Sonntag, 08.12.2019

Sexualdelikt in Kleinwallstadt: Kripo gründet Ermittlungskommission

Mann nach Tat in Kleinwallstadt noch flüchtig

Kleinwallstadt
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Nach dem Sexualdelikt am späten Montagabend in Kleinwallstadt ermittelt seit Mittwoch eine eigens gegründete Ermittlungskommission der Kriminalpolizei Aschaffenburg.

Rund 20 Beamte arbeiten mit Hochdruck daran, weitere Erkenntnisse zum Tatablauf und zum Täter zu erlangen. Die Ermittler sind nach wie vor dringend auf der Suche nach Zeugen, die unter Umständen wertvolle Hinweise geben können.

Eine Frau wird bei Dunkelheit von einem Unbekannten überwältigt und vergewaltigt, der Täter flüchtet: Nach dieser Sexualstraftat in Kleinwallstadt hat die zuständige Kriminalpolizei Aschaffenburg eine Ermittlungskommission (Eko) gegründet. Das teilte das Polizeipräsidium Unterfranken am Freitag mit.

Flucht Richtung Elsenfeld

Die Frau startete am Montag um 22 Uhr einen Spaziergang mit ihrem Hund. 40 Minuten später war sie in der Nähe eines Wohnmobilstellplatzes an der Mainstraße unterwegs, als ein Mann sie von hinten angriff. Er zerrte sie in Richtung des Flusses und vergewaltigte sie. Der Unbekannte flüchtete anschließend in Richtung Elsenfeld.

Seit Mittwoch, so heißt es in der Mitteilung vom Freitag, arbeite eine sogenannte Ermittlungskommission der Kriminalpolizei Aschaffenburg an dem Fall. Wie Polizeisprecher Björn Schmitt die Redaktion auf Anfrage informierte, handelt es sich bei den rund 20 Mitgliedern der Eko um Kripo-Beamte sowie um Polizisten von benachbarten Dienststellen, die gemeinsam ermitteln, um »weitere Erkenntnisse zum Tatablauf und zum Täter zu erlangen«. Die Gruppe ist separat im neuen Gebäude der Verkehrspolizeiinspektion Aschaffenburg-Hösbach in Hösbach-Bahnhof (Kreis Aschaffenburg) untergebracht.

»Jeder Hinweis kann helfen«

»Die Ermittler sind nach wie vor dringend auf der Suche nach Zeugen, die unter Umständen wertvolle Hinweise geben können«, berichtet Schmitt. Man sei über jeden Hinweis dankbar, niemand brauche Scheu zu haben, die Kripo anzurufen: »Jeder Hinweis kann unter Umständen weiterhelfen«, sagte Polizeioberkommissar Schmitt.

Die Polizei kann nicht ausschließen, dass möglicherweise auch eine zweite Person an der Tat beteiligt war, ohne selbst direkt eingegriffen zu haben. Vom Vergewaltiger liegt folgende Beschreibung vor: etwa 1,75 Meter groß, bekleidet mit dunklem Parka mit Fell-Rand an der Kapuze und Lederhandschuhen, sprach gebrochenes Deutsch mit ausländischem Akzent, laut Polizei beschrieb die Geschädigte »den Akzent als aus dem Nahen Osten kommend«.

Die Kripo bittet unter anderem um Hinweise und Informationen zu folgenden Fragen:
  •  Wer hat die Hilferufe der Frau oder das Bellen ihres Hundes wahrgenommen?
  •  Wer hat im Bereich des Wohnmobilstellplatzes jemanden gesehen, auf den die Beschreibung zutrifft?
  •  Wem fiel im Bereich der Mainstraße eine verdächtige Person oder ein verdächtiges Fahrzeug auf?
  •  Wer war gegen 22.40 Uhr – zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Auto – in Tatortnähe?

Hinweise an die Polizei: Tel. 0 60 21 / 8 57 - 17 32

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