Dienstag, 25.09.2018

Transporter fährt in Streifenwagen – Zwei Tote und drei Verletzte

Schlimmer Crash auf dem Seitenstreifen

mit Video

Schwerer Unfall auf der A3 (© Sven Grundmann/dpa) Samstag, 11.10.2014 - 09:23 Uhr

Tödliche Folgen einer Panne auf der Autobahn zwischen Erlangen und Würzburg: Ein Transporter rammt einen Polizeiwagen und schiebt ihn auf das Pannenfahrzeug; zwei Menschen sterben. Unklar ist: Warum fuhr der Transporter auf dem Standstreifen?

Quelle: Youtube. Bei einem Auffahrunfall auf der Autobahn 3 in Franken sind zwei Männer getötet und einer lebensgefährlich verletzt worden. Zwei Polizisten erlitten schwere Verletzungen. Nach Angaben der Polizei war ein Kleintransporter am Samstagmorgen zwischen Erlangen und Würzburg auf einen Streifenwagen und ein Pannenfahrzeug aufgefahren. Warum der Transporter auf dem Standstreifen fuhr, war zunächst unklar. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.

Zwei 57 und 25 Jahre alte Polizisten hatten dem 35-jährigen Besitzer eines Pannenfahrzeugs nahe Schlüsselfeld geholfen, sein Auto vom Standstreifen zu einem Parkplatz zu schieben. Ein Beamter saß am Steuer des defekten Wagens, der Besitzer schob an und der zweite Polizist folgte den beiden im Streifenwagen, um sie zu sichern.

Der 23-jährige Fahrer eines Transporters bemerkte dies zu spät und fuhr mit voller Wucht auf den Streifenwagen auf. Dieser wurde gegen das Pannenfahrzeug gedrückt. Dessen Besitzer wurde eingeklemmt und getötet. Der Fahrer des Transporters wurde aus dem Wagen geschleudert und starb ebenfalls; sein 36-jähriger Beifahrer wurde eingeklemmt und schwebt in Lebensgefahr. Die beiden Männer waren nicht angeschnallt.

Die Autobahn 3 war in Richtung Würzburg für mehrere Stunden bis zum Mittag gesperrt, es bildete sich ein kilometerlanger Stau. Eine Spezialfirma musste ausgelaufenes Öl von der Fahrbahn beseitigen. Der Sachschaden beträgt den Angaben zufolge rund 100 000 Euro. dpa

Audio-Kommentar: Karl-Heinz Schmitt (Polizei Unterfranken).


Hier ist der Original-Polizeibericht zum Vorfall (9.21 Uhr):

Zwei Tote und drei Schwerverletzte bei Unfall auf Autobahn - A3 weiterhin komplett gesperrt

WACHENROTH, LKR. ERLANGEN-HÖCHSTADT. Bei einem Verkehrsunfall auf der A3 zwischen den Anschlussstellen Höchstadt und Schlüsselfeld sind am Samstagmorgen zwei Personen tödlich verletzt worden. Ein Beifahrer und zwei Polizeibeamte erlitten schwere Verletzungen. Der Fahrer eines Klein-Lkw hatte offenbar übersehen, dass auf dem Standstreifen ein Pannen-Pkw in einen Parkplatz geschoben wurde, wobei ein Streifenwagen das Geschehen absicherte. Beim Aufprall wurde das Polizeiauto gegen das Pannenauto geschleudert. Die A3 ist in Richtung Würzburg bis auf weiteres komplett gesperrt.
 
In den Morgenstunden war ein Auto mit einer Panne liegen geblieben und stand dann auf den Seitenstreifen. Eine Streifenbesatzung der Verkehrspolizeiinspektion Würzburg-Biebelried war gegen 05.30 Uhr an der Stelle eingetroffen. Die Beamten entschlossen sich, in Absprache mit dem Fahrer, dieses Auto zu einem nahe gelegenen Parkplatz zu schieben. Dazu setzte sich einer der Polizisten ans Steuer des Pkw, während der Fahrer schob und das Dienstauto dahinter mit Blaulicht abgesichert hat.
 

