Sonntag, 18.11.2018

Polizei schnappt bundesweit gesuchte Schmuckdiebe

Würzburg/Lichtenfels Freitag, 24.10.2008 - 15:43 Uhr

Zwei vermutlich bundesweit agierende Schmuckdiebe hat die Kitzinger Polizei am Mittwochnachmittag dank eines aufmerksamen Juweliers und eines gezielten Hinweises der Taxizentrale festgenommen.

Bundesweit agierende Schmuckdiebe festgenommen - einer der Täter bereits mit fünf Haftbefehlen gesucht

(Kitzingen und Ochsenfurt/Kreis Würzburg). Zwei vermutlich bundesweit agierende Schmuckdiebe hat die Kitzinger Polizei am Mittwochnachmittag dank eines aufmerksamen Juweliers und eines gezielten Hinweises der Taxizentrale festgenommen. Die beiden Männer im Alter von 42 und 44 Jahren stehen im dringenden Verdacht, am gleichen Tag in Ochsenfurt Schmuck im Wert von knapp 20.000 Euro entwendet zu haben. Zudem kommen sie für eine bundesweite Serie mit einem Schaden von über 200.000 Euro in Frage. Gegen den Älteren der Beiden lagen bereits fünf Haftbefehle vor. Das Duo sitzt inzwischen in Untersuchungshaft.

Gegen 16.00 Uhr hatte ein Juweliergeschäft in der Falterstraße in Kitzingen Besuch eines Kunden, der sich ohne große Umschweife zwei Uhren aussuchte und sich diese verpacken lassen wollte. Der Geschäftsinhaber erkannte den Mann, der in der zweiten Septemberwoche schon einmal in seinem Laden aufgetaucht war, sich zwar viele Schmuckstücke zeigen ließ, aber letztendlich nichts kaufte. Auch der interne Juwelier-Warndienst hatte bereits auf die spezielle Masche aufmerksam gemacht. Auch diesmal verließ der Mann das Geschäft, ohne dass es zu einem Kauf gekommen wäre.

Gemeinsam mit einem Begleiter ging der Täter auf ein in der Nähe geparktes Auto zu und verschloss das Fahrzeug per Fernbedienung. Danach verschwanden die Männer zu Fuß. Der Juwelier verständigte richtigerweise die Kitzinger Polizei, die mit allen verfügbaren Kräften sofort eine Großfahndung im Stadtgebiet auslöste. Zwischenzeitlich wurde bekannt, dass ein Mann nur eine Stunde zuvor in Ochsenfurt in einem Juweliergeschäft Beute in Höhe von etwa 20.000 Euro gemacht hatte. Dort hatte er sich immer wieder u.a. Schmuck, Ringe und Ohrstecker zeigen lassen. Als es dann ums Bezahlen ging, erklärte er, er habe nicht genug Geld dabei. Nachdem er gegangen war, um angeblich seine EC-Karte zu holen, stellte sich heraus, dass ein Vorzeigekoffer mit 42 Goldringen mit Brillianten fehlte.

Eine routinemäßige Nachfrage bei der Taxizentrale in Kitzingen ergab schließlich den gezielten Hinweis, der dazu führte, dass einer der Gesuchten in einem Taxi in Dettelbach und sein Komplize in einem Cafe in Dettelbach festgenommen werden konnten.

Bei einer Nachschau in dem von dem Duo benutzten Leihwagen, mit dem die Männer nach den neuesten Erkenntnissen schon seit vier Wochen in Deutschland unterwegs waren und dabei bereits über 12.000 Kilometer zurückgelegt hatten, entdeckten die Beamten die 39 Goldringe und zwei Goldkettchen, die zuvor in Ochsenfurt entwendet worden waren.

Noch am Nachmittag kam dann die Mitteilung, dass die Festgenommenen auch in einem Geschäft in Dinkelsbühl versucht hatten, Schmuckstücke mitgehen zu lassen.

Die weiteren Ermittlungen übernahmen in der Folge die Kriminalpolizei Würzburg in enger Absprache mit der Staatsanwaltschaft Würzburg. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft hatten die beiden Tatverdächtigen, von denen der Ältere bereits mit fünf Haftbefehlen und acht Aufenthaltsermittlungen gesucht wurde, am Donnerstagnachmittag einen Termin beim Ermittlungsrichter. Nach Erlass von Haftbefehlen wanderte das Duo hinter Gitter.

Bislang sind mindestens 30 gleichgelagerte Straftaten im gesamten Bundesgebiet mit einem Schaden von über 200.000 Euro bekannt, für die die Festgenommenen in Frage kommen. Möglicherweise gehen auch weitere Diebstähle in Unterfranken auf das Konto der Männer. Die gemeinsamen Ermittlungen von Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft Würzburg an.

Mann springt auf Trittbrett und gerät unter Zug

(Lichtenfels). Am Donnerstagnachmittag hat sich am Bahnhof Lichtenfels ein 30-Jähriger aus Thüringen bei einem Unfall schwere Verletzungen zugezogen.
Wie die Bundespolizei mitteilt, nutzte der Mann den rund 10-minütigen Aufenthalt seines Zuges Richtung Sonneberg, um sich am Bahnsteig 1 ein Getränk zu kaufen. Als er zurück kam, fuhr der Regionalexpress bereits wieder langsam an.

Der Mann rannte neben dem Zug her und sprang etwa 20 Meter nach dem Bahnsteigende auf das hintere Trittbrett der Lokomotive auf. Im anschließenden Weichenbereich glitt er ab und stürzte seitlich zu Boden. Dabei geriet ein Fuß des Mannes unter den Radlauf eines Doppelstockwagens.

Ein Zeuge, der den Vorfall beobachtete, ließ mittels Notruf sofort alle Zugfahrten stoppen. Nach der notärztlichen Versorgung erfolgte die Einlieferung mit schweren Fußverletzungen in das Klinikum Lichtenfels. Der Triebfahrzeugführer des Unfallzuges erlitt einen Schock. Durch den Unfall kam es im Betriebsablauf der Deutschen Bahn zu Zugverspätungen und Zugausfällen.

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