Montag, 10.05.2021

Bundesnotbremse tritt im Main-Tauber-Kreis am Samstag in Kraft

Main-Tauber-Kreis Freitag, 23. 04. 2021 - 16:45 Uhr

Im Main-Tau­ber-Kreis wur­den am Frei­tag zwölf Fäl­le ei­ner Co­ro­na­vi­rus-In­fek­ti­on be­stä­tigt. Laut Pres­se­s­tel­le des Land­rat­samts Main-Tau­ber-Kreis le­ben die Be­trof­fe­nen im Ge­biet der Städ­te Bad Mer­gent­heim, Box­berg, Lau­da-Kö­n­igs­ho­fen, Tau­ber­bi­schofs­heim und Wert­heim.

Sie befinden sich in häuslicher Isolation. Es handelt sich in mindestens acht Fällen um Kontaktpersonen zu bereits bekannten Fällen. Für die Kontaktpersonen der neu Infizierten wird, sofern noch erforderlich, Quarantäne angeordnet und eine Testung veranlasst. Die Gesamtzahl der bislang bestätigt Infizierten im Landkreis beträgt nun 4607.

Inzwischen sind 36 weitere und damit 4122 Menschen wieder genesen, so die Mitteilung. Somit sind derzeit 402 Personen im Landkreis aktiv von einer nachgewiesenen Infektion betroffen. Diese Fälle verteilen sich auf das Gebiet der Kommunen (Zahl neuer Fälle jeweils in Klammern): Ahorn: 2, Assamstadt: 1, Bad Mergentheim: 98 (+5), Boxberg: 23 (+1), Creglingen: 9, Freudenberg: 8, Großrinderfeld: 9, Grünsfeld: 11, Igersheim: 7, Königheim: 7, Külsheim: 39, Lauda-Königshofen: 30 (+1), Niederstetten: 15, Tauberbischofsheim: 50 (+2), Weikersheim: 10, Werbach: 3, Wertheim: 76 (+3) und Wittighausen: 4.

Bei 20 weiteren der in den vergangenen Tagen gemeldeten Infektionsfälle im Main-Tauber-Kreis wurde durch nachträgliche Typisierung der Laborproben eine Mutation des Coronavirus nachgewiesen. Es handelt sich in allen Fällen um die britische Variante (B.1.1.7). Nunmehr wurde bei 706 Fällen im Kreis eine Virusmutation festgestellt.

Sieben-Tage-Inzidenz am Donnerstag bei 120,8

Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Donnerstag, 22. April, nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) bei 120,8. Sie beschreibt die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen (16. bis 22. April) je 100.000 Einwohner. Eine Woche zuvor, am Donnerstag, 15. April, lag der Wert bei 167,7. Der aktuelle Wert für Freitag kann ab dem frühen Samstagmorgen im Dashboard des RKI unter www.rki.de abgerufen werden. Aufgrund der Bundesnotbremse sind nun die Angaben des Robert-Koch-Instituts rechtlich maßgeblich und nicht mehr die des Landesgesundheitsamtes Baden-Württemberg.

Wechselunterricht bis 165

Das Gesundheitsamt des Landratsamts Main-Tauber-Kreis hat am Freitagnachmittag im Internet notverkündet, dass der Wert der Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis über dem Wert von 100 liegt. Deshalb treten im Main-Tauber-Kreis bereits an diesem Samstag, 24. April, die Regelungen der neuen Bundesnotbremse in Kraft. Diese gelten im gesamten Landkreis so lange, bis das Gesundheitsamt feststellt, dass der Wert der Sieben-Tage-Inzidenz fünf Tage in Folge unter 100 liegt und daher wieder Lockerungen möglich sind. Die Bekanntmachung vom Freitag kann unter www.main-tauber-kreis.de/oeffentliche-bekanntmachungen abgerufen werden.

