Sonntag, 18.11.2018

Nach Unfall in Würzburg: Achterbahn steht still

Am ersten Kilianisonntag

Würzburg. Sonntag, 08.07.2018 - 15:57 Uhr

Schmerzhaftes Ende einer rasanten Achterbahnfahrt auf dem Würzburger Kilianifest: Weil ein Wagen des „Alpencoaster“ am Samstag, gegen 22.30 Uhr beim Auslaufen auf einen anderen auffuhr, brach sich ein Insasse den Arm. Drei weitere Insassen wurden leicht verletzt. Die Achterbahn steht zunächst still.

Die jungen Leute im Alter von 20 bis 25 Jahren seien nach dem Vorfall vom Samstagabend selbst ins Krankenhaus gegangen und hätten sich erst deutlich später bei der Polizei gemeldet, so ein Sprecher. Einer der Vier habe einen Armbruch erlitten; auch von einem Schleudertrauma sei die Rede gewesen.

„Wir bedauern den Vorfall“, sagte der städtische Kiliani-Festleiter Uwe Zimmermann: „Sicherheit geht für uns vor“. Deshalb wurde der Betrieb der Achterbahn eingestellt. Am ersten Kiliani-Sonntag steht das Fahrgeschäft still.

Die kommunale Bauaufsicht und die Landesgewerbeanstalt unternahmen am Sonntag Probefahrten, bei denen sich kein technischer Fehler nachweisen lies. Es wird deshalb davon ausgegangen, dass ein Bedienungsfehler Ursache für den Unfall war. Die endgültige Entscheidung über die Wiederaufnahme des Betriebes fällt am Montag mit dem TÜV Nordbayern.

Bei dem Fahrgeschäft handelt es sich um eine „Oldstyle-Achterbahn“, die in ihrer ursprünglichen Konstruktion 1968 in Betrieb genommen wurde. Im vergangenen Jahr wurde sie grundrenoviert und umgestaltet. Die Wagen erreichen auf 500 Metern Streckenlänge bei vier Berg- und Talfahrten mit drei Kurven eine Höhe von bis zu 24 Metern.

Mit einer anderen Achterbahn des gleichen Betreibers war es Ende Oktober in Basel zu einem Unfall gekommen, bei dem fünf Menschen verletzt wurden. Auch in diesem Fall handelte es sich um einen "Auffahrunfall", verursacht durch einen defekten Bremszylinder, der eine Notbremsung auslöste. Gegenüber Schweizer Medien erklärte der Betreiber damals, die Kollision sei nicht sehr heftig gewesen, was bei den Betroffenen heftigen Widerspruch hervorrief.

Rainer Reichert/dpa

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