Donnerstag, 16.08.2018

Getötete Jägerin: Partner soll geschossen haben

Ermittler gehen von fahrlässiger Tötung aus

180503R-Schippach-Tatortabsuche (© Ralf Hettler)

mit Bildergalerie

Elsenfeld Donnerstag, 03.05.2018 - 15:29 Uhr

Nach dem Tod einer 47-Jährigen bei einer Jagd am 1. Mai in Elsenfeld-Schippach (Kreis Miltenberg) haben die Recherchen von Polizei und Staatsanwaltschaft ergeben, dass es sich wohl um eine fahrlässige Tötung handelt. Es laufen Ermittlungen gegen den 50 Jahre alten Partner der Frau, der auf diese geschossen haben soll.

Einen Unfall schließen die Behörden mittlerweile aus. Der Mann, mit dem die 47-Jährige gemeinsam auf der Jagd war, ist jetzt wieder auf freiem Fuß, wie Polizeisprecher Enrico Ball am Donnerstagnachmittag auf Anfrage unserer Redaktion sagte. Der 50-Jährige war zunächst festgenommen worden. Was die Hintergründe für die Schussabgabe waren, muss noch geklärt werden.

Der Ort des Geschehens – am Waldrand außerhalb des Schippacher Ortsbereichs, an dem sich am Abend des 1. Mai insgesamt vier Jäger aufgehalten hatten – war am Donnerstag erneut Einsatzort für die Polizei. Die Bereitschaftspolizei aus Nürnberg reiste an, um die Wiese und die angrenzenden Rapsfelder nach Geschossen abzusuchen.

Nina Lenhardt

Originalmeldung der Polizei Unterfranken und der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg

47-Jährige erlitt auf der Jagd tödliche Schussverletzung - Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung

ELSENFELD - OT SCHIPPACH, LKR. MILTENBERG. Nach dem Tod einer 47-Jährigen ermittelt die Kripo Aschaffenburg in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft wegen fahrlässiger Tötung gegen den Lebensgefährten. Am Donnerstag suchten Kräfte der Bereitschaftspolizei Nürnberg das Gebiet mit Metallsuchgeräten nach dem fehlenden Geschoss ab.

Wie bereits berichtet, befand sich die aus dem Landkreis Miltenberg stammende Frau gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten auf der Jagd. Gegen 22:20 Uhr kam es dem derzeitigen Ermittlungsstand nach zu einer Schussabgabe durch den 50-Jährigen, bei der die 47-Jährige tödliche Verletzungen erlitt. Trotz des sofort hinzugezogenen Notarztes und Rettungsdienstes verstarb die Frau noch vor Ort.

Dem derzeitigen Ermittlungsstand nach kann eine unbeabsichtigte Schussabgabe ausgeschlossen werden. Aufgrund der Auswertung der Spuren und den durchgeführten Vernehmungen besteht der Tatverdacht der fahrlässigen Tötung. Mit Abschluss der polizeilichen Maßnahmen konnte der Beschuldigte entlassen werden. Die umfangreichen Ermittlungen der Kripo Aschaffenburg zur Klärung der genauen Geschehensabläufe dauern an.

laden

Die Diskussion wurde geschlossen..