Donnerstag, 03.12.2020
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43-Jähriger, 70-Jährige und Hund haben Sex vor Kindern

Mütter rufen Polizei, Mann und Frau festgenommen
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Sex zwischen Mann und Frau sowie zwischen Mann, Frau und Hund – vor Kindern und ihren Müttern. Geschehen ist dies am Freitagnachmittag in einer Grünanlage nahe der Schönbergschule im Aschaffenburger Schwalbenrainweg. (Mit Audiobericht der Polizei)

Alois Böhm, Hauptkommissar und an diesem Wochenende Pressesprecher der Polizei Unterfranken, hat in seinen Dutzenden Berufsjahren schon einiges erlebt. Berichtet er von dem Sexvorfall, wird seine Wortwahl trotzdem bisweilen deutlicher: »Diese Sauerei«, sagt er zu dem, was Kinder zwischen vier und elf Jahren sowie ihre beiden Mütter gegen 16 Uhr in der Grünanlage sehen mussten.

In ihrer Nähe standen mehrere Betrunkene, ein 43 Jahre alter Mann und eine 70 Jahre alte Frau hatten gemeinsam Sex. Anschließend »trieben es beide offenbar auch noch mit einem Hund«, heißt es im Polizeibericht. Laut der beiden Mütter wurde der Geschlechtsverkehr auch mit dem Hund vollzogen, sagt Böhm gegenüber dem Main-Echo. Stören ließen sich der Mann und die Frau von den Besuchern der Grünanlage nicht, die entsetzten Mütter riefen die Polizei.

Streifenbeamte nahmen das Duo wenig später vorläufig fest. Es ist nicht das erste Mal, dass die beiden Aschaffenburger Kontakt mit der Polizei haben. Sie gelten laut Böhm als »polizeibekannt«. Welche Delikte sie bereits begannen haben, darf der Polizist nicht sagen. Die Aschaffenburger Staatsanwaltschaft jedenfalls ordnete nach der Festnahme bei beiden einen Bluttest an, sie waren »deutlich alkoholisiert«. Ein Ergebnis des Alkoholbluttests steht noch aus, die Aschaffenburger Kriminalpolizei ermittelt nun unter anderem wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses, Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz und sexuellen Missbrauchs von Kindern.

»Vor Kindern sexuelle Handlungen vornehmen, ist sexueller Missbrauch«, erläutert Polizist Böhm die entsprechende Anzeige. Der mögliche Strafrahmen bewege sich bei einer Verurteilung zwischen drei Monaten und fünf Jahren Freiheitsentzug. Ob die »Sauerei« ganz bewusst in der Öffentlichkeit stattgefunden hatte, vermag Böhm nicht zu beurteilen, das sei Gegenstand der Ermittlungen.

Bei dem laut Zeugen vollzogenen Geschlechtsverkehr mit dem Hund sieht Böhm einen Erfolg zugunsten des Tieres skeptisch. Das Delikt werde nicht anders bewertet wie beispielsweise einen Hund zu würgen, es ist lediglich Tierquälerei, bedauert Böhm. Der Hund gehört dem 43-Jährigen Täter. Vermutlich wird er ihn behalten dürfen, »ein Tierhalteverbot ist sehr schwer durchzusetzen«, sagt der Polizist.

Nach den ersten Ermittlungen kam das Duo wieder auf freien Fuß. Die Polizei sucht nun weitere Zeugen des Vorfalls in der Grünanlage im  Schwalbenrainweg. Dieser Vorfall, bezogen auf den Sex mit einem Tier, ist nicht einmalig. Böhm: »Solche Storys kommen hin und wieder leider vor.«

Polizeibericht: 43-Jähriger, 70-Jährige und Hund haben Sex vor Kindern
Quelle: Karl-Heinz Schmitt, Polizei Unterfranken
Torsten Maier

Hinweise an die Polizei, unter: Tel. 0 60 21 – 857 1732
Audio-Bericht von Karl-Heinz Schmitt, Polizei Unterfranken
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