Montag, 19.11.2018

Nach Amoklauflaufandrohung - Student wieder frei

Würzburg Montag, 20.07.2009 - 16:29 Uhr

Die Würzburger Polizei hat am Montagmorgen einen Studenten festgenommen, der auf einer bundesweiten Internet-Plattform einen Amoklauf angedroht hatte. Der 21-Jährige hatte dazu als Hintergrund einen "Sensenmann" gewählt und die Frage gestellt, wer die Schuld trage, wenn man in einer Klausur Amok läuft. Der Polizei gegenüber erklärte der Beschuldigte, seine Aussage sei nur Spaß gewesen.

Die Polizeiinspektion Würzburg-Ost war auf den Fall aufmerksam geworden, nachdem sich ein Mit-Student hatte kurz vor 07.00 Uhr fernmündlich gemeldet hatte. Sofort nahmen die Beamten Kontakt mit den Verantwortlichen des Lehrstuhles auf, da gegen 8.15 Uhr tatsächlich eine Klausurarbeit zu schreiben war. Einsatzkräfte wurden sofort dorthin beordert. Gleichzeitig observierten Polizisten die Wohnung des Mannes und umstellten sie mit starken Kräften weiträumig.
Als der 21-Jährige gegen 7.30 Uhr sein Wohnhaus verließ, wurde er von Beamten überwältigt. Gesprächsweise gab er an, dass seine Aussage im Internet nicht ernst gemeint gewesen sei.
Bei der Vernehmung des vorläufig festgenommenen Studenten haben sich keinerlei Hinweise dafür ergeben, dass es der 21-Jährige mit seiner Androhung im Internet ernst gemeint hat.
Der junge Mann wurde in Absprache mit der Staatsanwaltschaft Würzburg nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen um die Mittagszeit wieder auf freien Fuß gesetzt. Gegen ihn läuft jetzt ein Ermittlungsverfahren wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten.
Wie sich herausgestellt hat, ist der Student im Besitz einer Waffenbesitzkarte, auf der eine Pistole eingetragen ist. Die Waffe befindet sich jedoch ordnungsgemäß verwahrt in der Wohnung der Eltern in Nordrhein-Westfalen.
Über das Ermittlungsverfahren wird auch die für die waffenrechtliche Erlaubnis zuständige Sicherheitsbehörde informiert, die dann prüfen kann, inwieweit dem 21-Jährigen diese Erlaubnis widerrufen wird.
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