmigung erforderlich gewesen.
Eine solche lag nicht vor. Erschwerend kommt noch hinzu, dass der 29-jährige Russe mit seinem überbreiten Zug vor der Kontrolle unbeleuchtet und nicht abgesichert auf dem Verzögerungsstreifen im Einfahrtsbereich eines Parkplatzes parkte und er sorglos seine Ruhezeit einbrachte. Dieser Verstoß gegen die Park- und Beleuchtungsvorschriften wird ebenfalls in das anstehende Bußgeldverfahren einfließen. Von allen ausländischen Fahrern wurden entsprechende Sicherheitsleistungen einbehalten.

Verbotenes Springmesser sichergestellt

Goldbach, Kreis Aschaffenburg. Die Kontrolle eines italienischen Pkw Peugeot durch Autobahnfahnder förderte am Dienstagnachmittag auf der A 3 bei Goldbach ein Springmesser zu Tage. Der 37-jährige Fahrer mit albanischer Abstammung und Wohnsitz in Italien hatte das Messer im Handschuhfach deponiert. Das Messer wurde sichergestellt. Den Besitzer erwartet ein Bußgeldverfahren wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz. Hierfür musste der Mann eine Sicherheitsleistung hinterlegen und durfte anschließend die Reise in Richtung Italien fortsetzen.
Ungeprüfte Originalmeldungen der Verkehrspolizei
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