Montag, 24.09.2018

60 Busreisende nach Unfall auf der A3 evakuiert

55 Rotkreuz-Helfer sind die ganze Nacht im Einsatz – Tee und Decken für Notunterkunft

(© THW)
Marktheidenfeld/Lohr Montag, 13.04.2009 - 19:25 Uhr

Bei einem Unfall auf der Autobahn A3 bei Altfeld mit einem Reisebus gab es einen Verletzten. 60 Insassen des Busses mussten in der Nacht zum Karsamstag vorübergehend evakuiert werden. Der Schaden beträgt rund 15000 Euro. Die ganze Nacht waren ehrenamtliche Helfer der Schnelleinsatzgruppe des Roten Kreuzes aus dem Landkreis Main-Spessart im Einsatz.

Während der Bergungsarbeiten war die Autobahn im Unfallbereich gesperrt. Um 2.25 Uhr kam der Notruf von der Rettungsleitstelle Würzburg beim Roten Kreuz in Main-Spessart an. Auf der A3 kurz vor der Abfahrt Altfeld war ein 25-Jähriger mit seinem Auto auf den Anhänger eines Doppeldecker-Reisebusses aufgefahren. Der Busfahrer dachte erst an einen Reifenschaden, ließ den Bus langsam ausrollen und fuhr auf den Seitenstreifen. Dann bemerkte er, dass sich der Anhänger beim Aufprall in den Motorraum des Reisebusses geschoben hatte und diesen an der Weiterfahrt hinderte. Im Bus befanden sich 60 Fahrgäste, überwiegend Kinder und Jugendliche. Es waren Mitglieder der SkifreizeitSV Heek aus der Nähe von Eschede, die Richtung Zillertal unterwegs waren.

Zuerst wurde die Leitstelle in Aschaffenburg informiert. Diese sorgte für die Bergung des Verletzten aus dem Auto. Der 25-Jährige wurde schwer verletzt ins Krankenhaus transportiert. Erst eine Stunde später kam der Notruf an die Schnelleinsatzgruppe Main-Spessart (SEG) über die Leitstelle Würzburg. Sofort rückten 55 ehrenamtliche Helfer des Roten Kreuzes aus den Bereichen Lohr, Karlstadt, Gemünden, Marktheidenfeld, Arnstein und Kreuzwertheim aus, um die Insassen des Busses zu evakuieren. Ein Teil der Helfer sorgte für die Einrichtung einer Notunterkunft im Restaurantbereich am Autohof Bettingen, wo die Reisenden mit 20 Fahrzeugen hingebracht wurden. Dort wurden sie mit Tee und Decken versorgt.

Zum Einsatz kamen sowohl Rettungswagen, als auch Krankentransportwagen und Kleinbusse. Während der Evakuierung sorgte der Reiseleiter für einen Ersatzbus, der gegen 5 Uhr eintraf. Das Gepäck wurde auf der Autobahn eingeladen und anschließend die Gäste auf dem Autohof in Bettingen abgeholt. Kurios bei dem Einsatz: Zunächst wurde die Leitstelle Aschaffenburg alarmiert. Sie stellte erst später fest, dass der Einsatzort eigentlich außerhalb ihrer Zuständigkeit liegt. Deshalb wurde erst eine Stunde danach die Leitstelle Würzburg informiert, die wiederum die SEG Main-Spessart alarmierte, die dann mit 55 ehrenamtlichen Helfern bis in die Morgenstunden die Businsassen evakuierte.

Der diensthabende Einsatzleiter des Roten Kreuzes, Werner Wawok, erklärte, dass alles schnell und reibungslos ablief. Die Helfer des Roten Kreuzes bekamen gleich eine Liste der Mitreisenden, damit sie kontrollieren konnten, dass alle Reisenden in der Notunterkunft angekommen waren. Gegen 5.30 Uhr wurde der Einsatz beendet. red

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