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Coronavirus: Erneuter Todesfall im Main-Tauber-Kreis

Main-Tauber-Kreis Freitag, 26. 02. 2021 - 16:15 Uhr

Das Ge­sund­heit­s­amt hat am Frei­tag ei­nen wei­te­ren To­des­fall im Zu­sam­men­hang mit dem Co­ro­na­vi­rus be­stä­tigt. Dies ist ei­ner Pres­se­mit­tei­lung des Land­rat­samts Main-Tau­ber-Kreis zu ent­neh­men.

Bei der Verstorbenen handelt es sich um eine Frau im Alter von über 70 Jahren, die in einem Pflegeheim lebte. Weitere Angaben macht das Landratsamt aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht. Damit sind im Main-Tauber-Kreis mittlerweile 65 Menschen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie verstorben, davon 45 im Jahr 2021. "Unser tiefes Mitgefühl gilt den Angehörigen und Freunden der Verstorbenen", erklärt Landrat Reinhard Frank.

Im Main-Tauber-Kreis wurden am Freitag außerdem 14 neue Fälle einer Coronavirus-Infektion bestätigt. Die Betroffenen leben im Gebiet von sieben Städten und Gemeinden. Es handelt sich in mindestens elf Fällen um Kontaktpersonen zu bereits bekannten Fällen. Zwölf Betroffene befinden sich in häuslicher Isolation, zwei Menschen werden stationär behandelt. Für ihre Kontaktpersonen wird, sofern noch erforderlich, Quarantäne angeordnet und eine Testung veranlasst. Die Gesamtzahl der bislang bestätigt infizierten Personen im Landkreis beträgt nun 3207.

Mittlerweile sind vier weitere und damit insgesamt 3033 Menschen wieder genesen. Derzeit sind 109 aktiv von einer nachgewiesenen Infektion betroffen. Diese Fälle verteilen sich auf das Gebiet der Kommunen (Zahl neuer Fälle jeweils in Klammern): Ahorn: 0, Assamstadt: 2, Bad Mergentheim: 14 (+2), Boxberg: 8, Creglingen: 6 (+1), Freudenberg: 16 (+2), Großrinderfeld: 1, Grünsfeld: 1, Igersheim: 1, Königheim: 1, Külsheim: 0, Lauda-Königshofen: 9 (+2), Niederstetten: 14 (+5), Tauberbischofsheim: 5, Weikersheim: 3 (+1), Werbach: 1, Wertheim: 23 (+1) und Wittighausen: 4.

Sieben-Tage-Inzidenz bei 47,6

Der Wert der Sieben-Tage-Inzidenz, der vom Gesundheitsamt berechnet wird und nicht immer identisch mit den Zahlen des Robert-Koch-Instituts ist, lag am Freitag bei 47,6. Eine Woche zuvor, am Freitag, 19. Februar, lag er bei 46,8. Die Sieben-Tage-Inzidenz beschreibt die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen (19. bis 25. Februar) je 100.000 Einwohner, berechnet durch das Gesundheitsamt anhand der tagesaktuellen Fallzahlen.

Quarantäne aufgehoben

Nach Abschluss einer Flächentestung konnte die Quarantäne für die MCC Seniorenresidenz Wertheim aufgehoben werden. Ebenfalls aufgehoben werden konnte die Quarantäne für einen Wohnbereich des Otto-Rauch-Stifts in Freudenberg. Hier bleiben einzelne Bewohner in Quarantäne auf ihren Zimmern.

Bei zwei weiteren der in den vergangenen Tagen gemeldeten Infektionsfälle im Main-Tauber-Kreis wurde die britische Variante des Coronavirus (B.1.1.7) durch nachträgliche Typisierung der Laborprobe nachgewiesen, so die Mitteilung. Damit wurde nunmehr bei 31 Fällen im Landkreis eine Virusmutation nachgewiesen. Es erfolgte, soweit notwendig, eine Verlängerung der Quarantänezeit. Dies betrifft auch etwaige Kontaktpersonen und deren Haushaltsangehörige.

Impfungen werden ausgeweitet

Mit einer positiven Nachricht startet das Kreisimpfzentrum in Bad Mergentheim (KIZ) in die neue Woche: "Es geht endlich deutlich aufwärts, was die Impfstoffversorgung und die Zahl der Impfangebote im KIZ betrifft", freut sich Erster Landesbeamter Christoph Schauder als Leiter des Arbeitsstabs Corona im Landratsamt. Aufgrund der ganz aktuell zugesagten Impfstofflieferungen durch das Land Baden-Württemberg rechnet das Landratsamt Main-Tauber-Kreis damit, ab dem kommenden Monat deutlich mehr Menschen impfen zu können als bislang.

