Samstag, 16.01.2021
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Ausflüge in den Schnee: Zufahrtstraßen zum Engländer gesperrt

Viel los in Dammbach, Rettungseinsatz an der Bayerischen Schanz behindert

Lohr a.Main
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Auf der Bayerischen Schanz herrschte großer Andrang. Foto: Philipp Heilgenthal
Foto: Philipp Heilgenthal
Der Hauptparkplatz auf der Bayerischen Schanz war am Samstag zugeschneit und zugeparkt. Fotos: Philipp Heilgenthal
Foto: Philipp Heilgenthal
Im »Wald der Stille« in der Nähe der Bayerischen Schanz war es an diesem Wochenende überhaupt nicht still.
Foto: Philipp Heilgenthal
Aufgrund des erheblichen Ausflugsverkehrs am Sonntag rund um den Engländer, bei Heigenbrücken-Jakobsthal im Landkreis Aschaffenburg, musste die Polizei die Zufahrtsstraßen sperren und Kontrollstellen einrichten.

Auch kam es in Dammbach im Kreis Aschaffenburg wegen Tagestouristen zu Behinderungen.  Die Polizei bat sogar darum, nicht mehr in diese beiden Regionen zu fahren. Kontrollstellen auf den Zufahrtswegen zum Engländer hatte die Polizei auf den Kreisstraßen 23,19,7 und 2 eingerichtet.
Nachrichten von überfüllten Parkplätzen - auch von Autos mit hessischen oder Würzburger Kennzeichen - erreichten unsere Redaktion am Sonntag auch aus Mespelbrunn (Kreis Aschaffenburg), Leidersbach-Volkersbrunn, Mönchberg (beide Kreis Miltenberg) und Bischbrunn (Kreis Main-Spessart).
Eigentlich hatte die Polizei für den Sonntag eher die Rhön im Fokus, so Enrico Ball vom Polizeipräsidium Unterfranken. Dort sei es an den Wochenenden und Feiertagen zuvor extrem voll gewesen. An diesem Wochenende war es in der Rhön hingegen ruhig, unproblematisch, sagt Ball. Stattdessen pilgerten die Wanderer und Schlittenfahrer an diesem Wochenende eben zur Geißhöhe in Dammbach, zum Engländer bei Heigenbrücken-Jakobsthal (beide Kreis Aschaffenburg) und zur Bayerischen Schanz bei Lohr (Kreis Main-Spessart),

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Winterimpressionen im Spessart
Foto: Petra Reith |  30 Bilder
Samstag an der Bayerischen Schanz

Bereits am Samstagmittag war im Main-Spessart-Kreis die Lohrer Polizei mehrmals gerufen worden, um verbotswidrig entlang der Fahrbahn abgestellte Fahrzeuge zu ahnden. Mehr als 20 Fahrzeuge standen beispielsweise an der Straße MSP 19 zwischen Ruppertshütten und der Bayerischen Schanz. Viele wollten dort Schlitten fahren oder im Schnee spazieren  gehen. Bereits die Anfahrt zu einem Rettungseinsatz an der Bayerischen Schanz erwies sich auf der kurvigen Strecke für die Rettungskräfte als Herausforderung. Die Lohrer Polizei appellierte an die Vernunft und bat Schneefans, auch mal zu Fuß zum Schlittenberg zu laufen. Es habe  sich am Samstag fast ausschließlich um Bewohner des Landkreises Main-Spessart gehandelt, so die Polizei.  >>> unsere Reportage: So war das Wochenende an der Bayerischen Schanz

Im Bereich rund um den Engländer waren am Samstag die Parkplätze ebenfalls bereits an ihre Kapazitätsgrenzen geraten.  Verkehrswidrig geparkte Fahrzeuge mussten  auch dort von Streifen der Polizei Aschaffenburg beanstandet werden.

Folgende Tipps hat die Polizei Unterfranken für Ausflügler:
  • Besuchen Sie wohnortnahe Ausflugsziele
  • Schützen Sie die Umwelt und Nerven der Anwohner und parken Sie ausschließlich auf offiziellen und ausgewiesenen Parkplätzen
  • Halten Sie die Rettungswege frei. Im Notfall zählt jede Sekunde.
  • Halten Sie die Wendeplätze für Räumfahrzeuge frei. Die Straßenmeistereien sorgen auch für Ihre freie und sichere Straße zur An- und Abreise.
  • Sorgen Sie sich um Ihre und die Gesundheit anderer und halten Sie Abstand.
Hintergrund: Bayern will verstärkt kontrollieren

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) kündigte verstärkte Kontrollen an, etwa an Wanderer-Parkplätzen. »Alle Unbelehrbaren müssen mit harten Sanktionen und hohen Geldbußen rechnen.« Bei einem Verstoß drohe ein Bußgeld von 500 Euro. Die 15-Kilometer-Regel gilt für Kreise und kreisfreie Städte, die den Wert von 200 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche überschritten haben. (ves)

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