Bei den Kontaktbeschränkungen bleibt es auch im Rahmen der neuen Bundesnotbremse dabei, dass bei privaten Treffen drinnen und draußen ein Hausstand mit einer weiteren Person zusammenkommen darf. Treffen mit mehr Menschen sind nicht erlaubt. Bei den Ausgangsbeschränkungen sieht die Bundesnotbremse vor, dass im Zeitraum zwischen 22 und 5 Uhr das Haus nur verlassen darf, wer einen guten Grund hat - also beispielsweise, um zur Arbeit zu gehen, medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen oder den Hund auszuführen. Bis 24 Uhr wird es darüber hinaus möglich sein, alleine - ohne Begleitung - draußen zu joggen oder spazieren zu gehen.

Bei einem Wert der Sieben-Tage-Inzidenz über 165 sind künftig der Präsenz- oder Wechselunterricht in Schulen und die Regelbetreuung in Kitas untersagt. Ausnahmen sind für Abschlussklassen und Förderschulen möglich.

Die Bundesnotbremse sieht bei einer Inzidenz von über 100 vor, dass der Lebensmittelhandel einschließlich der Direktvermarktung, Getränkemärkte, Reformhäuser, Babyfachmärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Optiker, Hörakustiker, Tankstellen, Stellen des Zeitungsverkaufs, Buchhandlungen, Blumenfachgeschäfte, Tierbedarfsmärkte, Futtermittelmärkte, Gartenmärkte und der Großhandel geöffnet bleiben. Voraussetzungen sind die Beachtung von Hygienekonzepten und der Maskenpflicht.

Autowerkstätten offen

Bei einer Inzidenz unter 150 - wie aktuell im Main-Tauber-Kreis der Fall - wird es zudem bei allen weiteren Geschäften möglich sein, mit vorheriger Terminvereinbarung ("Click and Meet") und mit einem aktuellen negativen Testergebnis einzukaufen. Bei den Dienstleistungen bleibt alles offen, was nicht ausdrücklich untersagt wird, also beispielsweise Fahrrad- und Autowerkstätten, Banken und Sparkassen, Poststellen und ähnliches.

Körpernahe Dienstleistungen sollen bei einer Inzidenz über 100 nur zu medizinischen, therapeutischen, pflegerischen oder seelsorgerischen Zwecken in Anspruch genommen werden. Ausnahmen sind der Friseurbesuch und Fußpflege, sofern die Kundinnen und Kunden einen tagesaktuellen negativen Corona-Test vorlegen können, heißt es weiter. Darüber hinaus muss Maske getragen werden. Andere körpernahe Dienstleistungen sind dagegen nicht mehr möglich.

Die Gastronomie - mit Ausnahme von Abhol- und Lieferdiensten - und Hotellerie sowie Freizeit- und Kultureinrichtungen müssen bei einer Inzidenz über 100 schließen. Davon ausgenommen sind Außenbereiche von zoologischen und botanischen Gärten. Sie können mit einem aktuellen negativen Test besucht werden. Berufssportler sowie Leistungssportler  de r Bundes- und Landeskader können weiterhin trainieren und auch Wettkämpfe austragen. Dabei sind Zuschauer nicht erlaubt und müssen Schutz- und Hygienekonzepte beachtet werden. Für alle anderen gilt, dass Sport grundsätzlich erlaubt ist, aber nur alleine, zu zweit oder mit Mitgliedern des eigenen Hausstandes.

Die Verpflichtung, Homeoffice anzubieten, wenn dies betrieblich möglich ist, war bereits bisher Bestandteil der Corona-Arbeitsschutzverordnung. Im Rahmen der Bundesnotbremse wird die Homeoffice-Pflicht verstärkt. Beschäftigte haben jetzt auch die Pflicht, Homeoffice-Angebote wahrzunehmen, wenn es privat möglich ist.

Die Bundesnotbremse wurde durch eine Änderung des Infektionsschutzes umgesetzt. Ziel waren einheitliche Regeln in ganz Deutschland. Die Corona-Verordnung des Landes sieht bisher in einigen Bereichen strengere Regelungen vor, beispielsweise eine Ausgangsbeschränkung bereits ab 21 Uhr. Bis zur Anpassung der Landesverordnung gelten diese strengeren Regeln noch weiter. Das Land hat allerdings angekündigt, die Corona-Verordnung umgehend und vollständig an die Bundesnotbremse anzupassen. Bis Freitagnachmittag um 16 Uhr war dies noch nicht der Fall.

