Dienstag, 20.11.2018

Schubverband blockierte Main-Schifffahrt

Aschaffenburg Montag, 31.08.2009 - 09:57 Uhr

Ein zu Tal fahrender Schubverband kam am Montagmorgen auf dem Main bei Aschaffenburg für kurze Zeit in Not. Gegen 09.00 Uhr fiel an dem deutschen Schiff mit österreichischem Schubleichter die komplette Elektrik aus. Ursache hierfür dürfte ein Kurzschluss gewesen sein. Der mit 2.548 Tonnen Sonnenblumenkernen beladene Schubverband war daher kurz manövrierunfähig und fuhr zwischen der Adenauerbrücke und der Willigisbrücke mit dem Bug ins Ufer.

Dabei stellte sich der Verband leicht quer. Der Besatzung des Schiffes gelang es unter dem Kommando ihres ukrainischen Schiffsführers relativ schnell, die Elektrik wieder zu aktivieren. Mit Ausnahme des Hauptruders waren alle elektrisch betriebenen Steuerungselemente innerhalb kurzer Zeit wieder gangfähig. Den Ausfall des Hauptruders konnte die Besatzung durch den Einsatz des batteriebetrieben Notruders und der Strahlruder soweit ersetzen, dass das Schiff wieder aus eigener Kraft in Geradeausfahrt gebracht und unter Begleitung der Wasserschutzpolizei bis zu einem Liegeplatz in der Nähe der Einfahrt zum Aschaffenburger Hafen gefahren werden konnte.

Dort soll nun die Ursache des Stromausfalls untersucht werden. Augenscheinlich ist am Schubverband ansonsten kein Schaden entstanden. Bis zur Klärung der Ursache verhängte das Wasser- und Schifffahrtsamt ein Weiterfahrverbot. Während des Querliegens des Havaristen war die Schifffahrt nur leicht eingeschränkt. Eine "einspurige" Passage des Havaristen war möglich. Der Verband kommt aus Regensburg, das Ziel der Fahrt ist Amsterdam.

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