Dienstag, 20.11.2018

Nach Horrorunfall auf A7: Polizei sucht dringend Zeugen

Von A 7 abgekommen: Familie stirbt bei Kitzingen
Kitzingen/Wertheim Dienstag, 15.07.2008 - 17:16 Uhr

Wie kam es zu dem schrecklichen Verkehrsunfall auf der A7, bei dem am frühen Sonntagmorgen eine dreiköpfige Familie aus dem Landkreis Harburg getötet wurde? Auch die Obduktion des Fahrers brachte keien Klarheit über den Unfallzeitpunkt. Die Polizei sucht drinngend Zeugen.

Nach dem schrecklichen Verkehrsunfall auf der A 7 bei Repperndorf, bei dem am Sonntagmorgen eine dreiköpfige Familie aus dem Landkreis Harburg ums Leben gekommen ist, wurde am Dienstagvormittag die Leiche des Fahrers auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Würzburg obduziert.

Demnach steht fest, dass der 39-Jährige seinen schweren Unfallverletzungen sofort erlegen ist. Hinweise auf einen möglichen Todeszeitpunkt und somit auch zur Unfallzeit haben sich bei der Sektion nicht ergeben. Somit steht noch immer nicht fest, wie lange das Autowrack mit der getöteten Familie bereits auf dem unter der Autobahn hindurch führenden Flurbereinigungsweg lag, bevor es ein US-Soldat um 6:20 Uhr fand, als er mit seinem Fahrrad vorbeikam.

Um die Unfallzeit eingrenzen zu können, ist der Sachbearbeiter der Verkehrspolizei Würzburg-Biebelried auf Zeugenhinweise angewiesen:
  • * Wem ist in der Nacht zum Sonntag ab etwa 3 Uhr im Bereich der Anschlussstelle Kitzingen ein dunkler 1er BMW mit WL-Kennzeichen aufgefallen, der in Richtung Süden unterwegs war?
  • * Wer ist etwa 500 Meter nach der Anschlussstelle Kitzingen (Richtung Ulm) auf irgendein Scheinwerferlicht unmittelbar neben A 7 aufmerksam geworden?
  • * Wer hat sonst irgendwelche Beobachtungen gemacht, die eventuell im Zusammenhang mit diesem Unfall stehen könnten?
  • * Hinweise nimmt die Verkehrspolizei Würzburg-Biebelried, Tel. 09302-9100, entgegen. Die Ermittlungen dauern an.
Den Spuren nach zu urteilen, war der 1er BMW etwa 500 Meter vor der Anschlussstelle Kitzingen nach rechts von der Fahrbahn abgekommen und dann etwa 150 Meter im Straßengraben entlang gefahren. Das Auto flog dann mehr als 20 Meter über den Flurbereinigungsweg, der unter der A 7 hindurchführt.

Der BMW prallte schließlich auf der gegenüberliegenden Seite mit voller Wucht gegen die Böschung und rollte anschließend einige Meter zurück, bevor das Fahrzeug neben der Brücke auf dem Weg zum Liegen kam.

Für den 39-jährigen Fahrer, seine sechs Jahre jüngere Ehefrau und den vierjährigen Jungen kam jede Hilfe zu spät. Nicht auszuschließen ist, dass sich der Unfall bereits Stunden vor dem Auffinden des total beschädigten Pkw ereignet hat. Bislang sind keine Zeugen bekannt, die das Abkommen des BMW von der A7 beobachtet haben. Um den Unfallhergang rekonstruieren zu können, wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Würzburg ein Sachverständiger eingeschaltet. In dem Unfall-Pkw wurden inzwischen Unterlagen gefunden, aus denen ersichtlich ist, das die Familie einen einwöchigen Urlaub im Allgäu verbringen wollte.

Am Samstag kam ein 54 Jahre alter Motorradfahrer auf der L 2310 zwischen Wüstenzell und dem Wertheimer Stadtteil Dertingen ums Leben. (Text: dpa/red/Polizeipräsidium Unterfranken, Foto: dpa)

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