Dienstag, 25.06.2019

Fliegerbombe in Aschaffenburg erfolgreich gesprengt

Aschaffenburg
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Unser Reporter war heute vor Ort, als die Spezialkräfte die Fliegerbombe in Aschaffenburg kontrolliert gesprengt haben. Die Entwarnung kam aber erst gegen 14 Uhr. Alle Hintergrund-Informationen und viele Bilder von dem Großeinsatz gibt es hier.

Der in Aschaffenburg gefundene Blindgänger wurde in einer eigens ausgehobenen Erdmulde auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz in Schweinheim gesprengt.

Chronik zur Bombensprengung:

10.30 Uhr: In der Ottostraße im Aschaffenburger Stadtteil Damm wird die Bombe abtransportiert. Die Polizei sichert den Transport des Blindgängers vom Aschaffenburger Bahnhof in den etwa fünf Kilometer entfernten Stadtteil Schweinheim mit elf Streifenfahrzeugen. Auf der Ebertbrücke kommt es kurzzeitig zu einem Stau.

11.00 Uhr: Ein VW Sprinter des Sprengkommandos befördert unter Polizeibegleitung den Sprengkörper zum ehemaligen Exerzierplatz in Schweinheim. Dort wird eine etwa fünf Meter tiefe Grube ausgehoben. Rund 100 Polizisten der Bereitschaftspolizei sind im Einsatz, um das Gebiet weiträumig abzusperren. Sie stellen sicher, dass sich auch im Waldgebiet keine Menschen mehr aufhalten.

11.30 Uhr: Ein Hubschrauber überwacht das Gebiet, während das Sprengkommando die Bombe mit Sprengstoff ummantelt und in die Grube befördert.

13.00 Uhr: Alle Vorbereitungen sind getroffen. Die Polizeikräfte stellen noch einmal sicher, dass sich im Radius von 1000 Metern keine Menschen aufhalten. Der Hubschrauber kontrolliert den Sprengplatz mit einer Überwachungskamera.

13.35 Uhr: "Die Sprengung ist eben erfolgt. Aus anderthalb Kilometern sicherer Entfernung war nur ein ganz leiser Knall zu hören.  Ob die Sprengung erfolgreich war, dazu können die Einsatzkräfte aktuell nichts sagen. Wir nähern uns jetzt der Sprengstelle und informieren weiter", so Main-Echo-Reporter Marcel Cichon.
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Fliegerbombe in Aschaffenburg gefunden
17 Bilder

Polizeisprecher Detlef Ritter: "Wir haben einen kleinen Schlag gehört. Über ein übertragenes Bild vom Rettungshubschrauber hat man auch einen kleinen Staubkegel gesehen. Der Sprengmeister prüft nun, ob auch die Bombe detoniert ist, oder nur der Sprengstoffgürtel."


14.05 Uhr: Update unseres Reporters: "Die Sicherheitskräfte haben die Situation beurteilt: Die Sprengung war erfolgreich, die Bombe ist entschärft", so Main-Echo-Reporter Marcel Cichon. "Vor Ort waren rund 100 Einsatzkräfte, Ordnungsamt, keine Schaulustigen, ein Hubschrauber hatte alles abgeschirmt."

14.25 Uhr: Auf dem Sprengplatz liegen überall glühend heiße Bombensplitter. Die Polizei trifft noch die letzten Absprachen mit dem Sprengkommando. Der Einsatz war ein voller Erfolg.

Sprengmeister Michael Weiß hat bereits mehrere Bomben entschärft, diese 500 Kilo-Bombe musste er sprengen. Er hielt eine Entschärfung für zu riskant, weil der Zünder stark korrodiert war und sich damit nicht mechanisch entfernen ließ. Wäre die Bombe freiliegend detoniert, hätte sie sehr großen Schaden im Umkreis von 1000 bis 1500 Metern angerichtet. Auf dem Exerzierplatz in Schweinheim hat Weiß die Fliegerbombe in der Grube mit 100 Kubikmetern Sand bedeckt. Die Detonation war aus der Nähe der Sicherheitsleute deutlich lauter zu hören als für Beobachter in anderthalb Kilometern Abstand, es gab eine kleine Staubwolke, zurück blieb ein Krater.
Bombe in Aschaffenburg gesprengt
Quelle: Marcel Cichon, Ralf Hettler

 


 

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Blindgänger erfolgreich gesprengt
Foto: Ralf Hettler |  42 Bilder
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