Im KIZ wird aktuell an sieben Tagen in der Woche im Einschichtbetrieb geimpft. Bereits seit dieser Woche wurden die zur Verfügung stehenden Impftermine erweitert. Zurzeit werden im KIZ täglich rund 100 Impfdosen von BioNTech/Pfizer als Erst- und Zweitimpfung verabreicht sowie 50 Astra Zeneca-Impfdosen als Erstimpfung. Voraussichtlich ab Mitte März sind dann pro Woche rund 1000 Impfungen mit dem Impfstoff von Bion Tech/Pfizer und rund 1500 Impfungen mit AstraZeneca avisiert.

Die Impfungen im KIZ werden daher ab März nochmals deutlich ausgeweitet, weshalb die Öffnungszeiten verlängert werden und nun in den nächsten Tagen sukzessive auf einen Zweischichtbetrieb umgestellt wird.

Weitere Gruppen impfberechtigt

Seit Beginn dieser Woche können sich auch bestimmte Personengruppen der Priorität 2 impfen lassen. Sie erhalten, sofern keine Kontraindikationen bestehen, den Impfstoff von Astra Zeneca. Die Öffnung gilt somit nur für Personen unter 65 Jahren. Dies umfasst insbesondere: Personen mit Trisomie 21, Personal mit hohem Expositionsrisiko in medizinischen Einrichtungen, auch Teststellen, Personen in Institutionen mit einer Demenz oder geistigen Behinderung, Tätige in der ambulanten oder stationären Versorgung von Personen mit Demenz oder geistiger Behinderung, Lehrer und Erzieher.

Weitere Informationen hat das Land Baden-Württemberg unter https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/aktuelle-infos-zu-corona/fragen-und-antworten-rund-um-corona/faq-impfzentren/ zusammengestellt.

In diesem Zusammenhang weist der Leiter des Kreisimpfzentrums, Dietmar Freidhof, darauf hin, dass die Anmeldemöglichkeiten durch das Land vorgegeben sind und seitens der Landkreisverwaltung nicht geändert werden können, heißt es weiter. Sie stehen, wie für allen anderen baden-württembergischen Kreisimpfzentren auch, ausschließlich online unter www.impfterminservice.de bzw. unter der Hotline 116 117. "Gerade ältere Menschen über 80 Jahre benötigen hierbei regelmäßig Hilfe, beispielsweise durch jüngere Verwandte und Bekannte. Auch wir w

Astra Zeneca als wirksamer Impfstoff empfohlen

Abschließend ist dem KIZ-Leiter noch folgender Hinweis wichtig: "Wir wissen natürlich um die Vorbehalte gegenüber dem Astra Zeneca-Impfstoff aufgrund der aktuellen Berichterstattung", sagt Dietmar Freidhof. "Aus medizinischer Sicht ist der Impfstoff bei einer guten Wirksamkeit gegen den aktuell in Deutschland vorherrschenden Virustyp als sicher anwendbar zu bewerten." Von der Ständigen Impfkommission (STIKO) wird der Impfstoff von Astra Zeneca als wirksamer Impfstoff empfohlen. Klar ist also: Der von der Europäischen Arzneimittel-Agentur zugelassene Impfstoff von Astra Zeneca ist kein Impfstoff zweiter Klasse, im Gegenteil: Auch dieser Impfstoff zeigt eine gute Wirksamkeit, um schwere Erkrankungen bei einer Infektion mit Sars-CoV 2 zu verhindern.

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NewsTicker

Brüssel (dpa) 18.02.2020

Europäische Pkw-Neuzulassungen sinken zu Jahresbeginn

Die Pkw-Neuzulassungen in der Europäischen Union sind im Januar zurückgegangen. In den 27 Ländern der EU ohne Großbritannien sanken die Zulassungen um 7,5 Prozent auf 956 779 Autos, wie der europäische Branchenverband Acea in Brüssel mitteilte. Gründe seien Vorzieheffekte durch steuerliche Änderungen in einigen Staaten, aber auch die schwächere wirtschaftliche Entwicklung und die durch den Brexit hervorgerufene Unsicherheit.

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Erfurt (dpa) 18.02.2020

Thüringens SPD-Chef Tiefensee rechnet mit CDU-Gegenvorschlag

Thüringens SPD-Chef Wolfgang Tiefensee rechnet nach dem Vorstoß der Linkspartei für eine CDU-geführte Übergangsregierung damit, dass die Christdemokraten einen Gegenvorschlag unterbreiten. Beide Seiten - die Parteien des ursprünglich geplanten rot-rot-grünen Bündnisses und die CDU - wollen heute ihr Treffen von gestern Abend fortsetzen. Der linke Ex-Ministerpräsident Bodo Ramelow hatte die CDU dort mit dem Vorschlag überrumpelt, schnell neu zu wählen und bis dahin eine Übergangsregierung unter der früheren CDU-Regierungschefin Christine Lieberknecht zu installieren - die CDU will eine Neuwahl aber vermeiden.

