Mittwoch, 16.10.2019

Nach Schiffsunfall auf dem Main: Mutmaßlicher Verursacher schweigt

Polizei Unterfranken/Collenberg
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Der Verursacher eines Schiffsunfalls am Dienstag bei Collenberg ist nun gefunden. Der 35-Jährige will aber nichts von dem Unfall mitbekommen haben.

Nach Schiffsunfall auf dem Main: Mutmaßlicher Verursacher schweigt

COLLENBERG OT REISTENHAUSEN, LKR. MILTENBERG. Nachdem es am Dienstagnachmittag auf den Main in der Nähe des Collenberger Ortsteils Reistenhausen fast zu einer Havarie zwischen einem Gütermotorschiff und einem Fahrgastkabinenschiff gekommen ist, hat die Wasserschutzpolizei den mutmaßlichen Verursacher inzwischen zur Sache gehört. Der 35-jährige Franzose erklärte allerdings, von diesem Vorfall nichts mitbekommen zu haben. Ansonsten machte der Kapitän des Gütermotorschiffes von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch.
 
Wie bereits berichtet, hatte der Kapitän eines mit 185 Fahrgästen besetzten Passagierschiffs kurz vor der Schleuse Freudenberg in einer ausgewiesenen Engstelle nach eigenen Angaben ausweichen müssen, weil ihm ein entgegenkommendes Schiff nicht genug Platz gelassen hatte. Dabei war das Fahrgastkabinenschiff in die rechte Uferböschung geraten, wobei ein Sachschaden in Höhe von etwa 50.000 Euro entstanden war.
 
Ein 83-jähriger Amerikaner, der auf dem Sonnendeck in einem Stuhl saß, hatte sich dabei Verletzungen am Kopf und am  Arm zugezogen, die in einem Krankenhaus ambulant behandelt werden mussten. Das Hotelschiff, das auf der Fahrt von Budapest nach Amsterdam war, konnte am Abend wieder zum Ziel der Tagesetappe in Koblenz weiterfahren.
 
Im Rahmen der Ermittlungen der Wasserschutzpolizei Aschaffenburg war dann schnell bekannt geworden, um welches Schiff es sich bei dem entgegenkommenden Gütermotorschiff handelte. Nachdem auch feststand, dass dieses Schiff von Holland aus Dünger nach Ochsenfurt transportierte, wurde er dort von Beamten der Wasserschutzpolizei Würzburg am Mittwochabend vernommen.
 
Der Franzose, der als verantwortlicher Kapitän auf dem belgischen Schiff tätig ist, machte dabei letztendlich von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch. Gegen den 35-jährigen Schiffsführer wird wegen Verdachts der Gefährdung des Schiffsverkehrs und fahrlässiger Körperverletzung ermittelt. Die Ermittlungen der Wasserschutzpolizei Aschaffenburg zur genauen Aufklärung des Vorfalls dauern an.

Ungeprüfte Originalmeldung der Polizei.
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