Sonntag, 20.01.2019

Der Brandstifter von Klingenberg sitzt in Haft!

Polizei Unterfranken/Klingenberg
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Foto: Main-Echo-Grafik: Sheila Rowe/Sabrina Christ

Die Brandserie von Klingenberg scheint aufgeklärt. Die Kripo Aschaffenburg hat einen 19-Jährigen gefasst, der seit heute Vormittag in Untersuchungshaft sitzt. Laut Polizei und Staatsanwaltschaft hat der Teenager ein Geständnis abgelegt.

Die Originalmeldung der Polizei Unterfranken:

Brandserie aufgeklärt – Kripo ermittelt Tatverdächtigen – 19-Jähriger in Haft

KLINGENBERG A.MAIN, LKR. MILTENBERG. Seit Mitte Mai 2013 hatte ein Unbekannter in der Wilhelmstraße immer wieder Feuer gelegt und dabei auch zumindest für großes Unbehagen bei den Anwohnern gesorgt. Am Donnerstag gelang es der Aschaffenburger Kripo nach intensiv in enger Abstimmung mit der Aschaffenburger Staatsanwaltschaft geführten Ermittlungen, einen 19-Jährigen festzunehmen. Der Heranwachsende sitzt seit Freitagvormittag in Untersuchungshaft.
 
Wie bereits mehrfach berichtet, waren Polizei und Feuerwehr seit Mitte Mai 2013 zu insgesamt fünf Bränden in die Klingenberger Wilhelmstraße gerufen worden. Zunächst war in der Nacht zum 18.05.2013 in unmittelbarer Nähe zum örtlichen Friedhof eine Holzgarage abgebrannt. Der Schaden war auf rund 3000 Euro geschätzt worden und rasch hatten sich erste Vermutungen hinsichtlich Brandstiftung als Ursache bestätigt. Der folgenschwerste Brand hatte sich dann rund drei Wochen später ereignet. Hier war in der Nacht zum 06.06.2013 ein ehemaliges Sägewerk und weitere Gebäude auf dem etwa 3000 Quadratmeter großen Areal in Flammen aufgegangen. Genau eine Woche später war es ein Anhänger, der in unmittelbarer Nähe Feuer gefangen hatte.
 
In der Nacht zum 21.07.2013 war ein Feuer durch einen damals Unbekannten in einem leerstehenden Gebäude und einer Garage gelegt worden. Zuletzt hatte ein Brand in der Wilhelmstraße in der Nacht zum 01.09.2013 Feuerwehr und Polizei in Atem gehalten. Ein Altkleidercontainer, Holzpaletten und diverser Unrat waren vorsätzlich angezündet worden. Der insgesamt entstandene Sachschaden liegt deutlich im sechsstelligen Bereich. Bis auf einen Leichtverletzten beim Brand des Sägewerks waren keine Personen zu Schaden gekommen.
 
Nach dem Großbrand auf dem ehemaligen Sägewerksgelände hatte die Kripo Aschaffenburg eine Ermittlungskommission eingerichtet. Fünf Beamte, darunter speziell ausgebildete Brandermittler, hatten sich in der Folge in enger Abstimmung mit der Aschaffenburger Staatsanwaltschaft ausschließlich um die Brandserie gekümmert. Unter anderem durch akribische Tatortarbeit und nach mehrfach intensiver Öffentlichkeitsfahndung mit der Bitte um Zeugenhinweise hatten sich Hunderte von Spuren ergeben, die nach und nach bearbeitet worden waren.
 
Audiokommentar: Michael Zimmer (Polizei Unterfranken)

Auf die Spur des 19-Jährigen waren die Ermittler dann Anfang der Woche gekommen. Nachdem sich der Tatverdacht weiter erhärtet hatte, wurde auf Antrag der Aschaffenburger Staatsanwaltschaft ein richterlicher Haftbefehl und ein Durchsuchungsbeschluss für die Wohnung des Heranwachsenden erlassen. Mit diesem ausgestattet, standen die Beamten dann am Donnerstag vor der Haustüre des Mannes und konnten ihn festnehmen. Er wurde in der Folge zur Kripo nach Aschaffenburg gebracht und legte gegenüber den Ermittlern ein Geständnis ab. Im Laufe des Freitagvormittags wurde er auf Anordnung der Aschaffenburger Staatsanwaltschaft der Ermittlungsrichterin am Amtsgericht Aschaffenburg zur Klärung der Haftfrage vorgeführt. Gegen den 19-Jährigen erging schließlich Untersuchungshaftbefehl wegen Wiederholungsgefahr.

Klingenberger Brandstifter gefasst
Quelle: Michael Zimmer

(Gemeinsame Presseerklärung des Polizeipräsidiums Unterfranken und der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg)

Mehr Infos gibt's heute Abend im Main-Netz und morgen im gedruckten Main-Echo.
 

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