»Symphonie in Blech« in Erlenbacher Frankenhalle

Benefizkonzert des Rotary Clubs mit klang- und glanzvollem Blasorchester Sulzbach

Erlenbach a.Main
2 Min.

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Moderatorin Maria Bachmann in elegantem Abendkleid führt charmant durch das Programm.
Foto: Benjamin Bohlender
Das Symphonische Blasorchester Sulzbach unter der Leitung von Winfried Rehse brilliert am Samstag in der Erlenbacher Frankenhalle mit einem hochkarätigen Konzertprogramm.
Foto: Benjamin Bohlender
Das Symphonische Blasorchester Sulzbach unter der Leitung von Winfried Rehse brilliert am Samstag in der Erlenbacher Frankenhalle mit einem hochkarätigen Konzertprogramm.
Foto: Benjamin Bohlender
Klang- und glanz­voll ist das Be­ne­fiz­kon­zert »Sym­pho­nie in Blech« am Sams­ta­g­a­bend in Er­len­bach zum elf­ten Mal über die Büh­ne ge­gan­gen. Dass sich die Wohl­tä­tig­keits­ver­an­stal­tung des Ro­ta­ry Clubs Obern­burg bei Mu­sik­f­reun­den aus der Re­gi­on längst eta­b­liert hat, liegt si­cher da­ran, dass die­se Jahr um Jahr mit ei­nem her­aus­ra­gen­den mu­si­ka­li­schen Pro­gramm »ver­wöhnt« wer­den, gleich­zei­tig aber auch den gu­ten Zweck un­ter­stüt­zen wol­len.

Der Erlös kommt zu 100 Prozent den Projekten zugute, die Präsident Andreas Schmidtke im Namen seiner rotarischen Freunde vorstellte - etwa für sozial benachteiligte Menschen oder zur Jugendförderung. Darunter auch traditionell die Aktion Weihnachtsengel.

Fulminanter Auftakt

Vom ersten Takt an waren die rund 500 Besucher in der voll besetzten Frankenhalle begeistert von dem, was ihnen die 55 Musiker des formidabel aufspielenden Symphonischen Blasorchesters Sulzbach unter der Leitung von Dirigent Winfried Rehse boten, zumal schon der Einstieg mit dem preußischen Militärmarsch »Fredericus Rex« fulminant geriet - der »alte Fritz« hätte an dieser mitreißenden Interpretation gewiss Gefallen gehabt.

»Luces y Sombras«, spanisch für Licht und Schatten: Das Hauptwerk des Abends könnte just am Aufführungstag dieses hochkarätigen Konzerts programmatisch stehen für das, was die deutsche Geschichte mit dem 9. November verbindet. In mal fein harmonischen, dann erratischen Passagen spiegelte das monumentale Gedicht des Komponisten Ferrer Ferran die hier auf Spanien bezogenen Kontraste in einem Wechselbad zwischen Kinderlachen und Bürgerkrieg, Verzweiflung und Zuversicht, Aufruhr und Frieden musikalisch jedenfalls eindringlich wider. Den Sulzbacher Könnern gelang damit ein facettenreiches Tongemälde, das wie in einem Kaleidoskop wechselnder musikalischer Stimmungen und Temperamente Schwarz und Weiß mit bunten Nuancen vereinte. Vor allem im Dialog der exzellenten Violinensolistin Claudia Engelhard mit Klarinette und Horn, der einzigartige Klangfarben und musikalische Momente von berührender Schönheit in den Saal zauberte.

Das Orchester überzeugte in »Fire in the Glen« mit irischen Melodien, ließ im »Czardas« - wiederum instrumentiert mit Geige - die tänzerische Leichtigkeit der Puszta aufleben, ließ den Zuhörer mit Johan de Meijs »Downtown Divertimento« und in den fünf Sätzen der »Manhattan Symphonie« den Sound New Yorks erspüren und nahm sie zur Filmmusik »Batman« noch mit auf Ganovenjagd - eine Vielseitigkeit in anspruchsvollster symphonischer Literatur, die keine Zweifel an der Spitzenstellung dieses rundum harmonisch wirkenden Orchesters im Landkreis offenlassen dürften.

Mit Charme und Esprit rundete wieder die in Bürgstadt gebürtige Schauspielerin Maria Bachmann das Gehörte ab. Die Moderatorin ist selbst seit einem Jahr Botschafterin für die Rotary Shelter Boxen, die Überlebenskisten, die bei humanitären Katastrophen weltweit Not lindern helfen.

Erhebender Ausklang

Zum Finale des Charity-Events gab es mit der »Ode an die Freiheit« eine weitere anregende musikalische Reminiszenz zum aktuellen Jubiläum, für die sich auch ein schöner Bezug zum karitativen Engagement der Rotarier herstellen ließe: »Deine Zauber binden wieder, was die Mode streng geteilt. Alle Menschen werden Brüder, wo Dein sanfter Flügel weilt« - wahrlich ein erhebendes Gefühl, am Schicksalstag der Deutschen, an dem sich zum 30. Mal der Mauerfall jährte, diese Zeilen Schillers zu dieser kraftvollen Musik Beethovens hören zu dürfen; das Publikum stimmte in die Europahymne gesanglich mit ein.

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