RegioTicker

Main-Tauber-Kreis 07.05.2021

Main-Tauber-Kreis hat die drittniedrigste Inzidenz im Land

Pandemie: Zehn neue Fälle einer Coronavirus-Infektion bestätigt - Testphase zu Luca-App ausgeweitet

Das Ge­sund­heit­s­amt hat am Frei­tag ei­nen wei­te­ren To­des­fall im Zu­sam­men­hang mit dem Co­ro­na­vi­rus be­stä­tigt. Dies mel­det die Pres­se­s­tel­le des Land­rat­samts Main-Tau­ber-Kreis. Bei dem To­ten han­delt es sich um ei­nen Mann im Al­ter von un­ter 75 Jah­ren.

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Amorbach 07.05.2021

Gesundheitszentrum für Amorbach: Stadtrat beschließt Gründung einer Genossenschaft

In Amor­bach soll ein Ge­sund­heits­zen­trum ent­ste­hen, das ge­nos­sen­schaft­lich or­ga­ni­siert ist.

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Amorbach 06.05.2021

Gemeinden der Odenwald-Allianz gründen Gesundheitsgenossenschaft

Bis­lang ein­ma­lig in Bay­ern ist der An­satz, mit dem die Kom­mu­nen der Oden­wald-Al­lianz im Kreis Mil­ten­berg dem ab­seh­ba­ren Man­gel an Haus­ärz­ten be­geg­nen wol­len: Ei­ne von den Kom­mu­nen ge­mein­sam ge­grün­de­te Ge­nos­sen­schaft, an der sich Ärz­te be­tei­li­gen kön­nen, soll Trä­ge­rin ei­ner haus­ärzt­li­chen Ver­sor­gung­s­ein­rich­tung wer­den.

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Wertheim 05.05.2021

Teure Teststrategie: 170000 Euro fallen in Wertheim an

Corona: Ausgaben der Kommune werden teilweise von Land und Bund übernommen

Die bun­des­wei­te Test­st­ra­te­gie auf Co­ro­na, die in Wert­heim in Schu­len, Kin­der­ta­ges­stät­ten, im Test­zen­trum und in der Stadt­ver­wal­tung um­ge­setzt wird, ver­ur­sacht seit Mit­te Fe­bruar au­ßer­plan­mä­ß­i­ge Aus­ga­ben. Der Ge­mein­de­rat be­wil­lig­te am Mon­tag Aus­ga­ben für die­se Tests in Höhe von rund 170000 Eu­ro, die vor­aus­sicht­lich bis zum 30. Ju­ni an­fal­len wer­den.

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Wertheim 05.05.2021

Vollsperrungen der Wertheimer Uihleinstraße ab Ende Mai

Sanierung der Landesstraße in zwei Abschnitten geplant bis in die Sommerferien

Auf er­heb­li­che Be­hin­de­run­gen müs­sen sich Au­to­fah­rer ab En­de Mai ge­fasst ma­chen, die von der In­nen­stadt auf den Wart­berg wol­len. Dann be­ginnt die Sa­nie­rung der Uih­lein­stra­ße (L 508), die von der In­nen­stadt aus Rich­tung Wart­berg, Rein­hards­hof oder in die Höh­en­ort­schaf­ten führt. Wie im Ge­mein­de­rat be­rich­tet wur­de, wer­den die Sa­nie­rungs­ar­bei­ten in zwei Ab­schnit­ten vor­aus­sicht­lich bis in die Som­mer­fe­ri­en dau­ern.

