Mittwoch, 26.09.2018

Millionenschaden bei Brand in Zementwerk

mit Bildergalerie

Karlstadt/Main-Spessart-Kreis Sonntag, 19.04.2009 - 10:38 Uhr

Bei einem Brand in einem Zementwerk ist am frühen Sonntagmorgen Schaden in Millionenhöhe entstanden. Ein Mitarbeiter des Betriebes wurde mit Atembeschwerden in ein Krankenhaus gebracht. Die Feuerwehr, die mit einem Großaufgebot im Einsatz ist, hat das Feuer inzwischen unter Kontrolle. (Mit Bildern vom Brandort)


Fotos: Sylvia Schubart-Arand

Der Brand war um 04:15 Uhr im Bereich des sogenannten Mahltrocknungsgebäudes entstanden, in dem drei Mühlen rund um die Uhr in Betrieb sind. Dort wird per Förderband Kalkstein angeliefert, der dort gemahlen wird, ohne dass im unmittelbaren Bereich Beschäftigte arbeiten. Für die Löscharbeiten versorgt sich die Feuerwehr über eine ca. 400 Meter lange Leitung mit Wasser aus dem Main. Zur Stunde (06:00 Uhr) ist der Brand in dem Stahlbetongebäude unter Kontrolle. Allerdings brennt noch das Dachgebälk.

Mittlerweile haben Beamte der Kriminalpolizei Würzburg die weiteren Ermittlungen übernommen. Nach den bislang vorliegenden Erkenntnissen spricht vieles für einen technischen Defekt an einem Motor an einer der drei Mühlen als Auslöser des schadensträchtigen Feuers.

Nach Aussage eines Mitarbeiters des Zementwerkes ist die Produktion aufgrund des Brandes auf mehrere Wochen stillgelegt. Der Schaden dürfte sich auf mehrere Millionen belaufen.

Die Feuerwehren aus Karlstadt, Mühlbach, Karlburg, Laudenbach, Gambach und Gemünden sind mit ca. 100 Mann vor Ort. Auf Seiten des Rettungsdienstes sind knapp 20 Personen, darunter ein Notarzt, im Einsatz.

Nach Auskunft des Einsatzleiters der Feuerwehr hat sich das Feuer über mehrer Stockwerke erstreckt. Durch den Brand wurde fast die komplette Betriebsanlage wie z.B. Förderbänder, die Mühlen und die gesamten Elektroanlagen zerstört. Allein dieser Brandschaden dürfte in die Millionen gehen.

Die Löscharbeiten gestalteten sich schwierig. Beim Eintreffen der Feuerwehren brannte es im Innern des Betriebes lichterloh. Zunächst mussten die Löschmannschaften mit Hilfe von zwei Drehleitern von außen gegen die Flammen vorgehen, bevor man den Brand unter Einsatz von schwerem Atemschutz auch von innen bekämpfen konnte. Letztendlich hatten die etwa 100 Feuerwehrleute das Feuer so rechtzeitig unter Kontrolle, dass ein Ausbreiten des Brandes auf weitere Bereiche des Zementwerkes verhindert werden konnte.


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