Mittwoch, 19.09.2018

Mit gestohlenem Auto vor Polizei geflüchtet
zwei Streifenwagen gerammt

mit Bildergalerie

Marktheidenfeld Dienstag, 13.10.2009 - 17:40 Uhr

Mit einem gestohlenen Pkw ist am Dienstagvormittag ein 38-Jähriger auf der A3 vor der Polizei geflüchtet. Dabei rammte der Mann aus dem Landkreis Alzey-Worms zwei Streifenwagen, bevor er an der Anschlussstelle Marktheidenfeld die Autobahn verließ. Im Bereich der Gemeinde Altfeld flüchtete der Mann zu Fuß.


Bilderserie: Polizei

Polizeibeamte entdeckten ihn kurze Zeit später in einem Wasserdurchlass. In dem Fluchtauto stellten Beamte etwa 50 Gramm Amphetamin und 40 Gramm Haschisch sicher. Vier Polizeibeamte erlitten leichte Verletzungen. Der Sachschaden beläuft sich auf über 20.000 Euro.

Der Pkw der Marke VW Eos war im Raum Aschaffenburg Polizeibeamten in einem Begleitfahrzeug eines Geldtransporters kurz nach 10.00 Uhr aufgefallen. Bei der Überprüfung im Fahndungscomputer stellte sich heraus, dass das Auto als gestohlen gemeldet war. Diese Mitteilung ging kurze Zeit später an die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Unterfranken. An der sofort eingeleiteten Großfahndung beteiligten sich auch Streifenfahrzeuge der Aschaffenburger und der Alzenauer Polizei.

Schon nach wenigen Minuten konnten die Beamten das Fahrzeug dank der Standortmeldungen ihrer Kollegen im Bereich der Haseltalbrücke einkreisen. Allerdings wollte der 38-Jährige am Steuer des Eos offenbar noch nicht aufgeben und setzte seine Flucht ohne Rücksicht auf Verluste fort. Nachdem er mit einem ersten Dienst-Pkw der Polizei zusammengestoßen war, rammte er kurz danach einen zweiten Streifenwagen derart heftig von hinten, dass sich dieses Fahrzeug drehte und in die Mittelleitplanken schleuderte. Dabei erlitten beide Besatzungen in den Dienstfahrzeugen leichte Verletzungen.

Trotz dieser Unfälle setzte der Beschuldigte seine Flucht teilweise mit Geschwindigkeiten von bis zu 200 km/h in Richtung Würzburg fort. An der Anschlussstelle Marktheidenfeld verließ er dann die A3 und stoppte das Auto im Bereich Altfeld. Danach ging es für den 38-Jährigen zu Fuß weiter. Glücklicherweise kamen in der Folgezeit Mitteilungen von Zeugen, denen der Mann aufgefallen war. Mittlerweile waren an der Fahndung auch Marktheidenfelder Polizisten und ein Beamter der Kriminalpolizei Würzburg beteiligt, die den Geflüchteten schließlich in einem Wasserdurchlass entdeckten, wo sich der Mann gut versteckt glaubte. Der Beschuldigte ließ sich dann widerstandslos festnehmen.

Der 38-Jährige gab zu, das Auto am Dienstagvormittag in Alzey entwendet zu haben. In dem Pkw entdeckten Beamte neben dem Rauschgift auch ein kleines Kätzchen, das - wie sich später herausstellte - dem Fahrer gehörte. Da der Mann am Steuer offensichtlich unter dem Einfluss von Drogen stand, wurde bei ihm eine Blutentnahme durchgeführt.

Gegen den Beschuldigten wurde ein Ermittlungsverfahren u.a. wegen Pkw-Diebstahls, gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr, Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Fahrens unter Drogeneinfluss sowie Verstößen nach dem Betäubungsmittel- und dem Waffengesetz eingeleitet. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Würzburg wird der Festgenommene am Mittwoch dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Dann entscheidet sich, ob der Mann erneut hinter Gittern landet.

Das Kätzchen nahmen die Beamten zunächst zur Dienststelle der Polizeiinspektion Marktheidenfeld mit. Bis über seinen weiteren Verbleib entschieden ist, fand es mit Erlaubnis des 38-Jährigen ein vorläufiges Zuhause bei einem der Ordnungshüter. Polizei Unterfranken


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