Sonntag, 18.11.2018

Betrug! Falsche Staatsanwälte und andere Geschichten

Polizei Heilbronn

Tauberbischofsheim Donnerstag, 07.06.2018 - 08:08 Uhr

Mit teilweise abenteuerlichen Geschichten versuchen derzeit Betrüger vor allem ältere Menschen hinter's Licht zu führen. Im Main-Tauber-Kreis wurden der Polizei in den vergangenen Tagen drei Fälle gemeldet, in denen sich angebliche Staatsanwälte telefonisch meldeten um Geldzahlungen einzufordern.



    Angeblich seien die 
Angerufenen in mafiöse Machenschaften verstrickt, bei Delikten in 
Zusammenhang mit Kinderpornographie aufgefallen oder aber hätten an 
Gewinnspielen teilgenommen. Jedes Mal forderte zum Beispiel ein 
angeblicher "Staatsanwalt Dr. Braun" oder die "Staatsanwältin 
Schröder" von den Betroffenen höhere Geldzahlungen, um "ihre Namen 
aus den Akten fernzuhalten" oder anderen dubiosen Gründen. Das Geld 
sollte über Western Union bzw. ähnliche Geldtransferunternehmen an 
Konten in der Türkei überwiesen werden. In einem Fall warnte der 
Mitarbeiter eines solchen Unternehmens eine 85-jährige Frau vor der 
Überweisung von knapp 2.000 Euro. Der Mann lag richtig, als er dabei 
einen Betrug vermutete und die Seniorin von dem Geldtransfer abhielt.
Ein anderes Mal legte eine 64 Jahre alte Frau gleich auf, weil sie 
die Betrüger schnell durchschaut hatte. In einem Fall allerdings 
setzten die Täter einer älteren Dame so sehr zu, dass sie schließlich
tatsächlich Geld in fünfstelliger Höhe an ein türkisches Konto 
überwies. Mindestens sechs Mal riefen die falschen Juristen bei der 
82-Jährigen an und drohten ihr sogar mit Haft. Nachforschungen über 
die hinterlegte Handynummer der Anrufer führten ins Leere. Die 
Polizei warnt ausdrücklich davor, solchen Anrufern Glauben zu 
schenken. Spätestens wenn diese  Geld fordern, sollte man 
misstrauisch werden und entweder einfach auflegen oder sofort die 
Polizei verständigen.
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