Montag, 17.12.2018

Ermittlungen nach tödlichem Hundebiss eingestellt

Bad König
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Die Staatsanwaltschaft Darmstadt hat die Ermittlungen im Zusammenhang mit dem tödlichen Hundebiss im April dieses Jahres in Bad König eingestellt.

Das Verfahren wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung war eingeleitet worden, nachdem der Vater des sechs Monate alten Kindes gegen 14:00 Uhr telefonisch die Rettungsleitstelle über einen Angriff des Familienhundes auf seinen Sohn informierte. Die Ermittlungen fuhrten zu dem Ergebnis, dass sich der 24- jährige Mann zur Tatzeit alleine mit dem Säugling in der Wohnung aufhielt, als der Hund, bei dem es sich um einen Americen Staffordshire und American Pitbull Terrier Mischling handelt, unvermittelt das Kind, welches sich auf dem Arm des Vaters befand, biss. Ein durch die hessische Polizeiakademie unter Mitwirkung eines Tierarztes durchgefuhrter Wesenstest beschrieb den Hund als „nicht uberaus aggressiv“.

Seitens der Staatsanwaltschaft wurde von der Verfolgung der Tat nach § 153b Absatz 1 der Strafprozessordnung in Verbindung mit § 60 des Strafgesetzbuches mit Zustimmung des Amtsgerichts Michelstadt abgesehen, da die Eltern des Kindes durch die Folgen der Tat selbst schwer getroffen wurden und es sich um einen Unglucksfall handelte, an dem die Beschuldigten nur untergeordnet eine Verantwortung tragen, so dass eine Bestrafung als verfehlt erscheint.

Der Hund wurde bereits im Laufe des Ermittlungsverfahrens der zuständigen Ordnungsbehörde ubergeben. Es wird daher darum gebeten, Anfragen zum Verbleib des Tieres an die insoweit zuständige Ordnungsbehörde zu stellen.

vd/Staatsanwaltschaft Darmstadt

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