Donnerstag, 20.06.2019

Über 100.000 Euro Schaden nach Lkw-Brand auf der A3

25 Kilometer Rückstau in beide Richtungen

Aschaffenburg
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Am Dienstag wurde gegen 18 Uhr ein 36-Jähriger Sattelzugfahrer aus Wertheim auf der A3 bei Marktheidenfeld von anderen Verkehrsteilnehmer mittels Handzeichen und Lichthupe aufmerksam gemacht, dass etwas an seinem Fahrzeug nicht stimmen würde.

Daraufhin bemerkte der Mann, dass Flammen über dem rechten Hinterreifen seiner Sattelzugmaschine aufstiegen. Er versuchte dann noch einen Kilometer weit sein Fahrzeug aus dem dortigen Baustellenbereich zu verbringen. Dies gelang ihm allerdings nicht, da das Feuer die Luftleitung der Bremsanlage beschädigte hatte, der Sattelzug daraufhin selbstständig abbremste und nicht mehr fahrbereit war. Anschließend kam es zu einer starken Rauchentwicklung am Fahrzeug. Der Fahrer konnte sein Fahrzeug unverletzt verlassen. Bei Eintreffen der Feuerwehr und der Polizei stand die Sattelzugmaschine bereits in Vollbrand. Anschließend griff das Feuer auch auf den Auflieger über. Da dieser vollständig mit Sägemehl beladen war, gestalteten sich die Löscharbeiten als schwierig.

Unter ständigem Wassereinsatz musste das Sägemehl vom Auflieger gebaggert werden, um eine Bergung überhaupt zu ermöglichen. Aufgrund der sehr starken Rauchentwicklung, dem Vollbrand, der aufwendigen Bergung und der anschließenden Wiedererrichtung der Baustellenabsicherung musste die Autobahn A3 in Fahrrichtung Frankfurt für rund sehcs Stunden, in Richtung Würzburg für fast acht Stunden gesperrt werden, der Verkehr wurde ausgeleitet. Es entstand ein Rückstau von 25 Kilometern in beide Richtungen. Der Sachschaden liegt deutlich über 100.000 Euro.

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LKW-Brand auf der A3 bei Marktheidenfeld am 21.05.2019
Foto: Ralf Hettler |  15 Bilder

An dem Einsatz waren die Feuerwehren aus Altfeld, Esselbach, Marktheidenfeld, Weibersbrunn und Waldaschaff, sowie das THW Marktheidenfeld mit über 90 Einsatzkräfte beteiligt.

Vier Unfälle bei Nässe aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit am Dienstag

Gegen 06:50 Uhr geriet ein 42jähriger Mann mit seinem Ford S-Max auf der A3, Fahrtrichtung Frankfurt, bei Weibersbrunn während des Starkregens ins Schlingern. Er schleuderte anschließend vom linken, quer über die Fahrbahn, auf den rechten Fahrstreifen, stieß hier mit seiner Fahrzeugfont gegen die Fahrerseite einer Sattelzugmaschine, wurde von dieser abgewiesen und drehte sich im Anschluss mindestens einmal um die eigene Achse. Schließlich kam er dann unverletzt am Seitenstreifen zum Stehen. Der Ford war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden. Der Sachschaden liegt bei ca. 8500 Euro.

Lkw-Brand zwischen Marktheidenfeld und Rohrbrunn

Um 07:40 Uhr verlor dann ein 21-Jähriger Nürnberger die Kontrolle über seinem BMW im Bereich Weibersbrunn, Fahrtrichtung Frankfurt. Er schleuderte vom linken der drei Fahrstreifen nach rechts in die Grünfläche, kollidierte hier mit einem Verkehrsschild und kam schließlich abseits der Fahrbahn zum Stehen. Der Mann konnte sich ebenfalls unverletzt selbstständig aus seinem Fahrzeug befreien, sein Fahrzeug war nicht mehr fahrbereit. Der Sachschaden beträgt etwa 15000 Euro. Die Fahrbahn musste zur Fahrzeugbergung mehrere Male kurzzeitig gesperrt werden.

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Lkw-Brand am 21. Mai auf der A3 zwischen Rohrbrunn und Marktheidenfeld.
Foto: Benedict Rottmann |  13 Bilder

Gleich zwei Unfälle ereigneten sich im Bereich Waldaschaff zeitgleich, aber unabhängig voneinander, gegen 08:25 Uhr auf der A3 in Richtung Frankfurt. Ein 54-Jähriger geriet auf dem regennassen, linken Fahrstreifen mit seinem Mercedes ins Schleudern, prallte gegen einen auf dem rechten Fahrstreifen fahrenden Sattelzug, wurde abgewiesen und kam quer zur Fahrbahn auf dem linken und mittleren Fahrstreifen, nicht mehr betriebsbereit, zum Stehen. Das Fahrzeug musste abgeschleppt werden, der Sachschaden beträgt ca. 10000 Euro. Zeitgleich verlor eine 20-Jährige Frau bei starkregen die Kontrolle über ihren VW Tiguan. Sie geriet ebenfalls ins Schleudern und prallte anschließend in die rechte Außenleitplanke. Dort verkeilte sich der Pkw zwischen der Leitplanke und dem dahinter aufgebauten Schutzzaun, so dass die Fahrerin von der Feuerwehr aus dem Pkw geborgen werden musste. Die Frau wurde anschließend leicht verletzt ins Krankhaus verbracht. Der Sachschaden beträgt ca. 28000 Euro. Zur Bergung des Fahrzeugs mussten zwei Fahrstreifen für ca. eine Stunde gesperrt werden.

Bei sämtlichen Unfällen waren die Feuerwehren Weibersbrunn und Waldaschaff im Einsatz.
Zu den oben erwähnten Unfällen ereigneten sich im Berichtszeitraum auf den Autobahnen und deren Parkplätzen am Bayerischen Untermain vier weitere, einfach gelagerte Verkehrsunfälle. Hierbei wurde glücklicherweise niemand verletzt, der Gesamtsachschaden liegt bei ca. 11000 Euro. Auf eine detaillierte Schilderung dieser Unfälle wird verzichtet. Es entstanden durch die Unfälle keine relevanten Verkehrsstörungen.

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