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Main-Tauber-Kreis 04.05.2021

Elf neue Fälle einer Coronavirus-Infektion im Main-Tauber-Kreis bestätigt

Pandemie: Inzidenz am vierten Werktag unter 100 - Maßgeblich sind Angaben des Robert-Koch-Instituts

Im Main-Tau­ber-Kreis wur­den am Di­ens­tag elf Fäl­le ei­ner Co­ro­na­vi­rus-In­fek­ti­on be­stä­tigt. Die be­trof­fe­nen Per­so­nen le­ben im Ge­biet von sechs Städ­ten und Ge­mein­den, mel­det die Pres­se­s­tel­le des Land­rat­samts Main-Tau­ber-Kreis.

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Main-Tauber-Kreis 03.05.2021

Keine neuen Fälle einer Coronavirus-Infektion im Kreis Main-Tauber bestätigt

Inzidenz liegt weiter unter 100

Im Main-Tau­ber-Kreis wur­den am Mon­tag laut Pres­se­s­tel­le des Land­rat­samts Main-Tau­ber-Kreis kei­ne neu­en Fäl­le ei­ner Co­ro­na­vi­rus-In­fek­ti­on be­stä­tigt. Die Ge­samt­zahl der bis­lang be­stä­tigt In­fi­zier­ten im Land­kreis be­trägt da­mit wei­ter­hin 4762. Eben­so wur­den bei den be­reits be­kann­ten Fäl­len kei­ne wei­te­ren Vi­rus­mu­ta­tio­nen nach­ge­wie­sen.

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Main-Tauber-Kreis 29.04.2021

Inzidenz im Kreis Main-Tauber erstmals wieder unter 100

Pandemie: 25 neue Fälle einer Coronavirus-Infektion bestätigt - Bundesnotbremse gilt weiter

Im Main-Tau­ber-Kreis wur­den am Don­ners­tag 25 Fäl­le ei­ner Co­ro­na­vi­rus-In­fek­ti­on be­stä­tigt. Die von den neu­en In­fek­ti­ons­fäl­len be­trof­fe­nen Per­so­nen le­ben im Ge­biet von neun Städ­ten und Ge­mein­den und be­fin­den sich in häus­li­cher Iso­la­ti­on. Dar­über in­for­miert die Pres­se­s­tel­le des Land­rat­samts Main-Tau­ber-Krei­ses.

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NewsTicker

Brüssel (dpa) 18.02.2020

Europäische Pkw-Neuzulassungen sinken zu Jahresbeginn

Die Pkw-Neuzulassungen in der Europäischen Union sind im Januar zurückgegangen. In den 27 Ländern der EU ohne Großbritannien sanken die Zulassungen um 7,5 Prozent auf 956 779 Autos, wie der europäische Branchenverband Acea in Brüssel mitteilte. Gründe seien Vorzieheffekte durch steuerliche Änderungen in einigen Staaten, aber auch die schwächere wirtschaftliche Entwicklung und die durch den Brexit hervorgerufene Unsicherheit.

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Erfurt (dpa) 18.02.2020

Thüringens SPD-Chef Tiefensee rechnet mit CDU-Gegenvorschlag

Thüringens SPD-Chef Wolfgang Tiefensee rechnet nach dem Vorstoß der Linkspartei für eine CDU-geführte Übergangsregierung damit, dass die Christdemokraten einen Gegenvorschlag unterbreiten. Beide Seiten - die Parteien des ursprünglich geplanten rot-rot-grünen Bündnisses und die CDU - wollen heute ihr Treffen von gestern Abend fortsetzen. Der linke Ex-Ministerpräsident Bodo Ramelow hatte die CDU dort mit dem Vorschlag überrumpelt, schnell neu zu wählen und bis dahin eine Übergangsregierung unter der früheren CDU-Regierungschefin Christine Lieberknecht zu installieren - die CDU will eine Neuwahl aber vermeiden.

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Gütersloh (dpa) 18.02.2020

Privat-Krankenversicherung wehrt sich gegen «Einheitssystem»

Der Verband der Privaten Krankenversicherung hält nichts davon, alle Bürger nur noch gesetzlich zu versichern. «Gerade in Einheitssystemen, das zeigt sich im internationalen Vergleich, kommt es etwa zu langen Wartezeiten auf Arzttermine», sagte Verbandsdirektor Florian Reuther der «Passauer Neuen Presse». Hintergrund ist eine neue Studie: Danach könnten jeder in der gesetzlichen Krankenversicherung Versicherte und sein Arbeitgeber zusammen im Schnitt 145 Euro pro Jahr sparen, wenn die Privatversicherten in die gesetzliche Versicherung einbezogen würden.

