Freitag, 21.09.2018

Aschaffenburger Polizei legt Serieneinbrecher das Handwerk

Aschaffenburg Donnerstag, 13.08.2009 - 11:12 Uhr

Vom Floßhafen bis hinauf ins Brentanoviertel erstreckte sich der Aktionsradius eines Serieneinbrechers, den Beamte der Polizeiinspektion Aschaffenburg am Mittwochvormittag dingfest machen konnten. Gerade einmal fünf Minuten vor seiner Festnahme hatte der 20-Jährige in der Fischergasse versucht, über eine geöffnete Balkontür in eine Wohnung einzusteigen.

In den vergangenen vier Wochen hatten sich rund um die Schweinheimer Straße immer wieder Einbrüche ereignet, bei denen ein bis dato Unbekannter durch offene Fenster oder Türen in die Wohnungen der Geschädigten eingedrungen war. Gestohlen wurden stets Dinge, die sich leicht zu Geld machen ließen, wie beispielsweise Notebooks, Spielekonsolen oder hochwertiger Schmuck. Auch Bargeld verschmähte der Einbrecher freilich nicht. Den Opfern entstand jeweils ein Schaden von mehreren hundert Euro.

Bei seinem vorerst letzten Beutezug am Mittwoch gegen 11.00 Uhr war der Täter jedoch von der Wohnungsinhaberin überrascht worden, woraufhin er die Flucht angetreten hatte. Die zwar erschrockene, jedoch sehr aufmerksame Zeugin verständigte über die Notrufnummer 110 umgehend die Polizei. Dass die 60-Jährige trotz des nur kurzen Zusammentreffens eine sehr exakte Personenbeschreibung des ihr unbekannten Mannes liefern konnte, war für die Ordnungshüter ebenso beeindruckend wie nützlich. Im Rahmen der sofort eingeleiteten Fahndung konnte nur wenige Minuten nach der Tat am Güterberg ein junger Mann festgenommen werden, auf den die Beschreibung der Dame zutraf.

Auf Befragen räumte dieser noch vor Ort ein, auf dem besagten Balkon gewesen zu sein. Entwendet habe er jedoch nichts, wie er gegenüber den Einsatzkräften beteuerte. Da ein gesundes Misstrauen im Wesen eines jeden Polizisten liegt, wurde der Mann dennoch zur Dienststelle mitgenommen. Zwischenzeitlich hatten die Beamten herausgefunden, dass die vom Festgenommenen in einem Korb mitgeführten Gegenstände aus zwei Einbrüchen stammten, die am selben Vormittag am Güterberg verübt worden waren. In seiner ersten Vernehmung bei der Kriminalpolizei versuchte der bei der Polizei nicht unbekannte 20-Jährige, den Beamten weiszumachen, er habe den Korb mit entwendeten Gegenständen auf dem Balkon seines letzten Opfers gefunden.

Als die Ermittler ihm vorhielten, dass diese Erklärung wenig glaubwürdig erscheint, gestand er schließlich die insgesamt drei am Mittwochvormittag verübten Einbruchsdelikte. Im weiteren Verlauf der Ermittlungen räumte der junge Mann dann auch noch weitere Einbrüche ein und gab an, mit dem Erlös aus dem Verkauf der Beute seine Rauschgiftsucht finanziert zu haben. Der Täter wurde noch am selben Tag dem Ermittlungsrichter vorgeführt, es erging Haftbefehl wegen insgesamt neun Fällen des Wohnungseinbruchsdiebstahls, von denen zwei im Versuchsstadium steckengeblieben waren. Der 20-jährige aus dem Raum Aschaffenburg hat nun im Gefängnis reichlich Zeit, über sein Tun nachzudenken, während er seinem Strafverfahren entgegensieht.

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