Dienstag, 01.12.2020
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Absturz in Ringheim: Insassen weiter in kritischem Zustand

Polizei Unterfranken
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Nach dem Absturz eines Motorseglers am Flugplatz Großostheim-Ringheim am 2. März sind die Ermittlungen weiter in vollem Gange. Mittlerweile wurde von der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg ein externer Gutachter mit den Untersuchungen beauftragt, die gemeinsam mit der Kripo Aschaffenburg und der Staatsanwaltschaft geführt werden. Der Zustand des Piloten und seiner Lebensgefährtin ist weiterhin kritisch.
Bilder vom Unfallort: Ralf Hettler.

Wie bereits mehrfach berichtet, war der Motorsegler am ersten Märzsamstag bei herrlichem Wetter im Landeanflug etwa 100 Meter vor der Landebahn in einen Acker gestürzt. Dabei wurden der 82-jährige Pilot und die 63-jährige Frau eingeklemmt. In einer sehr schwierigen Rettungsaktion wurden beide unter Einsatz der Rettungsschere von einem Großaufgebot der Feuerwehr befreit. Der Pilot und seine Lebensgefährtin erlitten schwerste Verletzungen. Sie wurden nach einer Erstversorgung vor Ort mit Rettungshubschraubern in Kliniken nach Frankfurt und Aschaffenburg geflogen, wo sie weiterhin behandelt werden.
 
Die Ermittlungen zur Absturzursache, in die anfangs auch das Bundesamt für Flugunfalluntersuchungen eingeschaltet war, werden jetzt gemeinsam von einem von der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg beauftragten externen Gutachter und dem Sachbearbeiter der Kriminalpolizei Aschaffenburg geführt. Der Sachverständige, ein Diplomingenieur und pensionierter Lufthansakapitän, und der Sachbearbeiter der Kriminalpolizei haben sich am Mittwoch getroffen und den Motor des Flugzeugs zum Ausbau vorbereitet. Der beschädigte Propeller der Maschine wurde ebenso wie Unterlagen des Flugzeugs und des Flugzeugführers sichergestellt. Der Motor wird in absehbarer Zeit zu einer Firma in Oberbayern gebracht, wo Untersuchungen auf einem Prüfstand auf dem Plan stehen.
Ermittlungen zum Motorsegler-Absturz in Ringheim
Quelle: Karl-Heinz Schmitt

 
Audio-Kommentar von Karl-Heinz Schmitt (Polizei Unterfranken).

Die bislang durchgeführten Ermittlungen haben vorbehaltlich eines noch zu erstellenden Gutachtens, das die Untersuchung des Motors beinhaltet, keine Hinweise auf eine technische Ursache für den Absturz ergeben. Von der Auswertung eines GPS-Gerätes erhoffen sich die Ermittler weitere Hinweise über die Flugroute, die Flughöhe sowie die Geschwindigkeit des Motorseglers zum Unfallzeitpunkt. Fest steht, dass der 82-jährige Pilot am Unglückstag um 12:39 Uhr vom Flugplatz Großostheim – Ringheim gestartet ist. Nach einem Flug von knapp zweieinhalb Stunden kam es dann im Landeanflug zum Absturz. Die Maschine wurde dabei total zerstört. Der Sachschaden dürfte sich auf etwa 65.000 Euro belaufen.
+20 weitere Bilder
Absturz in Großostheim
Foto: Ralf Hettler und Jügen Mahnke (dpa) |  22 Bilder

 
Bei dem 82-jährigen Piloten handelt es sich um einen sehr erfahrenen Flugzeugführer, der auch die alljährlichen Flugtauglichkeitsprüfungen abgelegt hatte. Auch der abgestürzte Motorsegler war erst im Februar dieses Jahres bei der so genannten Jahresnachprüfung.
Originalmeldung der Polizei Unterfranken.
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