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Daytona Beach (dpa) 18.02.2020

Schwerer Unfall überschattet Nascar-Rennen Daytona 500

Ein schwerer Unfall auf der letzten Runde des Nascar-Rennens in Daytona Beach hat für Entsetzen gesorgt. Das Auto des US-Rennfahrers Ryan Newman überschlug sich bei den Daytona 500 mehrfach und wurde über die Fahrbahn geschleudert. Wie sein Team mitteilte, wurde der 42-Jährige nach Angaben der behandelnden Ärzte schwer, aber wohl nicht lebensgefährlich verletzt. Den bislang letzten tödlichen Unfall bei einem Nascar-Rennen gab es vor 19 Jahren, damals starb Dale Earnhardt in Daytona Beach.

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Erfurt (dpa) 18.02.2020

Thüringer Parteien sprechen über Regierungskrise

Linke, CDU, SPD und Grüne sprechen heute noch einmal über einen Vorschlag, die frühere Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht von der CDU zur Regierungschefin zu machen. Ex-Ministerpräsident Bodo Ramelow von der Linken hatte dieses Gedankenspiel gestern bei einem Treffen von Vertretern der vier Parteien eingebracht. Während die SPD den Vorstoß unterstützt, reagierten CDU und Grüne verhalten. Man präferiere weiterhin die Variante, «dass schnell eine handlungsfähige Regierung unter Bodo Ramelow hergestellt wird», sagte die Landessprecherin Ann-Sophie Bohm-Eisenbrandt.

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Athen (dpa) 18.02.2020

Umfangreiche Streiks in Griechenland - Verkehrsbehinderungen

Umfangreiche Streiks haben zu erheblichen Behinderungen in Griechenland geführt. Vor allem die Küstenschifffahrt und der Nahverkehr brachen vollständig zusammen. In der Ägäis und im Ionischen Meer sei am Morgen keine Fähre auslaufen, berichteten griechische Medien. In Athen entstand ein gewaltiges Verkehrschaos, weil alle öffentlichen Verkehrsmittel und die Bahnen bestreikt werden. Die Menschen versuchen, mit ihren Autos oder zu Fuß zur Arbeit zu kommen. Auch die Staatsbediensteten streiken.

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Gütersloh (dpa) 18.02.2020

Private Krankenversicherung wehrt sich gegen «Einheitssystem»

Der Verband der Privaten Krankenversicherung hält nichts davon, alle Bürger nur noch gesetzlich zu versichern. «Gerade in Einheitssystemen, das zeigt sich im internationalen Vergleich, kommt es etwa zu langen Wartezeiten auf Arzttermine», sagte Verbandsdirektor Florian Reuther der «Passauer Neuen Presse». In einem Einheitssystem könnten zudem jederzeit Leistungen gekürzt werden, weil es keinen Vergleichsmaßstab gebe. «Und es gibt einen nicht regulierten Schwarzmarkt. Auch das sehen wir zum Teil im europäischen Ausland.»

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Erfurt (dpa) 18.02.2020

Betriebsrenten: Gericht verhandelt über Arbeitgeber-Pflichten

Die umstrittenen Krankenkassenbeiträge auf Betriebsrenten beschäftigen heute das Bundesarbeitsgericht in Erfurt. Bei dem Fall aus Nordrhein-Westfalen geht es um die Frage, ob Arbeitgeber ihre Beschäftigten beim Abschluss einer Rentenversicherung über die drohende Beitragspflicht informieren mussten. Der Kläger, ein Angestellter eines städtischen Unternehmens, verlangt von seinem Arbeitgeber Schadenersatz, weil der seinen Aufklärungspflichten nicht nachgekommen sei.

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