Mittwoch, 23.10.2019

Junggesellinnenabschied mit Hindernissen

Brand im Motorraum auf dem Weg von Aschaffenburg zur Cannstädter Wasn

Aschaffenburg
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Alles gut! - Die Fotos, die die Junggesellinnen bei uns gepostet haben, sagen: Happy End!
Alles gut! - Die Fotos, die die Junggesellinnen bei uns gepostet haben, sagen: Happy End!
Foto: Melinda Graf
Einen nicht alltäglichen Junggesellinnenabschied hat eine Gruppe von Freundinnen am Samstagmorgen erlebt. Auf dem Weg von Aschaffenburg zum Cannstatter Wasen hatte ihr Reisebus einen Defekt und blieb kurz hinter der Raststätte Rohrbrunn liegen. Das Feuer im Motorraum erlosch von selbst, verletzt wurde niemand – und auch die Reise nach Stuttgart konnten die künftige Braut Kerstin Carrone und ihre Mitstreiterinnen bald fortsetzen.

Besetzt mit 20 Frauen war der Reisebus am frühen Samstagmorgen im Aschaffenburger Stadtteil Gailbach gestartet; Sandra Führer hatte die Reise organisiert.

In Höhe der Rastanlage Rohrbrunn bemerkte der Fahrer technische Probleme. Auch die Brandmeldeanlage des Busses löste aus. Kurz nach der Rastanlage hielt der Fahrer den Reisebus an und brachte seine Fahrgäste in Sicherheit. Bei der Kontrolle des Motorraums stellte er fest, dass der Brand bereits erloschen war. Auch die hinzugerufenen Feuerwehren aus Weibersbrunn und Waldaschaff konnten sich auf eine Nachsicht beschränken.

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Junggesellinnenabschied mit Hindernissen auf der A3 bei Rohrbrunn am 12.10.2019
Foto: Ralf Hettler |  17 Bilder

Die Feuerwehren sicherten den Bus ab und reinigten die Fahrbahn. Die Standspur und der rechte Fahrstreifen mussten gesperrt werden. Bei der Ursache ist von einem technischen Defekt auszugehen. Zur Höhe des Sachschadens liegen derzeit noch keine Angaben vor. Gegen 10.30 Uhr war der Pannenbus abgeschleppt und der Verkehr konnte wieder ungehindert fließen.

Die angehende Braut Kerstin Carrone sah die ganze Angelegenheit sehr gelassen: Es habe schließlich nicht jede Braut so viel Spannung auf ihrem Junggesellinnenabschied – und der ungewollte Zwischenstopp habe die Gruppe außerdem noch mehr zusammengeschweißt. Ausflugs-Organisatorin Sandra Führer hatte allerdings die Uhr im Blick: Für elf Uhr hatte die Gruppe einen Tisch auf dem Volksfest reserviert, der nur bis 12 Uhr frei gehalten werden würde. Zum Glück reagierte das Reiseunternehmen, das im Hessischen angestammt ist, schnell und schickte sofort einen Ersatzbus los. Mit nur einer Stunde Verspätung konnten die Frauen ihre Fahrt fortsetzen. Auch der Busfahrer habe von Anfang an vorbildlich reagiert, lobt Sandra Führer: Er habe alle Passagiere schnell in Sicherheit gebracht.

 

Viel Lob hatten Kerstin Carrone und Sandra Führer auch für die Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr, die schnell vor Ort gewesen seien. Die Helfer geleiteten die Gruppe zurück zur Raststätte Rohrbrunn, wo gegen neun Uhr der Ersatzbus eintraf. Bevor die Damen dort einstiegen, posierten sie schon wieder gut gelaunt für ein Erinnerungsfoto mit der Feuerwehr.

 

Die Stimmung im Bus sei ohnehin von Anfang an bestens gewesen, berichtet Sandra Führer – solange, bis es plötzlich einen Schlag gegeben habe, es im Bus piepste und Rauch am Heck der Wagens hervorgequollen sei. Sobald die Gefahr gebannt gewesen sei, seien alle wieder optimistisch gewesen, dass der Tag besser weitergehen würde als er angefangen hatte.

Auf Facebook hatten wir die anschließend Junggesellinnen gebeten, zu posten, ob sie gut auf der Wasn angekommen seien - und ja, sie haben sie tatsächlich gemeldet und bestätigt, dass alle gut ist. Ralf Hettler/mm/mkl

 

Ralf Hettler
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