Montag, 19.11.2018

Erpressung statt Liebe - Mann zockt Facebook-Bekannte ab

Romance-Scamming

mit Video

Würzburg Dienstag, 11.09.2018 - 11:08 Uhr

Erst flirteten sie im Internet, dann erpresste er sie mit intimen Fotos. In Würzburg ist eine Frau auf eine Facebook-Bekanntschaft hereingefallen und hat so mehr als 3000 Euro verloren.

Der Unbekannte habe zunächst in dem sozialen Netzwerk eine Liebesbeziehung mit der Frau aus dem Landkreis Würzburg aufgebaut und sich schließlich ihre Adresse nennen lassen, damit sie einen Koffer für ihn annimmt, wie die Polizei am Dienstag mitteilte.

Statt des Koffers aus der Türkei erhielt die Frau allerdings eine Rechnung über mehr als 3000 Euro. Als sie sich weigerte, das Geld zu zahlen, erpresste sie der Mann mit intimen Fotos, die sie ihm zuvor geschickt hatte. Außerdem drohte er ihr auch Gewalt an. Deshalb überwies die Frau schließlich das Geld.

Dass Unbekannte im Internet Liebe vorgaukeln und ihre Opfer schließlich mit Nacktfotos erpressen, ist der Polizei zufolge eine häufig angewendete Masche. Die Täter geben sich bei diesem sogenannten Romance Scamming mit gestohlenen Bildern gern als Architekten, Ingenieure oder Ärzte aus und machen dabei einen seriösen Eindruck.

Info „Sexting“ und „Romance Scamming“

Als „Sexting“ wird das Schreiben und Versenden von sexuell eindeutigen Nachrichten (z.B. Text, Bilder und Videos) vor allem über Messenger Dienste bezeichnet. Täter nutzen „Sexting“ auch als Masche, um ihre Opfer mit der Drohung der Veröffentlichung von Intimfotos oder Videos zu erpressen. Oftmals vermischen sich auch die Begehungsweisen der Täter wie im oben geschilderten Fall, als dem Opfer Verliebtheit mit dem Ziel, Geld zu erschleichen, vorgegaukelt wurde. Dieses Phänomen wird als „Romance Scamming“ bezeichnet. In Extremfällen werden die Opfer dabei um sechsstellige Geldbeträge betrogen.

Weitere Informationen finden Sie hier:

https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/scamming/romance-scamming/

https://www.polizei-beratung.de/opferinformationen/cybercrime/

Polizei Unterfranken/dpa

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