Ein nachfolgender Fahrer eines Klein-Lkw hat diese Situation offenbar übersehen. Er ist dann in voller Fahrt gegen das Heck des Dienstautos geprallt und hat den Streifenwagen gegen das Pannenauto geschoben. Der Mann, der sich schiebend dazwischen befand, wurde eingeklemmt und tödlich verletzt. Der Fahrer des Klein-Lkw wurde herausgeschleudert und erlitt ebenfalls tödliche Verletzungen. Sein Beifahrer und die beiden Polizisten erlitten schwere Verletzungen. Sie wurden alle in Krankenhäuser eingeliefert.

 
Die A3 ist in Richtung Würzburg seitdem komplett gesperrt. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Nürnberg ist inzwischen eine Sachverständige vor Ort. Die Unfallaufnahme erfolgt durch Beamte der Verkehrspolizeiinspektion Schweinfurt - Werneck. Polizei Unterfranken
 


Hier ist die aktualisierte Pressemeldung der Polizei von 12.48 Uhr:

Nachtrag zu Verkehrsunfall mit zwei Toten auf der A 3 - Autobahn mittlerweile wieder frei gegeben

WACHENROTH, LKR. ERLANGEN-HÖCHSTADT. Nachdem die Fahrbahn durch eine Spezialfirma von einer größeren Ölspur gereinigt wurde, ist die A 3 seit 11:30 Uhr wieder komplett frei gegeben.
 
Bei dem Verkehrsunfall war der 35-jährige Halter eines Fiat Punto tödlich verletzt worden, der zuvor mit einer Panne liegen geblieben war. Der Mann aus den Niederlanden verstarb noch an der Unfallstelle.
 
Auch der Fahrer des ungarischen Kleintransporters erlag seinen Verletzungen. Der 23-Jährige und sein 36-jähriger Beifahrer waren beide nicht angeschnallt gewesen. Der Fahrer wurde aus dem Fahrzeug geschleudert. Sein Mitfahrer wurde in dem VW-Autotransporter eingeklemmt. Er schwebt zur Stunde noch in Lebensgefahr.
 
Die beiden 57- und 25-jährigen Polizeibeamten wurden vermutlich nicht so schwer verletzt wie zunächst angenommen. Sie werden die Nacht über noch stationär im Krankenhaus behandelt.
 
Die Spurensicherung durch Beamte der Verkehrspolizeiinspektionen Schweinfurt-Werneck und Würzburg-Biebelried sowie der Sachverständigen an der Unfallstelle ist abgeschlossen. Eine Staatsanwältin aus Erlangen, die die Ermittlungen an der Unfallstelle leitete, ordnete die Sicherstellung der Fahrzeuge an. Warum der ungarische Fahrer des VW-Kleintransporters auf dem Standstreifen fuhr und in den Streifenwagen prallte, ist bislang noch völlig unklar.
 
Der durch den Unfall entstandene Sachschaden beläuft sich auf etwa 100.000 Euro. An allen drei Fahrzeugen entstand Totalschaden.
 
An der Unfallstelle waren die Freiwilligen Feuerwehren aus Schlüsselfeld mit 18 Mann sowie die Autobahnmeisterei Geiselwind mit 5 Mann im Einsatz. Außerdem waren Notärzte und Rettungsdienst mit einem Großaufgebot an Kräften und Fahrzeugen vor Ort.
Während der Unfallaufnahme und den Aufräumarbeiten musste die A 3 in Fahrtrichtung Würzburg bis 11.30 Uhr vollständig gesperrt werden. Die Autobahnpolizei Erlangen-Höchstadt leitete den Verkehr von der Autobahn ab. Auf den Umleitungsstrecken hatten sich kilometerlange Rückstaus gebildet. Polizei Unterfranken

 

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