Mittwoch, 21.08.2019

CEO-Fraud in Karlstein: 36.000 Euro ins Ausland überwiesen

Bank kann Geld noch zurückbuchen

Karlstein a. Main
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Symbolbild: Betrug Internetbetrug CEO-Fraud
Foto: Sebastian Gollnow/dpa
Buchhalter einer Karlsteiner Firma haben am Montag per Email eine Zahlungsaufforderung erhalten, worin sich ein Unbekannter als Inhaber der Firma ausgab und forderte, rund 36.000 Euro an eine ausländische Bankverbindung zu überwiesen.

Die Überweisung wurde veranlasst, der Betrag zwischenzeitlich aber wieder durch die Bank zurückgebucht. Die Kripo ermittelt nun wegen Betrugs.

Bei der sogenannten „CEO-Fraud“-Masche geben sich die Täter - nach Sammlung von Informationen über die jeweiligen Unternehmen oder Organisationen - in der Regel als Geschäftsführer (CEO) aus und veranlassen, zum Beispiel unter Hinweis auf die Übernahme eines anderen Betriebs, einen Mitarbeiter zum Transfer eines größeren Geldbetrags ins Ausland. Die Kontaktaufnahme erfolgt in der Regel per E-Mail, wobei die Absenderadressen verfälscht werden. Die Informationen zum Unternehmen beschaffen sich die Täter aus Wirtschaftsberichten, dem Handelsregister, der Homepage oder Werbebroschüren. In vielen Fällen wird der E-Mail-Empfänger auch zu absoluter Verschwiegenheit aufgefordert.

Bei dem aktuellen Fall handelten die Buchhalter, die die E-Mail mit der Zahlungsaufforderung erhalten hatten, im festen Glauben, die Anweisung stamme von ihrem Chef. Somit wurde eine Auslandsüberweisung in Höhe von rund 36.000 Euro veranlasst. Die Bank konnte den Betrag zwischenzeitlich zurückbuchen. Die Ermittlungen in diesem Zusammenhang hat die Kriminalpolizei Aschaffenburg übernommen.

Zum Schutz vor der Betrugsmasche empfiehlt die Unterfränkische Polizei:

  • Achten Sie darauf, welche Informationen über Ihr Unternehmen öffentlich sind und was Sie um Zusammenhang mit ihrem Unternehmen publizieren
  • Sensibilisieren Sie ihre Mitarbeiter hinsichtlich des Betrugsphänomens

Bei ungewöhnlichen Zahlungsanweisungen sollten - vor Veranlassung der Zahlung - folgende Schritte durchgeführt werden:

  • Überprüfen der E-Mails auf Absenderadresse und korrekte Schreibweise
  • Verifizieren der Zahlungsaufforderung über Rückruf oder schriftliche Rückfrage beim Auftraggeber
  • Kontaktaufnahme mit der Geschäftsleitung oder dem Vorgesetzten
  • Wenden Sie sich bei Auffälligkeiten und Fragen an Ihre örtliche Polizeidienststelle

 

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