Mittwoch, 26.06.2019

Brand in Aschaffenburg unter Kontrolle - Entwarnung

Aschaffenburg
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Die Lagerhalle eines Recyclingunternehmens hat am Samstagmorgen im Aschaffenburger Hafen gebrannt. Die Hilfskräfte sind seit kurz nach 5 Uhr mit insgesamt rund 300 Leuten aus Stadt und Kreis Aschaffenburg sowie dem Kreis Miltenberg im Großeinsatz. Die Nachlöscharbeiten werden bis Mitternacht andauern.

Samstag 19.15 Uhr: Weitere Wehrleute dürfen nach Hause

Die Einsatzkräfte am Leiderer Hafen können reduziert werden. Die Nachlöscharbeiten werden voraussichtlich bis Mitternacht dauern, aber das stemmen die Löschzüge der Feuerwehr in Aschaffenburg. Die Helfer aus den umliegenden Landkreisen können nach und nach zurückfahren und durchatmen.

Samstag, 18 Uhr: Fenster auf, durchlüften

Die Integrierte Leitstelle Bayerischer Untermain meldet:  Der Großbrand im Aschaffenburger Hafen ist unter Kontrolle. Die Nachlöscharbeiten werden sich bis die Nacht hinein hinziehen.

Die  Warnung über Katwarn und NINA, Fenster und Türen aufgrund der Rauchentwicklung geschlossen zu halten wurde vor wenigen Minuten zurückgezogen. Eine entsprechende Entwarnung wurde über die Warnapps bekanntgegeben.

Im Einzelfall kann es in der unmittelbaren Umgebung der Einsatzstelle weiterhin zu Geruchsbelästigungen kommen.

Neue Entwicklungen am Samstag um 15 Uhr

Die gute Nachricht zuerst: Die Berufsfeuerwehr Frankfurt hat inzwischen Messröhrchen der Luftmesstrupps ausgewertet und keinerlei bedenkliche Schadstoffkonzentrationen gefunden. Weiterhin gibt auch bis jetzt noch keine Verletzten.

Inzwischen sind insgesamt rund 300 Wehrleute, Rettungsdienstler und THW-Helfer am Einsatz beteiligt.  Das Material, das in der Halle gelagert war muss aufwendig aus der Halle geräumt wreden, um in Freien alle Glutnester ablöschen zu können.  Der Einsatz wird voraussichtlich bis zum Abend dauern.

Die ersten Wehrleute aus dem Kreis Aschaffenburg wurden abgelöst und fahren zurück in ihre Heimatgemeinden.

Um die Helfer bei dem langen Einsatz zu versorgen, ist an der Hauptfeuerwache in Aschaffenburg ein Versorgungspunkt eingerichtet, wo die Einsatzkräfte mit Getränken und Essen versorgt werden.  Hier sind der Malteser Hilfsdienst und das Technische Hilfswerk engagiert.

Brand im Leiderer Hafen am Samstag
Quelle: Ralf Hettler/Dirk Ceelen

Auch in der Integrierten Leitstelle Bayerischer Untermain sind Mitarbeiter, die eigentlich Dienstfrei wären, alarmiert worden um zu helfen. Nur so kann sichergestellt werden, dass neben dem Einsatz in Leider und den dafür nötigen Hilfsanfragen die weiteren Einsätze der Wehren und Retter koordiniert werden können.  Alleine in der Stadt Aschaffenburg gab es parallel zum Einsatz in Leider fünf weitere Feuerwehrnotrufe.

Aschaffenburgs Bürgermeister Jürgen Herzing dankte bereits jetzt den Einsatzkräften im Namen der Stadt und lobte die vorbildliche  Zusammenarbeit zwischen allen Hilfsorganisationen.  Auch die Bürger hätten sich vorbildlich verhalten,  so Herzing weiter.

Der Stand von Samstag, 13 Uhr

Am Nachmittag gehen die Löscharbeiten an der Halle in Leider weiter. Die Feuerwehr räumt Material aus der Halle, das im Freien weiter abgelöscht wird. Das Hafengebiet ist noch immer gesperrt, auch benachbarte Firmen haben ihren Betrieb eingestellt. Noch immer werden stetig Luftmessungen durchgeführt, um eine mögliche Schadstoffbelastung für die Menschen auszuschließen.