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Gütersloh (dpa) 18.02.2020

Privat-Krankenversicherung wehrt sich gegen «Einheitssystem»

Der Verband der Privaten Krankenversicherung hält nichts davon, alle Bürger nur noch gesetzlich zu versichern. «Gerade in Einheitssystemen, das zeigt sich im internationalen Vergleich, kommt es etwa zu langen Wartezeiten auf Arzttermine», sagte Verbandsdirektor Florian Reuther der «Passauer Neuen Presse». Hintergrund ist eine neue Studie: Danach könnten jeder in der gesetzlichen Krankenversicherung Versicherte und sein Arbeitgeber zusammen im Schnitt 145 Euro pro Jahr sparen, wenn die Privatversicherten in die gesetzliche Versicherung einbezogen würden.

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Daytona Beach (dpa) 18.02.2020

Schwerer Unfall überschattet Nascar-Rennen Daytona 500

Ein schwerer Unfall auf der letzten Runde des Nascar-Rennens in Daytona Beach hat für Entsetzen gesorgt. Das Auto des US-Rennfahrers Ryan Newman überschlug sich bei den Daytona 500 mehrfach und wurde über die Fahrbahn geschleudert. Wie sein Team mitteilte, wurde der 42-Jährige nach Angaben der behandelnden Ärzte schwer, aber wohl nicht lebensgefährlich verletzt. Den bislang letzten tödlichen Unfall bei einem Nascar-Rennen gab es vor 19 Jahren, damals starb Dale Earnhardt in Daytona Beach.

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Erfurt (dpa) 18.02.2020

Thüringer Parteien sprechen über Regierungskrise

Linke, CDU, SPD und Grüne sprechen heute noch einmal über einen Vorschlag, die frühere Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht von der CDU zur Regierungschefin zu machen. Ex-Ministerpräsident Bodo Ramelow von der Linken hatte dieses Gedankenspiel gestern bei einem Treffen von Vertretern der vier Parteien eingebracht. Während die SPD den Vorstoß unterstützt, reagierten CDU und Grüne verhalten. Man präferiere weiterhin die Variante, «dass schnell eine handlungsfähige Regierung unter Bodo Ramelow hergestellt wird», sagte die Landessprecherin Ann-Sophie Bohm-Eisenbrandt.

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Athen (dpa) 18.02.2020

Umfangreiche Streiks in Griechenland - Verkehrsbehinderungen

Umfangreiche Streiks haben zu erheblichen Behinderungen in Griechenland geführt. Vor allem die Küstenschifffahrt und der Nahverkehr brachen vollständig zusammen. In der Ägäis und im Ionischen Meer sei am Morgen keine Fähre auslaufen, berichteten griechische Medien. In Athen entstand ein gewaltiges Verkehrschaos, weil alle öffentlichen Verkehrsmittel und die Bahnen bestreikt werden. Die Menschen versuchen, mit ihren Autos oder zu Fuß zur Arbeit zu kommen. Auch die Staatsbediensteten streiken.

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Gütersloh (dpa) 18.02.2020

Private Krankenversicherung wehrt sich gegen «Einheitssystem»

Der Verband der Privaten Krankenversicherung hält nichts davon, alle Bürger nur noch gesetzlich zu versichern. «Gerade in Einheitssystemen, das zeigt sich im internationalen Vergleich, kommt es etwa zu langen Wartezeiten auf Arzttermine», sagte Verbandsdirektor Florian Reuther der «Passauer Neuen Presse». In einem Einheitssystem könnten zudem jederzeit Leistungen gekürzt werden, weil es keinen Vergleichsmaßstab gebe. «Und es gibt einen nicht regulierten Schwarzmarkt. Auch das sehen wir zum Teil im europäischen Ausland.»

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Erfurt (dpa) 18.02.2020

Betriebsrenten: Gericht verhandelt über Arbeitgeber-Pflichten

Die umstrittenen Krankenkassenbeiträge auf Betriebsrenten beschäftigen heute das Bundesarbeitsgericht in Erfurt. Bei dem Fall aus Nordrhein-Westfalen geht es um die Frage, ob Arbeitgeber ihre Beschäftigten beim Abschluss einer Rentenversicherung über die drohende Beitragspflicht informieren mussten. Der Kläger, ein Angestellter eines städtischen Unternehmens, verlangt von seinem Arbeitgeber Schadenersatz, weil der seinen Aufklärungspflichten nicht nachgekommen sei.

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