Da für so einen Einsatz sehr viele Atemschutzgeräteträger gebraucht werden, sind inzwischen auch Feuerwehren aus dem Kreis Miltenberg vor Ort und helfen, um das Personal im Einsatz ständig tauschen zu können.

Vor Ort machen sich Bürgermeister Jürgen Herzing und Vertreter der Stadtverwaltung ein Bild der Lage. Stadtbrandinspektor Dieter Göpfert als örtlicher Einsatzleiter koordiniert mit Polizei, Notarzt und Rettungsdienst die Arbeiten. Bisher gab es noch keine Verletzten durch den Brand und bei den Löscharbeiten

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Nachlöscharbeiten im Hafen am 11.05.2019
Foto: Ralf Hettler |  18 Bilder

Der Brand der Halle

Im Hafengebiet von Aschaffenburg brennt nahe des Hafenbeckens die Halle eines Verwertungsunternehmens, in der auf 600 Quadratmetern Wertstoffe und vor allem Elektroschrott gelagert waren.  Als die Feuerwehr eintraf, hatten die Flammen bereits auf die Halle übergegriffen. Um das Feuer unter Kontrolle zu bringen waren mehrere Drehleitern mit Wasserwerfern im Einsatz.

Rund zwei Stunden nach dem Alarm hatten die Wehrleute den Brand unter Kontrolle.

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Brand im Aschaffenburger Hafen am 11.05.2019
Foto: Ralf Hettler |  22 Bilder

Verletzt wurde bei dem Brand niemand. Durch die Löscharbeiten kam und kommt es weiter zu Verkehrsbehinderungen im Hafengebiet, meldet die Polizei.

Während der Löscharbeiten war auch der Luftmesstrupp der Feuerwehr Stockstadt im Einsatz. Die Messungen ergaben, dass keine Gefahr für die Anwohner bestand. Diese wurden jedoch gebeten, schon wegen des Brandgeruchs, vorsorglich Türen und Fenster geschlossen zu halten.

Aktuell sind die Brandermittler der Kriminalpolizei Aschaffenburg vor Ort und beginnen ihre Arbeit. Über die Brandursache oder die Schadenshöhe liegen derzeit noch keine Angaben vor.

Allen stinkts, aber keine Schadstoffe

Besonders aus dem Kreis Darmstadt-Dieburg hatten sich am frühen Samstagmorgen Anwohner an die Polizei gewandt, da sie den Brandgeruch wahrgenommen hatten, meldet die Polizei in Darmstadt. Auch wenn keine Gefahr für die Menschen bestand, wurde hier eine Meldung über die KATWARN-App herausgegeben.

Am Vormittag zog die Rauchwolke in Richtung Stockstadt. Dort war der Luftmesstrupp im Einsatz, konnte aber keine Schadstoffe feststellen. Wegen des Gestanks forderte die Feuerwehr - auch mit Lautsprecherdurchsagen - die Anwohner auf, Türen und Fenster geschlossen zu halten.

Gleiches galt ab etwa 11 Uhr für die Stadt Aschaffenburg, Goldbach und Hösbach, als der Wind drehte. Die Feuerwehr maß an den betroffenen Orten permanent die Schadstoffbelastung. Die Berufsfeuerwehr Frankfurt, die beim Prüfen der Messwerte unterstützte, fand ebenfalls keine kritischen Schadstoffwerte.

Nach dem Großbrand: Stadtbrandinspektor Göpfert über den Einsatz im Aschaffenburger Hafen
Quelle: Ralf Hettler/Moni Münch

Der Geruch hatte sich bis zum Samstagabend nicht vollständig verzogen, ab 18 Uhr meldete die Integrierte Leitstelle Bayerischer Untermain, dass in Aschaffenburg und Umgebung Fenster und Türen wieder geöffnet werden können.

 

 

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